19.9.04 Kriterium Wangen i. A. (D)

Kriterien bin ich eigentlich immer sehr gerne gefahren. Diese Rennen sind einem Quer sehr ähnlich. Ich bin deshalb auch sehr motiviert gestartet und konnte mich bald mit der entscheidenden Gruppe vom Feld absetzten. Leider hat es mir in einer Kurve den Hinterreifen von der Felge gerissen und ich bin gestürzt. Das Rennen habe ich nach dem Radwechsel zuhinterst im Feld beendet.

 

18.9.04 Trainingsrennen Egerkingen

Ich kann nicht verstehen, warum diese Trainingsrennen in der Region Solothurn nicht von allen guten Fahrern der Schweiz zur Vorbereitung genutzt werden. Ich bin nicht sehr schnell gestartet, habe aber gegen Ende der ersten Runde das Tempo gesteigert und meinen Rhythmus gefunden. U23-Meister Simon Zahner hat dann die Spitze von mir übernommen und richtig aufs Gas gedrückt. In der 4.Runde habe ich wieder das Zepter übernommen und mich von im abgesetzt. Das Rennen habe ich nach 40min, wie von allen erwartet, gewonnen.

 

12.9.04 GP Kanton Genf

Mein Rennen. Hier habe ich schon zwei Mal gewonnen. Da es angeblich die letzte Austragung sein sollte, wollte ich unbedingt noch ein drittes Mal anfügen. Das Rennen verlief dann auch recht gut. Leider sind wir Elite-Fahrer wieder nicht schnell genug gefahren, um die mit Vorsprung gestarteten Junioren und Masters einzuholen. Im Sprint der Elite habe ich den 2. Platz belegt und bin damit wieder 5. geworden.

 

GP Lausanne 5.9.04

Schon wieder ein Handicap-Rennen. Nur 112km, aber 13min Rückstand auf die Junioren. Es war mir schon beim Start klar, dass es sehr schwer werden würde, diese einzuholen. Ich war dann schon überrascht, welch zügiges Tempo im Elitefeld von Beginn an gefahren wurde. Ich hatte aber lange nicht das Gefühl, wirklich am Anschlag zu fahren. In der dritten von acht Runden kam allerdings dieser Zeitpunkt. Zu Beginn der Schlusssteigung hatte ich zum zweiten Mal in dieser Saison einen Speichenbruch und musste das Hinterrad wechseln. Ich habe mir dabei relativ lange Zeit gelassen, um nicht nochmal absteigen zu müssen. Umso schwerer wurde dann das Einholen der Elitespitze. Dies gelang mir aber genau zum Ende der Steigung. Als wir bei Halbzeit immer noch über 6min Rückstand hatten, war mir eigentlich klar, dass der Sieger ein Junior sein wird. Im zweitletzten Umgang habe ich im Berg das Tempo noch mal richtig verschärft und mich mit zwei anderen Fahrern vom Elitefeld abgesetzt. In dieser Dreiergruppe sind wir bis zu Beginn der Schlusssteigung zusammen gefahren. Ca.400m vor dem Ziel habe ich das Tempo zum letzten Mal richtig beschleunigt und mir den 5. Rang gesichert. Leider sind noch 4 Junioren mit guten 4min Vorsprung übrig geblieben. 5. Rang, aber 1. der Elite ist wirklich nicht schlecht.

 

 

Eschenbach MTB 29.8.04

Ich war schon etwas nervöser vor dem Start als bei normalen Rennen. Dies ist aber auch klar, da ich meine Gegner nicht kannte und ich schon seit einem Jahr kein Cross-Country-Rennen mehr gefahren bin. Ausserdem ist es bei Rennen, an denen man sehr schnell starten muss, nur von Vorteil, etwas nervös zu sein. So geht es einfach besser.

Das Rennen hat für mich ziemlich gut begonnen, obwohl ich die erste Runde richtig am Anschlag fahren musste, um an der Spitze mithalten zu können. In der zweiten Runde ging es dann schon viel einfacher und ich habe mir einen Schlachtplan zurecht gelegt. Anfangs dritter Runde hat dann ein Umwerfer-Defekt meine Pläne durchkreuzt und mich zurückgeworfen. Ich habe versucht, den Anschluss noch mal herzustellen, doch leider habe ich dies nicht mehr geschafft. Ich habe das Rennen auf dem dritten Platz beendet und war schon etwas enttäuscht.

 

Strassenrennen Gippingen 28.8.04

 

Leider wurde dieses Rennen nicht mehr auf der grossen Strecke und als reines Eliterennen ausgetragen. Wir hatten auf die Junioren ein Handicap von 9 min aufzuholen. In der Schweiz gibt es aber immer noch Eliteteams und Fahrer, die den Sinn von Handicaprennen noch nicht begriffen haben. Eigentlich wäre es ja so, dass man erst alle Fahrer einholen muss, und dann das Rennen richtig beginnt. Es war aber so, dass sich einige Fahrer strikt geweigert haben, Führungsarbeit zu leisten.

Was soll’s. Ich war an diesem Samstag mit Sicherheit einer der aller Stärksten im Feld. Meine Kraft hat aber nicht gereicht, um das französische Team CC Etupes le Doubs fast im Alleingang unter Kontrolle zu halten. So gewann ein Fahrer aus diesem Team solo. Wir im Feld sprinteten um Rang 2. Ich belegte den 8.Platz.

 

 
Interview 24.08.04
 

Auf www.radsport-forum.de gibts ein Interview von mir zu lesen.
 


GP Schwarzwald 22.08.04

 

Der GP Schwarzwald gilt als schwerstes Eintagesrennen Deutschlands und war auf 162km mit 4000 Höhenmetern angesetzt. An der Teambesprechung habe ich meinen Kollegen mitgeteilt, dass ich im Finale kaum im Stande sein werde, mithalten zu können und deswegen bald attackiere. Dies habe ich dann auch getan. Doch leider hat es zu viele Fahrer gehabt, die dieselbe Idee hatten und mein Vorhaben ist gescheitert. Ich habe dann versucht, so lange wie möglich mit zu halten. In der vierten von sieben Runde wurde ich am langen Berg endgültig distanziert und habe das Rennen nach 93km aufgegeben.

Dafür, dass ich erst am Vortag aus dem Engadin zurückgekehrt bin, bin ich nicht unglücklich mit meiner Leistung. Bis zum 22.9., meinem ersten Internationalen Quer, bleibt noch ein ganzer Monat für Intensives Training.

 

Höhentrainingslager Engadin 01.8.04 - 21.8.04

 

2150km, 79h und fast 50´000 Höhenmeter sind die Eckdaten der drei Wochen im Engadin. Das Wetter war eigentlich ganz ok, obwohl ich gerne etwas mehr Sonne gehabt hätte. Da ich aber kein Training wegen schlechtem Wetter habe wegfallen lassen müssen, bin ich zufrieden.

Am härtesten waren für mich die 208 solo-Kilometer über Ofenpass, Stilfserjoch, Passo di Foscangno, Forcola di Livigno und Bernina. Alles ohne Windschatten und teilweise bei Regen in nicht ganz 8h. Am schönsten ist für mich immer die Runde Maloja, Splügen und via Albula zurück ins Engadin. Ich weiss nicht warum, aber Splügen und Albula fahre ich einfach sehr gerne, obwohl auch diese Runde 193km und 4000 Höhenmeter ergeben hat.

Ab Montag folgt eine Erholungswoche mit etwa 16h Radfahren total, inkl. dem Strassenrennen in Gippingen und dem MTB Rennen in Eschenbach am Sonntag.

Danach beginne ich mit den intensiven Belastungen und dem Quertraining.

 

 

29.7.04

Meiner Schulter geht es wieder viel besser. Zum Glück habe ich aber noch Zeit bis ich mit dem Geländetraining fürs Quer beginnen muss. Dies wäre nämlich noch nicht möglich. Auf der Strasse habe ich aber wieder mit dem Training begonnen und werde am Sonntag für mindestens 2 Wochen ins Höhentrainingslager im Engadin fahren.

Am vergangenen Sonntag war ich als Betreuer meines belgischen Mechaniker Guido, am Swiss Bike Masters in Küblis. Das war schon hart, beim Start eines Rennens zuschauen zu müssen, welches ich mir als grosses Ziel für den Sommer gesetzt hatte. Ja nun, wahrscheinlich werde ich in Küblis im nächsten Jahr wieder attackieren.


Trainingspause 12.7.04 bis 22.7.04

Da meine Schulter dringend eine Heilungspause benötigt, habe ich mich in Absprache mit meinem Trainer Kurt Bürgi, entschlossen auf das Swiss Bike Masters in Küblis zu verzichten und meine Sommertrainingspause um zwei Wochen vorzuverlegen. Um genau abzuklären was mit meiner Schulter los ist, stehen nun diverse Arzttermine an.

 

MTB Marathon WM Bad Goisern (A) 11.07.04

Das Wetter war schon seit Tagen durchzogen und so sahen wir am Start um 9Uhr nicht nur viele Zuschauer sondern auch Wolken und Regentropfen. Da meine Schulter vom Mittwoch immer noch schmerzte, versuchte ich diese mit einem Tape zu stabilisieren. Das half  zu Beginn des Rennens recht gut, gegen Ende wurden die Schmerzen aber immer stärker. Das Rennen selber verlief schon von Beginn an schlecht für mich. Da ich auf der Startrunde immer wieder durch schlechte Fahrer aufgehalten wurde, sah ich die Spitze das ganze Rennen lang nie. Nach 30km wurde mir bereits ein Rückstand von 4min mitgeteilt. Ich erhöhte daraufhin meinen Rhythmus etwas, da ich hoffte, doch noch ein gutes Resultat herausfahren zu können. Nach 60km war ich dann auch bis auf etwas über 1min vorgefahren und lag an ca. 20. Stelle, was gar nicht so schlecht gewesen wäre. Leider nahmen dann aber meine Schmerzen in der Schulter immer mehr zu und ich konnte teilweise den Lenker gar nicht mehr richtig halten. Am Ende wurde ich im 32. Rang klassiert.

 

Training auf WM Strecke Bad Goisern 07.7.04

Ich war gespannt auf die Strecke und machte mich kurz nach 11Uhr auf den Weg, diese zu rekognoszieren. Da ich mir vorgenommen hatte, die 30km Startrunde am Samstag zu besichtigen, ergab dies für heute eine Distanz von ca. 80km. Mit sehr viel Berg. Das Training machte mir schon bald richtig Spass. Ich hatte gute Beine hatte und die Strecke - bergauf und bergab - war hauptsächlich auf Kiesstrassen angelegt. Leider wurde meine Euphorie nach ca. 20km für kurze Zeit gestoppt; ein scharfer Stein machte mir einen feinen Schnitt in meine Tubeless Reifen, was bald zu einem Plattfuss führte. Ich reparierte diesen und fuhr weiter. Nach etwa 30km folgte eine lange Abfahrt. Da ich immer wieder Wanderer kreuzte, konnte ich es leider nicht richtig laufen lassen. Nach der Abfahrt folgte ein sehr steiler Anstieg mit einer etwas technischen Abfahrt, die mit einem flachen Singletrail auf einer Wiese endete. Ich nahm den Schwung mit auf die Wiese, als mir plötzliche eine Metallbarriere den Weg versperrte. Ich bremste was ging und stürzte unter der Barriere durch. Natürlich wieder auf meine bereits lädierte Schulter. Trotz grossen Schmerzen habe ich den Rest der Strecke doch noch absolviert.

 
 

MTB Marathon SM 4.7.04

72km und 2800Höhenmeter, das waren die Eckdaten der ersten Marathon Schweizermeisterschaft. Wir starteten um 9 Uhr und fuhren gleich zu Beginn etwa 10min bergauf. Dass ich physisch recht gut in Form bin, habe ich da gleich gemerkt. Ich hatte absolut keine Probleme, das Tempo der Spitze mitzugehen. Im zweiten Aufstieg wurde die Spitze immer kleiner und es blieben nur noch 6 Fahrer übrig, die reelle Chancen auf den Titelgewinn hatten. In der ersten gröberen Abfahrt sah ich meine Chancen auch schwinden, da ich keine Möglichkeit hatte dem Ersten zu folgen. Ich verlor aber trotzdem nur etwa 30sek. und konnte diese ohne Probleme wieder zufahren. Leider hatte ich in der nächsten Abfahrt noch viel mehr Mühe und unten fast 1.30min Rückstand. Das Rennen war für mich also schon fast gelaufen und ich fuhr meine eigenes Tempo weiter. Ich konnte so zwei Fahrer überholen, die mit technischen Problemen zu kämpfen hatten. Als mir dann bei km 35 mitgeteilt wurde, dass ich immer noch 1.30min Rückstand hätte, entschloss ich mich, im darauf folgenden, sehr langen Teerstrassenaufstieg alles zu riskieren, um den Anschluss ev. noch mal bewerkstelligen zu können. Mit grosser Anstrengung gelang mir dies tatsächlich und ich war somit auch wieder im Rennen. Mir war damit aber auch  klar, dass ich nur eine Chance auf den Sieg haben würde, wenn ich die Entscheidung bald, und in einem Aufstieg suchen würde. Dies versuchte ich sodann auch und wir waren bald nur noch 3 Mann ganz vorne. Als es dann wieder technisch wurde, war ich dermassen am Anschlag, dass ich mich kaum mehr konzentrieren konnte, und verlor sofort den Anschluss. Oben auf dem zweitletzten Berg hatte ich mir soviel Rückstand eingehandelt das ich mich nur noch darauf konzentrieren konnte wenigstens den dritten Platz ins Ziel zu retten. Dies gelang mir auch und damit bin nicht unzufrieden. Favorit war ich eh nicht wirklich und erstmals ein MTB Rennen ohne Sturz überstanden zu haben, ist ja auch etwas.


Strassen SM Pfaffnau  27.6.04

Meine Beine waren ganz ok, der Kopf war auch bereit und die Schulter behinderte mich nicht mehr wirklich. Ich musste aber endgültig feststellen, dass ich nicht in der Lage bin, mehr als 3-4 mal einen Bergpreis im Tempo Camenzind’s, Jeker’s und Konsorten hoch zu fahren. Da gleich 3km nach dem Start die entscheidende Gruppe gelaufen ist, war das Rennen leider auch sehr bald entschieden. Ich habe noch lange daran geglaubt, einen Platz unter den ersten zehn erreichen zu können. Dafür hat’s aber leider einfach nicht gereicht. Am Ende war ich 34.

Mit diesem Resultat bin ich natürlich garnicht zufrieden. Trotzdem, physisch bin ich sicherlich gut in Form und die werde ich an der MTB Marathon SM vom Sonntag im Wallis bestimmt ausspielen können.


Boucles de la Mayenne  (F)

Prolog (Donnerstagabend)

Wie viele wissen ist Zeitfahren nicht meine Stärke, sondern meine Schwäche. Erst recht bei angeschlagener Schulter und schmerzenden Handgelenken! Ich habe ganz einfach versucht, den Schaden in Grenzen zu halten. Da ich wegen meiner Schulterverletzung grosse Mühe hatte im Stehen zu fahren, musste ich mich halt im Sitzen über die 6,2km Distanz quälen. Ich landete im Mittelfeld, was angesichts der Dinge ganz ok ist.

 

1. Etappe (Freitag)

Die Etappe sollte etwas über 180km lang sein - mir fehlten am Ende aber fast 10km auf dem Tacho. Das Rennen verlief sehr nervös und ich hatte grosse Mühe mich in den Positionskämpfen des Feldes zu behaupten. Eigentlich kann ich dies ja sehr gut, bin aber erst kürzlich gestürzt. Aber mit Schmerzen sitzt man einfach zu wenig locker auf dem Rad und sieht die Löcher im Feld nicht. Ich war froh, heil ins Ziel gekommen zu sein und freute mich, dass wenigstens ein Mann vom Macandina Team in der 15er Spitze war.

 

2. Etappe (Samstagmorgen)

Ich hatte mir fest vorgenommen, in dieser Etappe auch mal ein bisschen vorne mitzumischen. Das Finale der 80km kam mir entgegen, da recht schnell gefahren wurde und sich so die Positionskämpfe in Grenzen hielten. Die letzten 2,5km waren leicht steigend und es bildete sich etwa 1,5km vor dem Ziel eine kleine Gruppe. Ich konnte auch noch aufschliessen und lancierte 200m vor dem Ziel den Sprint. Leider schoss genau in diesem Moment das Feld auf der anderen Strassenseite an mir vorbei und ich hatte keine Chance mehr. Trotzdem zeigt mir dies, dass meine Form nach wie vor gut ist.

 

3. Etappe (Samstagnachmittag)

Noch mal 90km. Zum Glück spielte das Wetter wieder mit und wir konnten weiter im Trockenen fahren. Da meine Beine nicht sehr toll waren, plante ich keine grossen persönlichen Aktivitäten. Ich wollte aber an den zwei Hügeln mit etwas über 100Höhenmeter versuchen Bruno zu lancieren, da dieser im Gesamten nur 40sek Rückstand hatte und sich noch verbessern konnte. Wir waren aber zu wenig stark und das Vorhaben misslang. Ich beendete das Rennen im Feld.

 

4. Etappe (Sonntag)

Das Rennen verlief wieder sehr nervös und eine Attacke folgte der anderen. Irgendwann konnte sich eine Gruppe absetzen und das Rennen schien gelaufen. Da die 6 Zusatzrunden in Laval nur gerade 3km lang waren, durften wir die Stadt nicht mit zuviel Rückstand erreichen, da die Spitze das Rennen sonst ohne uns hätte beenden können. Im Feld machte die Leadermannschaft plötzlich doch noch Tempo und wir konnten die Spitze auf dem letzten Kilometer wieder einholen. Also kam es zum Massensprint. Ich wollte aber nichts mehr riskieren und fuhr das Rennen im hinteren Teil des Feldes zu Ende.
 

 


Diens
tag 15.6.04

Trotz Schmerzen in meiner rechten Schulter habe ich heute versucht, ein Training zu absolvieren um herauszufinden ob ein Start in Frankreich sinnvoll ist. Sehr gut ist es nicht gegangen. Da an den nächsten 4 Wochenenden aber zwei SM (Strasse und MTB Marathon) anstehen, will ich es an der Boucles de la Mayenne unbedingt versuchen. Notfalls werde ich die 4 Rennen halt einfach nur mitfahren und versuchen so gut wie möglich zu trainieren. Dies ist immer noch viel besser als zu Hause zu warten bis die Schmerzen nachlassen.

 

MTB Marathon Estavayer le Lac 13.6.04

Ich bin sehr motiviert, aber auch nervös zu meinem ersten MTB Rennen der Saison gestartet. Die ersten paar Meter nach dem Start waren neutralisiert, aus diesem Grund war das Tempo auch sehr angenehmen. Nach ca. 3km fuhren wir den ersten Hügel hoch. Das Tempo war für mich am oberen Limit. Ich konnte meine gute Position aber trotzdem halten und fuhr von nun an das ganze Rennen mit der Spitze mit. Etwa bei Kilometer 20 attackierte Ralf Näf zweimal hintereinander. Beim ersten Mal konnte ich als einziger Fahrer mithalten, bei der zweiten Attacke hatte ich leider nichts mehr entgegen zu setzten. Ralf fuhr von da an das ganze Rennen alleine und gewann mit 1.20min Vorsprung. Ich konzentrierte mich auf den 2. Platz. Um diese Ziel zu erreichen, fuhr ich die letzten 20km total am Anschlag und war froh, mich in der ersten Verfolgergruppe halten zu können. Als wir dann auf den letzten Kilometer einbogen, war ich ziemlich sicher, den 2. Platz erreichen zu können. Leider bin ich 500m vor dem Ziel wegen einem Schwenker eines Konkurrenten gestürzt und nur noch 4. geworden. Mit meinem MTB Saison- Einstand bin ich trotzdem zufrieden. Bei meinem Sturz hatte ich auch grosses Glück, da ich trotz erster Befunde nichts gebrochen habe und am Donnerstag mit grösster Wahrscheinlichkeit trotzdem zur Boucles de la Mayenne starten kann.

 

Luxembourg 5.6.04 + 6.6.04

Zweimal mit der Pokertaktik gestartet und zweimal hat sie nicht funktioniert. Dies war aber auch klar, da man Rennen bei denen so viel attackiert wird, einfach nicht so fahren kann.

Da ich aber eine Regenerationswoche auf meinem Trainingsplan hatte, und wirklich nur wenig gemacht hatte, ist es nicht weiter schlimm, mal 340km im Feld zu absolvieren. So konnte ich relativ einfach einiges an Kilometern abspulen und dazu ganz einfach noch ein paar rennmässige Intensitäten fahren. Was dabei Rangmässig herausgeschaut hat, weiss ich nicht mal. Wichtig ist jetzt schnell einen guten Rhythmus zu finden, damit ich an meinem ersten MTB Marathon der Saison ein gutes Resultat zu Stande bringe.

 

Japan Tour 23.5.04 – 31.5.04

Reise

Das Team Macandina traf sich am Flughafen Zürich zur gemeinsamen Reise nach Japan. Nach 3h Aufenthalt in London ging die Reise endlich richtig los. Natürlich hatten wir für den 11h Flug nummerierte Plätze. Als die Türen des Jumbo geschlossen wurden, waren aber noch etliche Sitze - und zum Teil sogar ganze Reihen frei. Ich reagierte schnell und sicherte mir eine 3er Sitzreihe. Da ich dank des vielen Platzes 6h schlafen konnte, verging die Zeit wortwörtlich wie im Flug.


1. Etappe

Die 4km Runde in Osaka war komplett flach. Da das Rennen nur 96km lang war, wurde sehr forsch gestartet und es bildete sich sogleich eine 10Mann Spitze. Von uns war leider niemand dabei. Im Feld wurde aber ständig weiter attackiert. Auch ich versuchte es gelegentlich und irgendwann konnte ich mich mit einem Spanier absetzten. Wir brauchten 3 Runden bis wir endlich zur Gruppe aufgeschlossen hatten. Dort sah es lange danach aus, als ob wir es bis in Ziel schaffen würden. Dem war aber leider nicht so und wir wurden 2 Runden vor Schluss eingeholt. Im Sprint habe ich versucht, Jan so gut wie möglich zu unterstützen. Er belegte den 5. Rang, ich noch den 9.


2. Etappe

Das Rennen war auf 146km angesetzt und wurde in der Stadt Nara gestartet. Nach 20km neutralisierten Kilometern sollten wir die wellige und sehr kurvige 12km Rundstrecke erreichen. Ein Rennen vom Start weg 20km zu neutralisieren ist schon sehr ungewöhnlich. Noch spezieller aber war die Tatsache, dass der komplette Tourtross nach 3km wenden musste. Aus 20km wurden so 30km. Auf der Runde angekommen schenkten uns die Organisatoren ein paar Kilometer und wir hatten nur noch 122km zu absolvieren.

Im Rennen wurden wieder sehr viele Attacken gefahren. Irgendwann waren wir dann 35 Mann an der Spitze. Diese harmonierte aber sehr schlecht. Im Finale hatte ich recht gute Beine und versuchte mich mehrmals vergeblich abzusetzten. Leider klappte es erst, als bereits 3 Fahrer vorne lagen. Diese konnte ich mit meiner 4er Gruppe nicht mehr einholen. So belegte ich am Ende den 4.Rang. Im Gesamt konnte ich mich auch auf den 4.Rang verbessern.

 

3. Etappe

Nach dem Ruhetag mit über 6h Bustransfer ging ich gut erholt an den Start. Eine derart brutale Strecke wie in Shuzenij habe ich bis dahin noch nie gesehen. Auf 12 Runden à 8km hatten wir über 3200 Höhenmeter zu bewältigen. Kein einziger Meter war flach.

Wie immer setzte sich gleich am Start eine Gruppe vom Feld ab. Ich blieb ruhig, da ich meine Kräfte etwas sparen wollte, um ein gutes Finale fahren zu können. Bereits nach 30km begann sich die Gesamtersten aber zu bekriegen und ich musste viel früher als geplant ins Renngeschehen eingreifen. 5 Runden vor Schluss lief es mir überhaupt nicht mehr und ich musste meine Aktivitäten stark zurückschrauben, damit ich fürs Finale noch genug Kraft haben würde. 3 Runden vor Schluss übernahmen die Spanier mit drei Mann das Kommando und das Rennen beruhigte sich sogleich. Mir kam diese Taktik ganz gelegen, da ich nicht mehr viele Attacken hätte mitgehen können. In der letzten Runde setzte sich ein Spanier mit einem Japaner ab. Ich konnte 1500m vor dem Ziel alleine aufschliessen. Da ich die Etappe unbedingt gewinnen wollte, übernahm ich auf den letzten Metern keine Führung mehr und konzentrierte mich auf den Bergsprint. Bis 150m vor dem Ziel lief alles sehr gut für mich. Als der Spanier dann aber noch mal richtig zulegte, hatte ich nichts mehr entgegen zu setzten und musste mich mit dem 2. Platz begnügen. Dieser Rang ist aber auf dieser schweren Strecke wirklich ok.


4. Etappe

12x12km auf der Auto- und Töffrennstrecke von Motegi. Da ich mit einem Sprint rechnete, wollte ich nicht zu viel Kraft investieren. Dies war auch kein Problem, da sich wieder früh eine Gruppe absetzte, die aber vom Leaderteam kontrolliert wurde. Die letzten 2 ½ Runden wurden dann richtig schnell gefahren und die Spitze wurde sehr schnell gestellt. Für den Sprint war ich nicht optimal positioniert und belegt nur den 6. Rang


5. Etappe

Auf dem WM Kurs von Utsunomiya waren 15x10km zu absolvieren. Das Streckenprofil sah eigentlich recht angenehm aus. Als ich aber die Marschtabelle sah, ahnte ich das Schlimmste. Die Runde war wirklich total hart: kaum flach, ständiges auf und ab und dazu noch ein richtig steiler Berg von etwas über einem Kilometer.

Die ersten 2 Runden wurden gleich richtig schnell gefahren und an der Spitze blieben nur noch etwa 20 Mann übrig. Als sich dann eine Spitzengruppe absetzte, wurde es wieder langsamer und von hinten konnten noch mal etwa 20 Mann aufschliessen. Erst 4 Runden vor Schluss wurde am Berg endlich wieder attackiert. Mein Team übernahm die Initiative und machte für mich Tempo. In der  vorletzten Runde konnte ich mich mit vier anderen Fahrern absetzten und wir hatten bald über 50sek. Vorsprung. Ich hatte mir schon früh im Rennen einen Punkt ausgesucht, wo ich meine finale Attacke fahren wollte. Leider hatte ich einfach keine Beine mehr dafür und es kam zum 5er Sprint. Ich belegte den 4.Platz. Der Rang ist eigentlich ganz ok. Aber von 5 Fahrern im Sprint nur 4. werden ist doch eher schlecht. Da der Leader aber nicht in meiner Gruppe war, verbesserte ich mich im Gesamten auf den 3.Rang.

 

6. Etappe

Auf einer flachen 10km Rundstrecke hatten wir in Tokyo 150km zu fahren.

Es war über 30 Grad heiss und ich hatte schon bald grosse Probleme beim atmen. Meine Bronchien brannten wie Feuer und ich war froh, dass das Rennen nicht all zu schnell war. Mitte Rennen kam dann ein Fahrer vom Frankfurter Team zu mir und fragte mich ob ich meine 17sek auf den Leader noch wett machen wolle. Er würde 2km vor dem Ziel eine Attacke für mich fahren. Als es dann soweit war, existierte eine Spitzengruppe mit 10 Mann. Von meinen direkten Gegnern war aber niemand dabei und so starteten wir ca. 1500m vor dem Ziel die geplante Attacke. Er fuhr mich bis 1km vor das Ziel. Dort übernahm ich die Führung und fuhr Vollgas weiter. Ich glaube, kurzzeitig sah mein Angriff sehr gut aus. Die beiden Gesamt Ersten passten aber auf und konnten mich etwa 400m vor dem Ziel wieder einholen. Das Rennen war somit gelaufen. Ich belegte den sehr guten 3. Gesamtrang.


Fazit

Ich hätte nicht gedacht, dass ich in dieser Rundfahrt unter die ersten 10 kommen könnte. Eigentlich wollte ich aber eine Etappe gewinnen. Das Ziel habe ich mit dem 2.Rang in der 3.Etappe auch fast erreicht. Der 3. Gesamtrang hat für mich aber ebenfalls einen sehr hohen Wert, da ich an einem Etappenrennen noch nie auf dem Podium stand.

 


15.05.04 Kriterium Günzach (D)

Nach einer Woche Regeneration und ohne intensive Belastung war ich etwas misstrauisch vor dem Start. Das Rennen, über 90 Runden auf einem 900m Kurs, war von Beginn an recht forsch. Nach 20 Runden wollte auch ich versuchen ins Rennen einzugreifen und attackierte. Leider habe ich die dritte Kurve etwas blöd erwischt und bin gestürzt. Ich habe aber schnell mein Rad gepackt um weiter zu fahren. Da aber die Kette auch noch draussen war, konnte ich nicht gleich im Feld wieder anschliessen. Da das Reglement eine Rundengutschrift bei Defekt oder Sturtz vorsieht, habe ich diese angenommen und beim Ziel auf die Spitze des Feldes gewartet. Ich musste mich dann etwa 10 Runden etwas sammeln, bevor ich wieder richtig aufs Pedal drücken konnte. Sprintpunkte habe ich kaum welche gemacht. Da ich aber mit verschiedenen Gruppen das Feld zweimal überrundet habe hat’s trotzdem zum 8.Rang gereicht. Ein paar Euro hat’s dafür natürlich auch noch gegeben.

 


Fazit Slowenien

Ich hätte nicht gedacht, dass ich ohne Rennen gleich so gut mithalten kann. Zudem bin ich erstaunlich fit aus der Rundfahrt raus gekommen. Hoffe jetzt Form und Resultate werden bald noch besser.


 
7. Etappe

Endlich hat’s mal nicht schon am Start geregnet. Das Rennen begann gleich sehr zügig, da kurz nach dem Start bereits ein Bonifikationssprint auszufahren war. Anschliessend ging’s gleich in den ersten Hügel rein. Mein Gefühl in den Beinen war richtig gut und ich freute mich schon aufs Finale. Leider lief es dann nicht ganz nach meinem Gusto. Die Sprinterteams formierten sich viel zu früh und machten meinen Plan, auf den letzten Kilometern zu attackieren, zunichte. Im Sprint wurde ich dann trotz guter Position nur 7.


 
6. Etappe

Kurz vor dem Start haben die Veranstalter die Königsetappe um die Hälfte verkürzt. Ich war darüber gar nicht unglücklich und habe mich des schlechten Wetters zum Trotz richtig aufs Rennen gefreut. Mit guten Beinen am Start rechnete ich mir gute Chancen aus, meinen 10. Gesamtplatz halten zu können. Das hat leider nicht geklappt, ich fiel bis auf 17 zurück. Hatte einfach zu wenig Kraft um ganz vorne mitdrücken zu können.


 
5. Etappe

Unglaublich, 2 ¼ h Rennen fahren ohne Regen. Natürlich begann es dann trotzdem und es wurde auch noch richtig kalt. Wie jeden Tag wollte ich nicht zu viel machen um mich für den Sprint zu schonen.

Mitte Etappe hatte es einen richtig langen, steilen Berg. Die Spitze konnte ich dort nicht ganz halten. Mit dem Feld wurden aber alle Fahrer, bis auf Zwei, wieder eingeholt. Diese sind gefahren wie vom Teufel besessen und wir kamen einfach nicht richtig näher. Der letzte Kilometer war mitten in Villach zu fahren. Wegen den vielen Kurven, dem Regen und der Pflastersteinen habe ich 500m vor dem Ziel die Spitze übernommen. Auf den letzten Metern bin ich dann zu den zwei Führenden aufgeschlossen und wäre vielleicht sogar noch knapp vorbei gekommen. Leider war die Zielgerade so schmal, dass ich keine Möglichkeit hatte am TV-Moto und den zwei Spitzenfahrern vorbei zu kommen, und voll auf die Bremse musste. Auf der Rangliste dann nur der 4.Platz.


 
4. Etappe

Flach, windig und natürlich auch Regen. Flach und Wind mag ich ja so richtig! Etwa bei km 70 konnte ich mich mit 26 anderen Fahrern absetzten. Zusammen fuhren wir einen Vorsprung von über 12min auf Hauptfeld heraus und konnten den Sieg unter uns ausmachen. Ich war nicht mehr wirklich frisch und lag 20m vor dem Ziel aussichtslos an 7.Stelle. Plötzlich gab es einen Riesenknall vor mir und drei Fahrer lagen auf der Strasse. Ich konnte mit viel Glück und bremsen und ausweichen und belegte schliesslich den 5.Rang. Lieber nur 5. als Sturz.

 
 

3.Etappe
Schon wieder Regen. Ich hatte gute Beine, wollte mich aber etwas schonen für die kommenden Etappen. Am Schluss war eine dreier Spitze mit 20sek. Vorsprung, dann das Feld, in welchem ich etwa den 20.Rang belegt hatte. Nicht gut, aber OK.


1. + 2. Etape Tour de Slowenien
Regen, Regen nichts als Regen. Aber ich bin ja Querfahrer und von denen wird auch bei schlechter Witterung optimale Leistung erwartet.
Zur ersten Etappe bin ich mit sehr guten Beinen gestartet. Leider sind die Berge gegen Ende der 75km kurzen Etappe immer länger geworden. Ich hatte alle Mühe am ersten Feld mit ca. 30 Mann dran zu bleiben. Da wir eine Bergankunft hatten, machte es dies im Finale nicht einfacher. Ich konnte mich aber trotzdem mit einer kleinen Gruppe absetzten und mit kleinem Vorsprung die letzten vier steigenden Kilometern in Angriff nehmen. Leider war’s aber kurz danach geschehen und ich musste alles geben damit ich die Spitze halten konnte.
Ca. 20.Rang aber noch zeitgleich mit den Favoriten.
Am selben Tag gleich noch mal eine 70km Etappe. Leider wieder meist im Regen. Ich habe mich bis 15km zurückgehalten, um für den erwarteten Sprint noch ausreichend Kraft zu haben. Hat nicht schlecht funktioniert. 5. Rang.

 

GP KRKA Slowenien UCI 1.3, 02.5.04

Ich glaube, Slowenien ist ein gutes Pflaster für mich. Letztes Jahr habe ich hier eine Etappe und das Bergpreis Gesamt gewonnen. Es war noch nicht DIE Rundfahrt, aber es lief schon viel besser als an der Berner Rundfahrt.

Auf dem 18km Rundkurs, den wir 9x zu absolvieren hatten, ging das Rennen gleich sehr animiert los. Aber es konnte sich keine Gruppe richtig absetzten. Zwei Runden vor Schluss wurden dann die zwei Hügel so schnell hochgefahren, dass wir nur noch gut 20 Mann an der Spitze übrig blieben. Die letzte Runde verlief dann ohne richtige Attacken, aber sehr schnell, und es kam zum erwarteten Sprint. Ich konnte mich recht gut in Szene setzten und belegte den guten 5.Rang.

Macht 24 UCI Punkte. Nach dem 2.Rennen schon mehr als die Gesamten der letzte Saison

 


Berner Rundafahrt Lyss 25.4.04
Immer noch nicht 100% gesund bin ich in Lyss gestartet. Die ersten zwei Runden waren noch richtig ok. Danach habe ich aber bald gemerkt, dass von zwei Wochen rumkränkeln und ohne Training über 80km einfach zuviel sind. Ich habe mich trotzdem nicht schlecht geschlagen und wurde erst in der fünften und letzten Runde endgültig von der 26 Mann Spitze abgehängt. Die letzten 10km bin ich dann einfach noch ins Ziel gerollt.
Ich hoffe jetzt auf gute Gesundheit und Trainings damit ich ab dem 2.Mai in Slowenien richtig Gas geben kann.

 


Trainingslager Mallorca 6.3.04 - 10.4.04
Nach 5 Wochen Trainingslager auf Mallorca starte ich am Sonntag endlich in die Strassensaison 04.

Die ganze Vorbereitung ist fast optimal verlaufen. Leider bin ich kurz nach meiner Rückkehr in die Schweiz krank geworden und musste das Strassenrennen von Lancy absagen. Jetzt geht es mir zum Glück wieder etwas besser und die Rennsaison kann beginnen.

by www.huci.ch & www.christian-heule.com 2009