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16.2.05
Weihnachten
Vor einiger Zeit habe ich bei Stevens einen
Vertrag für weiter 12 Monate unterschrieben. Ich werde im Sommer
wieder ein ähnliches Rennprogramm wie im vergangenen Jahr
fahren. Neben allen Rennen der Schweizer Marathon Serie werde
ich im neu gegründeten Continental Team „Stevens Racing Team“
möglichst viele Strassenrennen bestreiten. Das Stevens Racing
Team wurde speziell für die Querfahrer vom Stevens Cyclocross
Team gegründet, damit wir uns im Sommer möglichst optimal auf
die nächste Crosssaison vorbereiten können.
Eigentlich ist noch zu früh im Jahr, aber für
mich war am Mittwoch Weihnachten. Ich weiss nicht wieso, aber
auf ein neues Velo freue ich mich immer wie ein kleines Kind. In
Kürze bin ich mit einem Stevens SCF 2 Voll-Carbon-Velo
unterwegs. Ich warte nur noch bis der Schnee bei uns im
flacheren Gefilde endlich verschwindet.
Mein Knie ist wieder so gut, dass ich wieder auf
der Strasse trainieren dürfte. Die Strassenverhältnisse sind
aber einfach zu schlecht und zu gefährlich dafür.
7. - 13.1.05
Wochenrückblick
Die ganze Woche stand fast hauptsächlich im
Zeichen meines Knies. In der Physiotherapie konnte ich schon mit
leichtem Krafttraining beginnen. Daneben etwas
Bewegungstherapie, Oberschenkelmassage und Ultraschall. Seit
Freitag verspüre ich praktisch keine Knieschmerzen mehr.
Am Samstag war ich mit Vroni und Noëmi unterwegs.
Vor allem Noëmi wollte immer wieder verschiedene Sachen
ausprobieren. Wir hatten es recht lustig bei unserer
Shoppingtour. Am Nachmittag war ich mal wieder bei meinen Eltern
zu Besuch. Wegen des schlechten Wetters habe ich den ganzen
Sonntag zu Hause mit Vroni verbracht.
05./06.02.05 Lille + Hoogstraten
Leider fanden diese zwei Rennen ohne meine
Beteiligung statt. Lille wäre ich sehr gerne gefahren. Ich habe
ein Video von der letztjährigen Belgischen Meisterschaft auf
dieser Strecke. Sie gefällt mir sehr gut. Hoogstraten ist einer
der grössten Klassiker der Saison mit vielen Zuschauern und
einer sehr schön zu fahrenden Strecke. Mir hat es natürlich
schon wehgetan, daheim rum zu sitzen und die Rennen 5 und 4 vor
Saisonende nicht fahren zu können.
Am Samstag hatte ich trotzdem ein sehr
interessantes Alternativ Programm. Ich wurde ans
www.altiski.ch
im Pizolgebiet eingeladen, ein Tourenskirennen. Ich hatte nicht
mal gewusst, dass es so etwas gibt. Es hat mich schwer
beeindruckt, wie die Athleten die steilen Hänge mit den Ski
hochlaufen. Sogar die steilsten Rampen wurden von der Spitze im
Laufschritt bewältigt. Die anschließenden fuhren sie trotz
übersäuerten Beinen wie Kamikaze. Wirklich schwer beeindruckend.
Meinem Knie geht es schon wieder viel besser.
Behindern tut es mich hauptsächlich nachts im Schlaf. Ich
erwache immer wieder wegen kurzen stechenden Schmerzen.
2.1.05 Arztbesuch
Grundsätzlich, kann man sagen, habe ich wohl
Glück im Unglück gehabt!
Die heutige Konsultation beim Spezialisten ist
nicht so gelaufen wie ich mir gewünscht hätte. Nach der
gestrigen MRI-Kurzdiagnose hatte ich grosse Hoffnung, die
letzten 3 Saisonrennen doch noch bestreiten zu können. Aus
ärztlicher Sicht wurde mir aber ganz klar davon abgeraten. Mein
Kniegelenk hat eine sehr starke Prellung und ist fest
angeschwollen. Zusätzlich hat der innere Oberschenkelmuskel beim
Kniegelenk einen sehr starken Bluterguss, der mehrere Wochen
benötigen wird, bis er wieder zu 100% verheilt ist. Mit weiteren
Starts in dieser Saison würde ich einen guten Heilungsprozess
stark gefährden und das Risiko eingehen, mich noch lange mit
Knieproblemen rumschlagen zu müssen.
Ich werde nun 2-3 Woche pausieren und
anschließend wieder mit leichtem Training beginnen. Bis zum
geplanten Trainingslager Anfang März bin ich dann hoffentlich
wieder fit.
1.2.05
Arztbesuche
Mein heutiger Tag verlief glücklicher als
erwartet. Am Vormittag standen Untersuchung und Röntgen auf dem
Programm. Erfreulicherweise wurde festgestellt, dass die
Kniescheibe nicht gebrochen ist und sie auch keinen Riss hat. Um
auch die Weichteile im Knie zu untersuchen, hatte ich am Abend
einen Termin zum MRI. Auf den ersten Blick wurde auch da nichts
Gravierendes gefunden. Ich hoffe nun, dass mein morgiger,
zweiter Besuch beim Kniespezialisten die erste MRI-Diagnose
bestätigt und ich ev. bis Sonntag 14.02.05 wieder so fit bin,
dass ich am WC-Rennen in Frankreich wenigstens auf
Schadensbegrenzung im Gesamtklassement fahren kann.
Morgen Abend habe ich hoffentlich mehr positives
zu berichten. Drückt mir bitte alle die Daumen.
29.1.05 Streckenbesichtigung WM St.Wendel
Wie immer vor wichtigen Rennen, habe ich mich am
Tag davor auf die Strecke begeben, um mir die Schwierigkeiten
einzuprägen und mich mit den Bodenverhältnissen bekannt zu
machen. Dies funktionierte von Runde zu Runde besser und Dank
der Hilfe von Sepp Kuriger hatte ich auch die schwierigsten
Abfahrten bald gut im Griff. Nach 55min startete ich dann wie
gewohnt eine zügige Runde, um alle technischen Abschnitte einmal
bei schnellerem Tempo gemeistert zu haben. Dies funktionierte
super, meine Beine fühlten sich gut, aber noch nicht super an.
Deshalb habe ich nochmal eine zügige Runde dran gehängt. Nach
2/3 von dieser habe ich wieder Gas raus genommen. Auf gerader
Strecke zog es mir plötzlich beide Laufräder wie auf Kommando
unter dem Hintern weg und ich stürzte. Beim wegrutschen habe ich
dann einen Streckenpfahl umgemäht, der umknickte als ob er nur
ein Streichholz wäre. An diesem habe ich wohl leider mein Knie
angeschlagen und mir dabei eine grössere Verletzung zugezogen.
Der Arzt der Deutschen Nationalmannschaft hat mich am Abend
untersucht und mir jegliche Hoffnung auf einen Start an der WM
genommen.
Erste Diagnose: Scherbruch der Kniescheibe und –
oder - Zertrümmerung des darunter liegenden Knorpels. Beides
müsste man operieren und das würde für mich 8-12 Wochen Pause
bedeuten.
Ich habe aber noch etwas Hoffnung dass es nicht
ganz so schlimm ist, und werde am Dienstag 11Uhr zu einem
Spezialisten in der Schweiz "gehen".
23.1.05 WC
Hoogerheide (NL)
WC-Rennen werden langsam zur Gewohnheit. Da diese
Saison erstmals 11 WC Rennen ausgetragen werden, und es keine
separate WC- Endwertung mehr gibt, habe ich das Gefühl, dass
diese etwas an Wert verloren haben. Die UCI wirkt diesem Problem
künstlich entgegen indem es an allen WC-Rennen extrem viele
Punkte für die Weltrangliste zu gewinnen gibt.
Ich war trotzdem nervös vor dem Rennen da, ich
immer noch für einen guten Startplatz für die WM am Kämpfen bin.
Mein Ziel, maximal an 12. Stelle stehen zu können, habe ich zwar
erreicht, doch habe ich nach hinten nicht viel Reserve und
möchte mich natürlich weiter verbessern. Der Start gelang mir
wieder sehr gut. Ich bin an dritter Position ins Gelände
eingebogen. Die ersten 3-4 Runden bin ich sowohl taktisch als
auch physisch sehr gut mitgefahren. Sven Nys ist uns dann
weggefahren, als ob wir alle Anfänger wären. Leider bin ich dann
3 oder 4 Runden vor Schluss gestürzt und habe den Anschluss an
die 7-Mann-Verfolgergruppe erstmals in diesem Rennen verloren.
Eine Runde später war ich dann wieder dabei, bis die Kette vom
Kettenblatt gesprungen ist und ich erneut Zeit verloren habe.
Diesen Rückstand konnte ich nicht mehr wettmachen und bin als 9.
ins Ziel gefahren. Da ich in diesem Rennen zweimal etwas Pech
hatte, bin ich damit trotzdem zufrieden und freue mich nun auf
die WM in einer Woche.
16.1.05 WC Nommay (F)
Die wichtigen Rennen folgen zurzeit Schlag auf
Schlag. 3x Weltcup, SM und WM innerhalb von 5 Wochen.
Nachdem ich bis Mitte der Woche einige
Motivationsprobleme hatte, konnte ich mich aufs Wochenende zu
wieder fangen und wollte zeigen, was ich drauf habe.
Die Strecke in Nommay mag ich eigentlich gar
nicht. Trotzdem hatte ich mir vorgenommen, gleich vom Start weg
möglichst mit der Spitze zu fahren. Dieses Unterfangen gelang
mir sehr gut und in der 2. Runde habe ich kurzfristig die
Führung im Rennen übernommen. Leider ist mir kurz darauf
ziemlich die Puste ausgegangen und ich musste Fahrer um Fahrer
passieren lassen. Der 13. Zwischenrang war das vorübergehende
Resultat dabei. Etwa 4 Runden vor Schluss konnte ich mich fangen
und ich habe versucht, mich wieder zu verbessern. Dies gelang
mir erst nur langsam. In der vorletzten Runde habe ich die sog.
2.Luft bekommen und verbesserte mich bis auf den 7.Rang. Kurz
vor dem Ziel konnte ich auch noch den letzten Nicht-Belgier
Enrico Franzoi überholen und beendete das Rennen als erster
Nicht-Belgier auf dem sehr guten 6.Platz.
Mit dieser Klassierung konnte ich mich auf der
Weltrangliste erneut verbessern. Ich belege nun den 13.Rang.
9.1.05 Radquer
SM Meilen
Ich weiss gar nicht richtig, was ich schreiben
soll. Exrem schlecht bin ich gar nicht gefahren - ich konnte
meine zwei Begleiter einfach nicht abschütteln. Darauf hin habe
ich mich 2 ½ Runden vor Schluss entschieden, nicht mehr zuviel
Kraft zu investieren, um das Rennen im Sprint zu gewinnen. Ich
hatte das Gefühl, auf der stark ansteigenden Zielgeraden
gewinnen zu können. Eingangs letzter Runde hatte ich noch eine
letzte Attacke von Florian Vogel zu parieren. Dies fiel mir aber
nicht schwer und es lief alles auf einen Sprint hinaus. Leider
hatte ich 500 vor dem Ziel eine Kollision mit Florian Vogel bei
der ich stürzte und die geplante Titelverteidigung misslang.
Florian hat das Rennen daraufhin gewonnen. Ich wurde
Vizemeister. Michi Baumgartner, der über mich gestürzt ist,
wurde Dritter. Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Florian ist
aber sicher ein sehr gutes Rennen gefahren.
In einem Jahr wird es in Dagmersellen keine
Titelverteidigung von mir sein. Ich werde einfach versuchen, den
Titel wieder zurück zu holen.
02.01.05 WC
Aigle
Ich war wieder mal sehr nervös vor dem Rennen.
Ich musste wegen der UCI-Punkte unbedingt ein Top-Resultat
fahren. Besonders nervös gemacht hat mich, dass der Start extrem
wichtig werden würde und mir dies die letzten Rennen gar nicht
gelungen ist. Es hat aber gut geklappt und ich bin an 3.Stelle
ins Gelände eingebogen. Folgedessen konnte ich gut mit der
Spitze mitfahren und im 4. und 5. Umgang sogar das Rennen
anführen. Als ich Mitte Rennen mein Velo wechseln musste, habe
ich leider den Anschluss etwas verpasst und konnte die Lücke
nicht mehr schliessen. Ich habe aber noch mit dem Weltmeister
und einem weiteren Belgier um Platz 6 gekämpft und beide hinter
mir gelassen. Das war bestimmt mein bestes Rennen das ich je
gefahren habe.
Es zeigt aber auch dass meine Form in Hinblick
auf die SM vom Sonntag und die WM in drei Wochen stimmt.
01.01.05 GVA
Baal (B)
Baal - das Heimrennen von Sven Nys. Ich war an
diesem Tag nicht sonderlich motiviert, da das WC-Rennen von
Aigle in meinem Kopf einfach zu präsent war. Die ersten 300m bin
ich trotzdem gut weg gekommen. In der ersten Rechtskurve, durch
Behinderung eines anderen Fahrers, bin ich fast gestürzt und
habe viele Positionen verloren. Im Anschluss habe ich aber gut
ins Rennen zurückgefunden und war bald im Kampf um Platz 6. Ich
habe mich sehr gut gefühlt und war mir recht sicher, sogar noch
um den 5.Platz fahren zu können. Leider hat mich 3 Runden vor
Schluss ein Plattfuss des hinteren Reifens ereilt. Bis zum
Wechselposten bin ich bis auf den 12. Platz zurückgefallen, was
mich dazu bewog, das Rennen in Hinsicht auf Aigle vorzeitig zu
beenden.
29.12.04 GVA
Loenhout
Bei super schönem Wetter und mit über 10000
Zuschauern fand das wohl bestbesetzteste Rennen der Saison
statt. Die Strecke war wegen des Regens recht aufgeweicht und
mit einigen technischen Tücken gespickt. Ich habe wieder einen
sehr schlechten Start gehabt, konnte mich in der Folge aber
konstant vorarbeiten. Leider bin ich in dem Moment gestürzt, als
ich den Anschluss an die Gruppe um Platz 6 geschafft hatte und
bin folgedessen einige Runden mit 10-15sek Rückstand hinter
dieser hergefahren. Gegen Ende des Rennens hat mir einfach die
Kraft gefehlt um nochmal zusetzen zu können. Mit dem 11.Rang bin
ich aber nicht unglücklich.
28.12.04 WC
Hofstade
Für mich war es absolute Pflicht, an diesem
Welt-Cup Rennen ein gutes Resultat zu fahren, da ich dringend
Punkte für die UCI-Weltrangliste benötige. Ich hatte schon
wieder einen katastrophalen Start und befand mich nach der
ersten Runde etwa an 25.Stelle. Ich habe aber gut Kraft in
meinen Beinen geschürt und mich Runde für Runde einige Ränge
verbessert. 4 Runden vor Schluss lag ich an 16.Stelle - was
nicht mehr total schlecht gewesen wäre. Ich konnte aber noch
einmal richtig Gas geben und mir die Konkurrenten Reihenweise
schnappen. Den Letzten gerade 20m vor dem Ziel. Der 9.Rang nach
dem schlechten Start ist für mich sehr gut. Punkte habe ich
damit reichlich geholt.
26.12.04 SP
Diegem (B)
Mir glückte ein recht guter Start und ich konnte
mich die ersten 2 Runden in der 8er Spitze behaupten. Allerdings
war ich die ganze Zeit richtig am Anschlag und musste die
anderen 7 Fahrer in der dritten Runde ziehen lassen. Ich war zu
diesem Zeitpunk dermassen am Limit, dass ich mich einige Runden
nicht erholen konnte und weit zurück fiel. Die letzen drei
Runden habe ich mich aber nochmal etwas gefangen und bin
schliesslich als 16. über den Zielstrich gefahren. Extrem
schlecht ist das eigentlich nicht, zufrieden bin ich damit aber
überhaupt nicht.
Jetzt muss ich versuchen, mich so schnell wie möglich zu
erholen, damit ich am Dienstag zum Weltcup superfit am Start
stehe.
19.12.04
Hombrechtikon
1. Saisonsieg
In Hombrechtikon wollte ich unbedingt meine
Chance packen und den ersten Saisonsieg feiern. Das Rennen ist
recht gut gelaufen. Die ersten 2-3 Runden hatte ich etwas Mühe,
ins Rennen zu kommen. Als ich dann in der 4. Runde attackiert
habe, ist alles nach Plan gelaufen und ich konnte bei widrigsten
Verhältnissen mein erstes Rennen der Saison gewinnen. Leider war
das Wetter so brutal schlecht und kalt, dass es uns Fahrern
nicht mehr möglich war, direkt eine Siegerehrung durch zu
stehen. Zwei Stunden später war ich wieder aufgetaut und die
Siegerehrung konnte in der Sporthalle für alle nachgeholt
werden.
18.12.04 Essen
(B) GVA
Wir hatten an diesem Samstag sehr angenehme
Wetterverhältnisse in Belgien. Leichter Sonnenschein und ca.7°C.
Die Strecke war aber trotzdem sehr nass und an Schmutz hat es
nicht gemangelt. Ich bin anständig gestartet und die ersten 3
Runden in der Spitze mitgefahren. Da ich mich im Hinblick auf
Hombrechtikon nicht zu sehr verausgaben wollte, bin ich dann
aber 3 Runden nicht mehr mit der Brechstange gefahren und habe
etwas Gas zurück genommen. Das letzte Drittel habe ich dann
nochmal Gas gegeben und wieder einige Plätze gut gemacht. 17.
Rang ist gar nicht mal so übel. Vor einem Monat hätte ich das
mit vollem Einsatz nicht geschafft.
12.12.04
Kalmthout (B)
Erster Blumenstrauss an einem Belgischen Rennen!
Leider war es nur eine Geste des Veranstalters, mit der alle
Landesmeister geehrt wurden.
Zum Rennen bin ich echt gut gestartet und konnte
die ersten 2 Runden knapp mit der Neuner-Spitze mitfahren. In
der 3. Runde ist mir eine Halterung am Sattel gebrochen. Ich
habe dann noch 1 ½ Runden versucht so weiter zu fahren. Dies hat
aber leider nicht funktioniert und ich musste mein Velo
wechseln. Da es wieder ein sehr schnelles Rennen war, habe ich
auch gleich den Anschluss an die Gruppe verloren. In der Gruppe
um Platz 12 konnte ich aber gut mithalten und belegt den 13.Rang
8.12.04 WC
Milano
Eine fast total flache Strecke mit vielen
Richtungsänderungen. Ich bin mit sehr guten Beinen gestartet und
war mir sicher, eine gute Platzierung heraus fahren zu können.
Nach einem guten Start hatte ich aber leider bereits in der
ersten Runde weit entfernt vom Wechselposten einen Plattfuss am
Vorderrad. Ich bin damit vom 15. auf den 45.Rang zurückgefallen,
bis ich endlich mein Velo wechseln konnte. Ich konnte mich dann
konstant bis auf den 23.Schlussrang vorarbeiten. Eigentlich bin
ich ein gutes Rennen gefahren, doch leider hat das Glück nicht
ganz mitgespielt.
5.12.04 WC
Wetzikon
Auf der Strecke in Wetzikon bin ich die letzten
Jahre immer gut gefahren. Das machte mich doch recht
optimistisch, vor heimischem Publikum ein gutes Rennen zeigen zu
können.
Da ich auf der Weltrangliste nur noch auf dem
25.Rang gelegen bin, musste ich das Rennen aus der 4. Startreihe
in Angriff nehmen. Ich bezeichne mich aber fast ein bisschen als
Spezialist für „Start auf 400m-Bahn“. Ich weiss nicht wieso,
aber das liegt mir einfach. Mein Start gelang auch wunschgemäß.
Ich bin an 2. Stelle ins Gelände abgebogen, was optimal ist. Ich
konnte mich die ersten 2 Runden relativ gut an dieser Position
halten. Ab Ende der dritten Runde wurde es dann aber richtig
schwer für mich. Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft, in
der doch recht grossen Gruppe von über 15 Fahrern immer dabei zu
bleiben - obwohl wir immer weniger wurden. In der vorletzten
Runde hat dann Sven Nys attackiert. Ich hatte leider nichts mehr
entgegen zu setzten und versuchte einfach, das bestmögliche
Resultat zu erreichen. Mit dem 8.Rang kann ich sicher zufrieden
sein. Auf der Weltrangliste habe ich mich damit auch gleich auf
den 18.Rang verbessert. Der Aufwärtstrend geht also weiter.
28.11.04 SP
Gieten (NL)
Gieten war früher das zweite Sandrennen und meist
am selben Wochenende wie Koksijde. Leider haben die Veranstalter
aber fast alle Sandpassagen umfahren und uns dafür im tiefen
Lehmboden laufen lassen. Es war wirklich kein schönes Rennen.
Ich habe noch etwas schwere Beine vom WC Rennen vom Vortag
gespürt. Dazu wusste ich schon vor dem Rennen, dass es schwer
werden würde, meinen Rückflug nach Zürich zu erwischen. Als dann
das Rennen kurzfristig noch 15min nach hinten verschoben wurde,
bin ich nochmal so nervös geworden. Ich bin aber gar nicht mal
schlecht ins Rennen gestartet. Irgendwann hat aber einfach die
verbrauchte Kraft vom Vortag gefehlt und ich bin auf die
16.Stelle zurückgefallen. Auf diesem Platz lag ich dann auch,
bis mir 3 Runden vor Schluss mitgeteilt wurde, dass ich zur
Dopingkontrolle muss. Da wurde mir klar, dass ich den Rückflug
vergessen kann. Da bei mir die Luft eh schon raus war, habe ich
mich entschlossen, das Rennen eine Runde vor Schluss vorzeitig
zu beenden. Die späteste Check-in Zeit habe ich dann noch mit
5min Reserve geschafft.
27.11.04 WC
Koksijde (B)
Eigentlich ist
Koksijde eines der schönsten, aber auch schwersten Rennen der
Saison. Schwer ist es nicht nur Physisch sonder vor allem
technisch wegen den vielen Sandpassagen, die extrem schwer zu
fahren sind. Das Rennen verlief für mich gar nicht mal schlecht.
Der Aufwärtstrend der letzten paar Rennen ging bis 3Runden vor
Schluss weiter. Leider bin ich dann in der Gruppe, die um den
8.Rang gekämpft hat, arg gestürzt und habe den Anschluss
verloren. Der 17.Rang ist sicher nicht gut, aber mit meinem
gezeigten Rennen bin ich wirklich zufrieden. Natürlich war ich
aber auch froh, dass mich die linke Schulter während des Rennens
nicht wirklich behindert hat.
22.11.04 Der
nächste Dämpfer kommt bestimmt!!
Am Montagabend tat mir plötzlich die linke
Schulter wieder weh. Das Training vom Dienstag konnte ich aber
ohne Probleme absolvieren. Einige Zeit danach hatte ich aber
wieder so starke Schmerzen wie im Sommer. Am Mittwoch habe ich
trotz extremen Schmerzen doch versucht zu trainieren. Dieses
Vorhaben ist mir aber misslungen und ich musste nach 1,5h wieder
Heim weil ich es vor Schmerzen nicht ausgehalten habe.
Anschliessend waren wieder Telefonate, Arzttermine, Physio etc.
an der Reihe. Ich hoffe, bis Samstag wieder richtig Radfahren zu
können.
21.11.04
Asper-Gavere (B)
Das ist wohl meine am meisten gehasste Strecke.
Ich komme mit der Topographie einfach nicht zurecht. So stand
ich am Start und bin einfach auf Schadensbegrenzung gefahren.
Der 20.Rang ist dafür gar nicht mal so übel Angesicht dessen das
ich auch noch zweimal gestürzt bin.
20.11.04
Hooglede (B)
Da ich unter
der Woche endlich mal wieder anständige Trainings abliefern
konnte, hatte ich mir für dieses Rennen vorgenommen, endlich mal
wieder eine Platzierung meinem Niveau entsprechend zu machen.
Der 8.Rang ist dann auch wirklich nicht schlecht, wenn man
bedenkt das ich einen Belgier um gut 1min hinter mir gelassen
habe, der in dieser Saison in Schweizer-Quer-Rennen schon 2 mal
2.geworden ist. Ich hoffe jetzt geht es endlich wieder aufwärts.
14.11.04 WC
Pijnacker WC (NL)
Ich kann mich gar nicht erinnern wann ich das
letzte Mal aus der 3.Startreihe gestartet bin. Leider wars halt
so. Vor mir ist auch noch ein Fahrer aus dem Pedal gerutscht und
fast gestürzt. Ich bin dann sehr weit hinten ins Gelände
eingebogen. Die ersten 2 Runden war kaum an flüssiges fahren zu
denken. Ich musste ständig anstehen und sehr viele Fahrer
überholen, die ich sonst eher beim überrunden sehe. Ab Mitte
Rennen habe ich aber einen recht guten Rhythmus gefunden und
konnte immer wieder einen nach dem anderen Platz gut machen. Der
16.Rang ist sicher nicht berauschend, aber ein Zeichen, dass es
mit meiner Form wieder aufwärts geht.
11.11.04 Niel
(B)
Ich bin super gestartet und konnte mich bis ca.
Mitte Rennen in der Spitze halten. Danach ist mir aber etwas die
Puste ausgegangen und ich habe den Kontakt nach ganz vorne
verloren. Danach bin ich in 2 Runden zweimal gestürzt und habe
so jeweils gleich wieder den Anschluss an die nächste Gruppe
verloren. Das Rennen habe ich auf dem 21.Rang beendet. Damit
konnte ich natürlich nicht zufrieden sein.
3.11.04
Arztbesuch
Da ich jetzt schon 2 Wochen trotz Antibiotika
nicht gesund geworden bin, bin ich nochmal zum Arzt gegangen und
habe mein Blut erneut kontrollieren lassen. Da nichts mehr auf
einen akuten Infekt hingedeutet hat, habe ich mich anschliessend
mit meinem Trainer zusammengesetzt. Wir sind zu dem Schluss
gekommen, dass ich die Rennen am Wochenende in Ernegem und
Vossem absage und dafür 2x3 Tage richtig trainiere, damit ich an
den kommenden Rennen wieder mithalten kann.
01.11.04
Oudenaarde (B)
1.Rennen zur GVA-Trophee (Gazett van Antwerpen)
in Belgien. Ich hatte schon bei der Streckenbesichtigung keine
guten Beine und war beim Rennen von Anfang an chancenlos. Nach
gut 20min habe ich das Rennen weit ab- und niedergeschlagen
aufgegeben. Es ging einfach nicht.
31.10.04 Rüti
Saisonstart in der Schweiz und die Übergabe der
„Supporter-Club“-Jacken bei „Pneuhaus-Rütihof“ in Rüti.
Mein Start war ganz ok, obwohl ich schon beim
warmfahren gespürt habe, dass ich nicht wirklich Kraft habe und
es ein schweres Rennen für mich werden würde. An der Spitze
bildete sich dann bald eine sechser Gruppe. Trotz diversen
Tempover-schärfungen blieben wir ca. 30min gemeinsam vorne, bis
ich eine erneute Attacke nicht mehr mitgehen konnte und
abgehängt wurde. Ich belegte den 6.Rang und war damit natürlich
überhaupt nicht glücklich.
28.10.04 WC
Tabor
Nach einer erneuten Grippe bin ich noch nicht
richtig genesen am Start gestanden und war auch gar nicht
optimistisch. Nach einem schlechten Start habe ich aber bald
einen anständigen Rhythmus so um Platz 15 gefunden. Leider ist
mir dann aber die Kette gerissen und ich musste das Rennen nach
einem Velowechsel von fast ganz hinten wiederaufnehmen. Zu mehr
als dem 24. Rang hat es dann aber leider nicht mehr gereicht.
24.10.04
Superprestige Hamme-Zogge (B)
Leider musste ich dieses Rennen absagen, da es
mich am Freitag wie angeschossen ins Bett gelegt hat. Weil ich
schon zum 2. Mal in einem Monat krank bin, werde ich beim Arzt
alles genau untersuchen lassen. Die Quersaison ist ja nicht ewig
lang und ich möchte langsam aber sicher richtig Gas geben
können.
17.10.04
Superprestige Ruddervoorde (B)
Meine Beine waren recht gut am Start zu meinem
ersten Doppel-Wochenende. Leider habe ich mich bei der
Reifenwahl total vergriffen. Ich hatte in den Kurven absolut
keinen Grip und beendete das Rennen auf dem enttäuschenden 22.
Rang.
16.10.04
Middelkerke (B)
Ein belgisches Rennen bei richtig belgischem
Wetter: Regen von Start bis Ziel und dazu noch reichlich Wind.
Der Start gelang mir recht gut. Ich konnte mich
sofort in der ersten Gruppe festsetzten. Da ich Mitte dritter
Runde das Gefühl hatte, das Rennen sei zu langsam, habe ich
attackiert und konnte mich sofort leicht von meinen fünf
Begleitern absetzten. Eine Runde darauf bin ich gestürzt, konnte
aber das Rennen auf dem 2. Platz gleich wieder aufnehmen.
Anschliessend schlug die Defekthexe bei mir gleich zweimal zu.
Erst verklemmte sich ein Stück Ast in den Ritzeln des
Hinterrades. Da die Schaltung nicht mehr funktionierte, musste
ich mein Velo wechseln. Kaum hatte ich den Anschluss an die
Gruppe um Platz drei wieder hergestellt, verlor mein Reifen am
Hinterrad Luft und ich verlor endgültig jegliche Chance auf
einen Spitzenplatz. Ich konnte mich dann aber nochmal etwas
verbessern und wurde auf dem 7. Rang platziert.
10.10.04 1.WC
Wortegem-Petegem
Ich war schon lange nicht mehr so nervös vor
einem Rennen. Es war das erste Weltcuprennen der Saison und ich
war im Vorfeld fast eine Woche krank und ohne richtige
Trainings. Zudem war ein anständiges Resultat sehr wichtig, weil
ab Montag die UCI Reform Radquer in Kraft tritt. Das heisst, es
gibt eine neue UCI-Weltrang-liste, die entscheidend ist für die
Startposition.
Ich hatte einen mittelmäßigen Start, konnte mich
aber schnell vorarbeiten. In der Mitte des Rennens konnte ich
mich mit 5 weitern Fahrern von der grossen Spitzengruppe
absetzten. Das Tempo war für mich sehr gut. Ich hatte das
Gefühl, dass wir zwar sehr schnell unterwegs waren, ich aber
diesen Rhythmus bis ins Ziel durchhalten kann. Leider wurden wir
durch einen Sturz in der Gruppe etwas aufgehalten und das ganze
Feld konnte den Anschluss an uns wieder herstellen. Da die erste
Gruppe zu diesem Zeitpunkt etwa 30 Fahrer umfasste, war es fast
gleich zu fahren wie im Finale eines Straßenrennens. Ich hatte
leider Probleme, eine gute Position zu halten und nahm die
letzte Runde sehr weit hinten in Angriff. Zum Glück war ich
physisch noch nicht voll am Anschlag und konnte mich auf den 13.
Schlussrang verbessern. Damit kann ich, den Umständen
entsprechend, sicher zufrieden sein.
5.10.04 Nacht
von Woerden
Wegen zu starkem Schnupfen habe ich dieses Rennen
im Hinblick auf das am Sonntag stattfindende Weltcuprennen
abgesagt.
3.10.04 Quer
Berlin
Ein Quer das eigentlich gar kein Quer ist. Viele
Kurven, kurze Steigungen einige Treppen aber nur etwa 10m Rasen.
Ansonsten alles Teer- und Kiesstrassen. Eigentlich schade für
den schönen Park, in dem man eine super Strecke ausstecken
könnte. Ich bin stark erkältet am Rennen gestartet und habe nach
4 Runden aufgegeben, da ich einfach keine Luft bekommen habe.
Trotz alldem habe ich dem Team gesagt, dass ich nächstes Jahr
wieder kommen werde. Aber dann zum gewinnen.
2.10.04
Materialübergabe und Fototermin bei Stevens in Hamburg
Ich war richtig gespannt wie es im Stevens
Hauptsitz in Hamburg aussieht. Jetzt geht bei mir nichts mehr
ohne Stevens. Fürs Strassentraining habe ich ein rotes Stevens
Criterium mit der brandneuen Ultegra 10Speed Gruppe bekommen. Am
Nachmittag stand dann der Fototermin mit dem gesamten Team auf
dem Programm. Dies ist meist nicht sehr spektakulär, aber es
gibt immer wieder etwas zu lachen.
26.9.04 Quer
Erpe-Mere (B)
Das zweite Rennen dieser Saison, gleich auf einer
sehr schweren Strecke. Mein Start war gar nicht schlecht, aber
ich habe einfach nie richtig ins Rennen gefunden. 13. Rang ist
nicht gut, aber ok.
Leider ist an diesem Rennen ein tragisches
Unglück passiert. Der Belgische Nachwuchsfahrer Tim Pauwels ist
während dem Rennen aus noch ungeklärten Gründen
zusammengebrochen und gestorben.
22.9.04 Quer
Aalter (B)
Endlich begann die neue Quersaison richtig. Ich
war nicht mal richtig nervös, obwohl ich absolut unsicher wegen
dem Stand meiner Form war.
Mein Start aus der 2. Reihe war ganz ok. Ich fuhr
etwa an 10.Position ins Gelände und konnte mich dort auch
halten. Leider habe ich auf dieser ultraschnellen Strecke schon
in der 3. von 12 Runden den Anschluss an die Spitze verloren.
Mit dem 8. Rang bin ich aber einigermassen zufrieden. Ich weiss
jetzt dass meine Form nicht schlecht ist.
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