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30.12.07 Badiquer Schmerikon
Mein Rennen!
Als ich am Morgen um 6uhr aufstand, hatte ich erst mal einen
Schock. Das Wetter machte genau das was es nicht sollt: es hat
geschneit!!! Für mich und all die vielen freiwilligen Helfer
hoffte ich, dass sich das irgendwie einpendelt zwischen Wind und
Wolken. Einfach kein Niederschlag… Die viele Arbeit musste sich
doch mit vielen Zuschauern auszahlen.
Zum Hauptrennen waren dann richtig viele Leute vor Ort. Wir
schätzten die Zuschauerzahl auf etwa 3000.
Das Rennen lief von Beginn an super für mich. Ich hatte hinter
Ralph Näf einen super Start. Er machte die ganze erste Runde
viel Druck und wir fuhren gleich einen schönen Vorsprung heraus.
Dann hatte Ralph mit seinem Velo Probleme und ich musste zu
einem Solo ansetzten, das fast über die gesamte Renndauer führt
hat. Im Ziel war ich dementsprechend kaputt. Das kalte Nass kam
noch dazu und ich war froh, in meiner Privat-Garderobe im
Strandhotel eine richtig warme Dusche nehmen zu können. Der
zweite Sieg am zweiten Badiquer stimmte mich aber total
zufrieden.
28.12.07 Loenhout (B)
Die Strecke gefällt mir eigentlich sehr gut und sollte mir auch
liegen. Irgendwie klappt es aber einfach nie mit einem sehr
guten Resultat. Auch in diesem Jahr konnte ich nicht vorne
mitfahren und war in einer Gruppe um den 15.Platz beschäftigt.
Den 15. Konnte ich dann aber wenigstens herein fahren.
26.12.07 WC Hofstade (B)
Die Strecke ist sehr flach, die vielen Sandpassagen machen das
Rennen aber trotzdem sehr schwer. Ich hatte einen
hundsmiserablen Start und gleich zu Beginn Probleme mit meinem
Velo. Ich musste schon am ersten Wechselposten ein anderes Velo
nehmen und war zu dieser Zeit irgendwo um 40.Platz. Die Spitze
konnte ich weit vorne sehen, aber der Vorsprung war trotzdem
fast 30 Sekunden. Ich kämpfte mich durchs Rennen und kam auf dem
schlechten 19. Platz ins Ziel.
23.12.07 Meilen
Endlich.
Nach einem gelungenen Start waren wir schnell eine 6er Spitze.
In der 4.Runde attackierte ich erstmals und versuchte meine
Konkurrenz in Schwierigkeiten zu bringen. Dies gelang mir nicht
schlecht, aber die anderen
waren noch zu stark und holten mich wieder ein. In der Folge
hatte ich einige Runden mit Problemen zu kämpfen. Nach einem
Sturz wechselte ich das Velo mit
anderen Reifen. Bei diesem funktionierte aber die
Schaltung nicht richtig und ich musste 3 Runden später wieder
zurückwechseln. 4 Runden vor Schluss entschied ich mich dann
alles auf die letzte Runde zu setzten und konnte endlich wieder
mal ein Rennen gewinnen.
16.12.07 Fae di Oderzo (I)
Wäre ich sehr gerne gefahren da mir die Strecke gut hätte liegen
sollen und ein Sieg nicht unmöglich gewesen wäre.
Leider musste ich wegen Krankheit absagen.
9.12.07 Wetzikon
Der dritte Rang wäre eigentlich gar nicht so schlecht,
wenn man schaut welche zwei Fahrer vor mir liegen. Meine Beine
waren aber nicht super und es lief einfach nicht wie geschmiert.
Trotz 2 grossen Problemen des späteren Siegers Mouray konnte ich
nie in die Offensive gehen und das Rennen in meine Richtung
lenken. Ich bin jetzt schon über einen Monat ohne Sieg. Ich muss
das schnellstens ändern
6.12.07 Asteasu
Nach dem Rennen in Igorre hätte ich wohl besser mehr
trainiert als so viel rumgelegen. Am Rennen lief es gar
nicht. Mein Start war mehr schlecht als recht.
Power hat ich kaum und
technisch fuhr ich auch schlecht. Das Resultat war ein
miserabler 6.Rang. Mit einer einigermassen guten Leistung wäre
mindestens das Podium drin gewesen.
2.12.2007 Weltcup Igorre (E)
Wie jedes Jahr, seit ich hier fahre, wartete auf uns Fahrer eine
Schlammschlacht wie zu schlimmsten Zeiten des Radquer.
Die neue Strecke war zwar sehr schön anzuschauen, aber schon die
ersten Meter auf der extrem tiefen Wiese zeigten uns, dass Wohl
oder Übel wieder Fussmarsch angesagt sein wird. Im Ganzen hatten
wir wohl etwa einen Drittel der 2,5km langen Runde zu laufen. Es
war nach kaum einer Kurve möglich, auf dem Velo wieder zu
Beschleunigen, falls man diese nicht auch schon zu Fuss nehmen
musste.
Mein Start war mittelmässig. Ich konnte mich aber in etwa dort
halten wo ich losgefahren bin. Mein schlechtester Rang im Rennen
war der 12. Mit einem guten Sprint gegen einen jüngeren Fahrer
konnte ich mir aber den 9.Rang sichern.
25.11.07 Bützberg
Wie immer, wenn ich ein Rennen in der Schweiz fahre, möchte ich
dieses gern gewinnen. Ich war extrem müde von der Heimfahrt aus
Belgien am Vorabend und hatte auch nicht gerade einen guten
Start. In der Spitze konnte ich aber trotzdem mitfahren. Am
Anfang des Rennens eher mit Mühe, ab Mitte lief es dann etwas
besser. Drei Runden vor Schluss hatte ich - wie schon in
Steinmaur - an einer saublöden Stelle gleich nach dem
Wechselposten einen platten Hinterreifen. Mir blieb nichts
anderes übrig als den weiten Weg bis zum nächsten Materialdepot
so gut es ging zu bewältigen. Auf dem neuen Velo versuchte ich
nochmal mein Bestes und konnte mit einer schnellen Runde
wenigstens noch den dritten Rang belegen.
24.11.07 Weltcup Koksijde (B)
Technisch ist dieses Rennen für uns Schweizer bestimmt der
schwerste Weltcup der Saison. Viele für uns ungewohnte
Sandpassagen machen das Rennen für uns sehr schwer. Da ich
mittlerweile doch schon einige Male da oben gefahren bin, komme
ich einigermassen damit klar. Wenn ich gegen Ende des Rennens
richtig am Limit bin, mache ich aber leider immer noch zu viele
Fahrfehler.
Mein Start war nicht gerade berauschend, ich konnte aber
trotzdem in der 2. Gruppe mitfahren. An die 8-Mann Spitze bin
ich aber nie ganz ran gekommen. Einige Male hat nicht viel
gefehlt... Ich kämpfte mit meiner Gruppe bis zwei Runden vor
Ziel um den 9. Rang. Leider hatte ich dann zwei sehr schlechte
Runden mit massenhaft Fahrfehleren. Der 13.Rang ist darum nicht
zufriedenstellend.
18.+19.11.07 Das andere Weekend
Obwohl wir mitten in der Quersaison stehen hatte ich dieses
Weekend rennfrei. Rennfrei heisst natürlich nicht trainingsfrei.
Zur Abwechslung sah das Training einmal etwas anders aus als
sonst. Am Morgen fuhr ich jeweils
2h
mit dem Strassenvelo, am Nami war ich mit Freunden auf Skitour
und habe so einige Höhenmeter mehr zurückgelegt als üblich. Zum
Velofahren ist es temperaturmässig am unteren Limit für mich.
Auf den Skitouren war es dafür umso schöner: tolles Wetter und
perfekte Schneeverhältnisse.
Nächsten Samstag gilts dann wieder ernst, es steht der schwere
Weltcup in Koksijde auf dem Programm.
11.11.07 Weltcup Pijnacker (NL)
Schon am Samstag bei der Streckenbesichtigung war vorher zu
sehen, dass das 3.Weltcuprennen zur grossen Schlammschlacht
werden wird. Mir passte die Strecke aber trotzdem nicht schlecht
und ich freute mich auf den nächsten Tag.
Mein Start war ganz akzeptabel. Ich konnte die erste ganz kurze
Offroad-Passage gut hinter mich bringen und bog etwa an 5.
Stelle in das erste wirklich schwere Schlammstück ein. Gleich
bei der Einfahrt merkte, ich wie schwer das Gelände eigentlich
zu fahren ist und entschloss mich, dieses Stück zu Fuss hinter
mich zu bringen. Dieser Entscheid war gut, denn auf diese Weise
konnte ich mich ohne Hektik auf den 2. Platz vorarbeiten. Dann
verlor ich wieder ein paar Positionen, konnte mich aber lange
ganz knapp hinter der Spitze halten und immer wieder dazu
aufschliessen. Für mich lag zu der Zeit ein Rang zwischen 5 und
15 drin. Leider erwischte ich 4 Runden vor Schluss eine ganz
üble Spurrille die mich förmlich in eine Balustrade hinein
katapultierte. Dabei räumte ich etwa drei weitere Absperrungen
ab und lag auf irgendwie verkeilt zwischen Velo und Balustrade.
Alleine konnte ich mich nicht aus dieser blöden Lage befreien!
Erst mit Hilfe von zwei Zuschauern und einer Menge
Zeitverlust... Ich schulterte also mein Velo und wollte los
Rennen – aber das rechte Knie hat fast blokckiert! Der Schmerz
auf der Skala von 1 -10 war bei etwa 9. Die restlichen Runden
kämpfte ich mich noch irgendwie durch und schaffte gerade mal
noch den 20.Rang.
4.11.07 Superprestige Hamme-Zogge
Hamme-Zogge ist eines der wenigen Rennen in Belgien, das ich
noch nie gefahren bin. Vor Jahren wollte ich dieses Rennen schon
mal versuchen, die Lufthansa hat aber die Räder in Zürich
vergessen und ich musste meine Teilnahme absagen.
Die Strecke war typisch belgisch: Sandbunker, Treppen, Brücken
und andere Hindernisse, die den Rhythmus brechen aber für viel
Spektakel sorgen.
Ich hatte einen mittelmässigen Start, konnte auf der Zielgeraden
gerade noch so den Anschluss an die sehr grosse Spitzengruppe
schaffen. Dort arbeitete ich mich langsam vor bis ich in der 4.
und 5. Runde die Spitze übernahm. Damit hatte ich mich aber
etwas überdreht und ich verlor durch einen dummen technischen
Fehler viele Positionen. Im Finale lief es wieder einigermassen
und ich konnte mir den halbwegs anständigen 11. Platz sichern.
3.11.07 Hittnau
Mir gefiel die EM Strecke super gut. Sie war schwer aber
trotzdem flüssig zu fahren und für die Zuschauer sehr
übersichtlich angelegt. Unser Rennen wurde als Handicaprenen
ausgetragen. Wir Elitefahrer starteten mit zweieinhalb Minuten
Rückstand auf die Fahrer der Kat. B. Wie häufig an den Schweizer
Rennen übernahmen Simi Zahner und ich gleich das Zepter und
kämpften uns durch die mit Vorgabe gestarteten Fahrer. Nach etwa
der Hälfte des Rennens hatten wir alle Flüchtenden gestellt und
das Rennen konnte richtig beginnen. Trotz immer wieder Attacken
von Simi und mir bogen wir gemeinsam in die Zielgeraden ein. Im
diesem Sprint konnte mir Simi das Leben ausnahmsweise nicht so
schwer machen. Er rutschte etwa 200m vor dem Ziel aus dem Pedal
und ich konnte meinen 4.Saisonsieg verbuchen.
1.11.07 Magstadt
Mein Start war nicht schlecht und wenn ich auf Biegen und
Brechen gefahren wäre, hätte ich mir sicher auch die erste
Position schnappen können. Mir war die dritte Position aber weit
genug. Eingangs zweiter Runde übernahm ich kurz die Spitze und
drückte erst mal aufs Tempo, wodurch sich die grosse
Spitzengruppe sehr in die Länge zog. In der Folge musste ich
erst mal schauen wie ich an Simi dran bleiben kann. Ich hielt
mich eher zurück und forcierte nur gelegentlich. In der
vorletzten Runde hätte mich Simi beinahe auf dem falschen Bein
erwischt. Ende der Zielgeraden fuhr er die ersten paar Kurven
sehr aggressiv und gab mir gleich mal 20 Meter Rückstand, an
denen ich fast ein Drittel der Runde zu knabbern hatte, bis ich
endlich wieder an ihm dran war. Die letzte Runde bin ich dann
komplett von vorne gefahren, konnte ihn aber nicht distanzieren.
Meinen dritten Saisonsieg konnte ich mir also erst auf der
Zielgeraden sichern.
28.10.07 Steinmaur
Een dag om snel te vergeten…
So hiess es vor ca. 2 Wochen bei einem Kollegen aus Holland auf
seiner Homepage. Mir ging es in Steinmaur genau so: Ein Tag, den
man ganz schnell vergessen muss.
Nach einem schlechten Start bin ich zwei Mal gestürzt und nach
einem Platten am Vorderrad in der 8. Runde habe ich das Rennen
chancenlos und weit weg vom Materialposten aufgegeben. Ins
Rennen konnte ich nie eingreifen. In der 7. Runde bin ich aber
wenigstens Rundenbestzeit gefahren was zeigt, dass meine Beine
gar nicht so schlecht waren wie es für Aussenstehende ausgesehen
haben muss.
27.10.07 Weltcup Tabor (CZ)
Die Strecke war noch schwerer als im den letzten Jahren. Die
Veranstalter hatten eine beligsche Variante zum erschweren
übernommen und dafür einen etwa 30m langen Sandkasten gebaut. Er
war vermutlich um die 30cm tief und mit sehr viel Kraftaufwand
gerade noch so befahren werden konnte.
Ich hatte einen guten Start und bin an dritter Position ins
Gelände eingefahren. Die erste Runde lief eigentlich ganz gut.
In der 2. und 3. hatte ich aber einen grausamen Durchhänger und
fiel bis auf Platz 17 zurück. Irgendwie konnte ich mich dort
endlich fangen und etwas verschnaufen um mich fast 2 Runden
später langsam wieder auf Aufholjagd aufmachen. Der 8.Platz ist
sicher nicht schlecht aber angesichts der 2 katastrophalen
Runden sicher noch nicht das Optimum.
23.10.07 Nacht van Woerden (NL)
Mein 6.Saisonrennen und schon das Dritte in der Nacht. Der Start
war auf 20.30Uhr angesagt. Die Besetzung war gut - wie immer an
den Rennen in Belgien und Holland. Da wir auf der Autobahn
extrem viel Stau hatten, war meine Vorbereitung aufs Rennen
leider nicht optimal. Ich konnte die Strecke nur zweimal
abfahren und darum auch nicht austesten, welche Kurven ich wie
schnell fahren kann. Da ich mich aber noch etwas angeschlagen
vom Sonntag fühlte, war ich dafür länger als üblich auf der
Rolle zum warmfahren. Mein Start war ordentlich und ich konnte
mich in die ersten Positionen einreihen. Das Rennen war
unglaublich schnell aber auch sehr gefährlich. Die Strecke ist
sehr schmal und fast an jeder Kurve mit Gittern abgesperrt. Das
Tempo an der Spitze konnte ich die meiste Zeit gut mitfahren.
Ich konzentrierte mich auf das zu erwartende Finale des
Weltmeisters, der in der letzten Runde nur schwer zu bezwingen
ist. Erwin übernahm dann auch die Spitze eingangs letzter Runde,
ich war erst an 3. Stelle. Dann kam ich auf die 2.Position am
Hinterradad von Vervecken. Dummerweise konnte ich mich nicht
entscheiden, ob es besser ist zu Sprinten oder schon vorher die
Initiative zu ergreifen. Das zweite wäre besser gewesen. Den
Sprint habe ich nämlich um etwa 30cm verloren und meinen dritten
2.Platz der Saison belegt.
21.10.07 Weltcup Kalmthout (B)
Der erste Weltcup der Saison ist immer etwas Besonderes. Neben
der WM vermutlich für viele Fahrer das Rennen, an dem die meiste
Nervosität im Spiel ist. Das ist aber auch einfach zu erklären:
es geht bei diesem Rennen zum 1. Mal um richtig viele UCI Punkte
und damit um die Startaufstellung für die nächsten Rennen.
Schon bei der Streckenbesichtigung am Samstag fühlte ich mich
sehr gut. Auch technisch kam ich bedeuten besser zurecht als in
den Jahren zuvor. Vor allem eine eklig zu fahrende Partie gleich
vor dem Ziel hatte mir in den letzten Jahren immer wieder grosse
Schwierigkeiten bereitet. In diesem Jahr lief es aber sehr gut.
Das Rennen vom Sonntag konnte also kommen.
Mein Start war nur mittelmäßig, ich musste mich etwa um Position
10-12 einreihen, was nicht gerade der Hit ist wenn man
anschließend nur noch schwer überholen kann. Ich konnte aber gut
mitfahren und mich Ende erster Runde in der Spitze halten. Das
Rennen verlief in der Folge wie immer in den letzten Jahren: ein
riesen Gedrängel auf der Zielgerade, dann etwas Tempo raus
sobald man im Gelände ist und kurz vor der Zielgeraden wieder
richtig drauf drücken, damit die hinteren Fahrer möglichst
grosse Löcher zufahren müssen. Ab etwa Mitte Rennen versuchte
ich mich möglichst weit vorne zu platzieren und habe aus diesem
Grund immer wieder die Führung gehabt. Aus meiner Sicht war es
einfacher, das Rennen von der Spitze aus zu fahren als ständig
um jede Position wie ein Krieger kämpfen zu müssen. In die
vorletzte Runde ging ich in super Position. Ich versuchte aber
ein paar Körner zu sparen, da ich endlich mit der Attacke vom
meistens übermächtigen Sven Njs erwartete. Leider hat sich meine
Kette genau im Augenblick dieser Attacke vom Kettenblatt
verabschiedet. Ich versuchte so schnell wie möglich zu
reparieren, verlor dadurch aber einige Plätze, von denen ich nur
einen wieder schnappen konnte. Das Rennen beendete ich trotzdem
auf dem guten 7.Rang.
14.10.07 Quer Fehraltorf
Mein Plan: das Rennen gewinnen. Meine Beine wollten aber einfach
nicht wie ich. Schon in der vierten Runde hatte ich kein gutes
Gefühl mehr. Etwas verschenken ist aber nicht mein Stil und so
versuchte ich, Simi in der letzten Runde doch noch in den Griff
zu bekommen. Dies gelang mir aber nicht und ich verlor den
Sprint um den Sieg auf den letzten paar Metern. Ja nu, zweiter
ist ja eigentlich auch nicht schlecht. Und es kommen ja noch so
viele Rennen, bei denen ich es wieder versuchen kann.
26.9.07 Cross Las Vegas
Mein drittes Saisonrennen fand bei Vollmond in einem schönen
Park in Las Vegas statt. Die Strecke selber war technisch sehr
einfach, aber extrem schwer zu fahren. Bis auf etwa 150m pro
Runde war alles auf einem sehr schlecht rollenden Rasen zu
fahren war.
Ich hatte mich schon vor dem Start auf ein schweres Rennen
eingestellt, da die gesamte American Top League am Start war. Es
bildete sich schon bald eine 9-Mann Spitze mit allen
Hauptverdächtigen. Ich versuchte mich so gut es ging zu
verstecken und zurück zu halten, ohne dabei das Rennen aus den
Augen zu verlieren. Wirklich gefährliche Attacken kamen auch bei
diesem Rennen wieder nur von Trebon. Ich hatte aber mehrfach
grosse Mühe diese zu parieren. In die letzte Runde fuhren wir
dann - wie die letzten zwei Rennen - angeführt von Wiggs. Da ich
eine Vorahnung hatte wo die finale Attacke von Trebon kommen
würde, versuchte ich mich nochmal möglichst zu schonen und
überliess das Rennen den anderen. Auf die Zielgeraden bogen wir
wieder nur noch zu zweit ein. Dummerweise hatte ich während des
ganzen Rennens nicht gemerkt, dass die Strecke ca. 80m vor dem
Ziel einen leichten Knick macht. Im Sprint war ich schon fast
neben meinem Gegner als mir auf der rechten Seite ganz einfach
der Platz ausging und ich Gas rausnehmen musste um nicht zu
stürzen. 2. Rang ist eigentlich nicht schlecht. Geärgert habe
ich mich aber trotzdem weil ich mich für den Sprint noch sehr
gut gefühlt hatte.
Jetzt geht’s endlich wieder ab nach Hause! Ich freue mich Mega
auf Vroni und Tim.
24.9.07 Ankunft Las Vegas
Schon unglaublich diese Stadt. Man steigt aus dem Flieger und
das erste was man sieht sind einarmige Banditen oder wie auch
immer die Dinger heissen. Als nächstes ist mir der Teppich
aufgefallen. Las Vegas ist der einzige Flughafen den
ich kenne mit Teppich auf dem ganzen Boden. Die ersten paar
Minuten waren einfach nur beeindruckend. Alles ist noch grösser
und übertriebener.
Die Stadt selbst ist genau gleich. Die ganzen Casinos,
Leuchtwerbungen und alles sind fast schon krank. Irgendwie kommt
man aber gar nicht aus dem Staunen raus wenn man es zum ersten
Mal sieht.
23.9.07 Rad Racing GP Lakewood USA
Wieder schönes Wetter und das erste Quer in meinem Leben bei dem
es eine neutrale Verpflegung während dem Rennen gab. Die befand
sich gleich im Anschluss an eine der längsten Laufpartien die an
einem Quer zurückzulegen hatte. Sie war gute 80m lang und
richtig steil.
Ich hatte einen sehr guten Start und machte die ersten 2 Runden
richtig druck damit die Taktiererei nicht schon am Anfang
losgeht. Anfangs dritter Runde waren wir dann 4 Fahrer an der
Spitze. Ich beobachtete die anderen Fahrer möglichst gut und
merkte schnell, dass das Rennen wohl wieder zwischen Trebon und
mir entschieden werden wird. Meine drei Hauptgegner wechselten
sich gut mit ihren Attacken ab. Wirklich in Probleme kam ich
aber erst als mein Hinterrad kurz vor der Wechselzone Luft
verlor und ich mein Velo wechseln musste. Trebon verschärfte
genau zu der Zeit das Tempo und ich musste knapp eine Runde hart
kämpfen bis ich wieder richtig an seinem Hinterrad war. Ins
Finale kamen wir wieder wie Tags zuvor. Wiggs machte das Tempo
bis Mitte letzter Runde. In der langen Laufpartie attackierte
aber nicht Trebon sondern ich. Kurz vor dem Ziel konnte ich mich
einige Meter von den anderen lösen aber da ich in den vielen
Kurven auf Kiesstrassen zu wenig riskierte kam er wieder ran und
wir mussten den Sieg wieder im Sprint ausfahren. Diesmal konnte
ich ihn aber mit mehr als einer Velolänge Vorsprung bezwingen.
Mein zweiter Saisonsieg im zweiten Rennen war perfekt.
22.9.07 Star Crossed Redmond USA
Es war mein erstes Rennen in USA. Da ich als Favorit ins Rennen
ging wollte ich natürlich auch versuchen den Sieg und die 1000$
einfahren.
Am Start kam ich einigermaßen gut weg und konnte sofort mit den
Schnellsten mitfahren. Dass es ein hartes Stück Arbeit werden
würde merkte ich aber schon bald. Ich war in einer 3er Spitze
zusammen mit den zwei Teamkollegen Trebon (US Meister) und
Wiggs. Die legten los wie die Feuerwehr und schenkten mir
nichts. Ich musste abwechselnd die Attacken vom einen oder
anderen kontern und gelang gelegentlich stark in die Defensive.
Wiggs stürzte 2mal was mir jedes Mal etwas Luft, und ihn viel
Kraft kostete. Es kam dann wie es kommen musste und zum Glück so
wie ich es gehofft hatte. Wiggs lancierte das Finale schon 1 ½
Runden vor Schluss. Ich nahm, wie fast das ganze Rennen, die
zweite Position und wollte auf meine Chance warten. Kaum in der
letzten Runde griff Trebon wehement an und brachte mich in
mächtige Schwierigkeiten. Mir gelang es bis kurz vor dem Ziel
nicht das 5-10m Loch zu schliessen. In der zweitletzten Kurve
gelang mir aber ein gutes Manöver das mir die Spitze einbrachte.
Auf der Ziellinie wurde es nochmal richtig eng. Ich konnte
gerade mal ca. 30cm retten. Trotzdem, 1.Saisonsieg und Pflicht
erfüllt. Ich bin zufrieden.
19.9.-29.9.07 Saisoneröffnung in Amerika
Am Mittwoch fliege ich für drei Internationale Quer nach
Amerika. Die ersten zwei werden in der Nähe von Seattle
ausgetragen. Von da fliege ich nach Las Vegas und werde dort
mein drittes Saisonrennen bestreiten. Ich bin
gespannt wie’s mir läuft und bin neugierig wie Quer in Amerika
funktioniert.
7.-9.9.07 Oberösterreich Rdf.
Die Oberösterreich-Rundfahrt war mein letztes Strassenrennen für
diese Saison. Mein Ziel für Linz: ich möchte versuchen, eine
Etappe zu gewinnen. Nach der ersten Etappe, in der ich die
entscheidende Gruppe verpasste, änderte sich meine Situation
grundlegend. Wir hatten mit Sigi einen sehr guten Bergfahrer
dabei und wollten ihn in dieser super Position in die letzte
Etappe zu bringen, die mit einer Bergankunft endete. In Etappe 2
versuchte ich Sigi bestmöglich zu unterstützen. In der 3. und
letzten Etappe nochmal das gleiche. Obwohl wir die Strecke nicht
genau kannten, waren wir genau im richtigen Moment am richtigen
Ort um in den letzten Berg rein zu fahren. Sigi metzgerte sich
super und erreichte wie in der ersten Etappe den 3. Rang. Da er
die gefährlichen Leute im Gesamtklassement alle abhängte war er
Sieger des Gesamtklassements. Ich war als 6. im Ziel und belegte
den 15. Rang in der Gesamtwertung
26.8.07 MTB Eschenbach
Der ZO-Bikecup Eschenbach 2007 war wohl das Rennen mit der
besten Besetzung aller ZO-Cup Rennen. Ich versuchte, mich mit
einem aktiven Rennen nicht zu schonen, und nahm die gut
einstündige Belastung als gutes Training für die ersten Quer.
Als Frischi in der letzten Runde seine finale Attacke fuhr,
konnte ich nicht ganz mithalten und musste auch Gion Manetsch
passieren lassen. Mit dem dritten Rang war ich aber trotzdem
zufrieden. Meine Beine waren gut und die hohe Belastung über
eine Stunde verkraftete ich auch.
18.8.07
Handycaprennen Bern West
Ich startete
als Vorjahressieger zu diesem meist taktisch nicht ganz
einfachen Rennen. Die Strecke wurde zum Vorjahr leicht
abgeändert und war jetzt nochmal um einiges leichter zu fahren.
Im Ziel hatten wir Elitefahrer dann auch einen Schnitt von weit
über 44km/h. Das Bürgis Cycling Team war wieder komplett mit 8
Fahrern am Start. Das Ziel war klar: wir sollten versuchen das
Rennen wie in den letzten zwei Jahren auch wieder zu gewinnen.
Ich startete mit richtig schlechten Beinen ins Rennen. Nach 1 ½
Runden gings dann langsam besser, in der dritten von sieben
Runden hatte ich aber schon wieder ein schlechtes Gefühl. So
entschied ich mich, nicht aufs Finale zu warten sondern
lancierte immer wieder offensive Attacken oder fuhr in solchen
mit. Als wir uns in der drittletzten Runde tatsächlich
entscheidend vom Feld lösen konnten, war ich selber überrascht.
Die Situation passte mir aber gut. Bei einer Ankunft mit dem
Feld, mit meinen schlechten Beinen, rechnete ich mir keine
grossen Chancen aus. Unser Vorsprung vergrößerte sich schnell.
Und da mit Martin Kohler noch ein zweiter Fahrer vom Team dabei
war, schien mir ein Sieg des Teams mehr als realistisch. In der
letzten Runde versuchte ich es erst selber mit einer Attacke.
Als diese aber nicht richtig fruchtete, fuhr ich eher für
Martin, der das Rennen im Sprint ganz knapp vor mir gewann.
15.8.07
Strassenrennen Remiremont (F)
Zu acht waren wir im Bürgis Cycling Team noch nie am Start. Die
Zusammenarbeit hat aber gut funktioniert und wir waren in allen
wichtigen Gruppen gut vertreten. Mir lief es ganz gut. Auf der
Startrunde habe ich zwar alle Gruppen verpasst, nach gut 50 km
war ich aber wieder voll im Rennen. 30 km vor Schluss habe ich
von einem Meter auf den anderen grosse Probleme mit der Hitze
bekommen. Meine Gruppe war aber auch nicht mehr sehr stark und
ich konnte trotzdem mithalten. Am Ende schaute der 10. Platz für
mich heraus. Nicht gerade überragend aber da sich das Halsweh
zum Schnupfen entwickelt hat, ist dieser Rang trotzdem nicht
schlecht.
12.8.07 Eiger
Bike Grindelwald
Wegen
zunehmender Halsschmerzen die seit mehreren Tagen nicht
verschwinden, habe ich auf einen Start verzichtet und werde
versuchen bis Mittwoch wieder richtig fit zu sein. Dafür hab ich
den Chariot als Jogger mit Tim drin quer durch Grindelwald
geschoben. Auch eine Art Training…
31.7. bis
5.8.Tour AlsaceProlog:
Mannschaftszeitfahren
Obwohl der Prolog nicht für’s Gesamtklassement zählte, ist es
trotzdem eine Prestige-Sache sich mit dem Team Positiv zu
Präsentieren. Mit dem Bürgis Cycling Team standen wir zu sechst
am Start. Die zwei Runden à 2.1km waren technisch nicht ganz
einfach, wir meisterten die Sache aber besser als erwartet und
belegten hinter dem Rabobank-Conti-Team den 2.Rang.
1.Etappe:
Altkirch-Huninque 147km
Die Strecke war eher flach und optimal für mich, den
Rennrhythmus wieder zu finden. Wie immer in Frankreich
gestaltete sich das Rennen ab dem Startschuss sehr nervös und
auf jede Attacke folgte die nächste. Ab Mitte Etappe hatte ich
gegen aufkommende Bauchschmerzen und die Hitze zu kämpfen.
Beides wurde bis ins Ziel nicht mehr besser. Ich kam aber
trotzdem mit dem Feld ins Ziel.
2.Etappe: Strassbourg-Bischoffsheim 152km
Eine mittelschwere Etappe erwartete uns am 2. Tag. Die Hügel auf
der Zielrunde waren nicht sonderlich schwer, hängten aber gegen
Ende doch richtig an. Ich hielt mich den ganzen Tag eher zurück.
Auch im Sprint des Feldes mischte ich nicht mit.
3.Etappe: Guebwiller-Cernay 141km
Auf der Zielrunde hatten wir einen Berg von etwa 250 Höhenmetern
3mal zu fahren. Mir lief es den ganzen Tag gut, in der letzten
Runde pokerte ich am Berg aber zu hoch und ließ drei Fahrer
wegfahren. Ich ging ganz einfach davon aus, dass wir diese in
der Abfahrt problemlos wieder einholen würden. Das war aber
falsch. Den Sprint vom Feld um die Hausecken von Cernay gewann
ich, belegte aber trotzdem nur den 4.Platz.
4.Etappe: Habsheim-Rixheim 143km
Nach den Angaben des Höhenprofils hätte es fast eine Flachetappe
sein können. Die Hügel rollten aber so schlecht dass es mir
manchmal vorkam, als wären die Hügel Berge! Im sehr gefährlichen
Massensprint mit 4 rechtwinkligen Kurven auf dem letzten
Kilometer belegte ich den 6.Rang
5.Etappe:
Ribeauville-Ballon d’Alsace 158km
Ich hatte schon die ganze Woche das Gefühl am Berg mit den
Stärksten mithalten zu können. Berge von 5 bis 10km an Rennen
sind aber eigentlich nicht wirklich meine Stärke. Da ich im
Gesamtklassement aber immer noch gut im Rennen lag, wollte ich
nichts verschenken und meine Haut so teuer als möglich
verkaufen. Ich war überrascht wie viel Fahrer vor der
Schlusssteigung noch zusammen waren. Ich hatte aber eine gute
Position und konnte gleich vom Beginn der Steigung mit den
Schnellsten mitfahren. Durch das hohe Tempo und wiederholte
Attacken schmolz unsere Gruppe schnell auf knapp 10 Fahrer
zusammen. Es kam kaum Ruhe in die Gruppe. Jeder versucht
natürlich möglichst viele aus der verblieben Spitzengruppe
einzuholen. Ich belegte im Ziel den 7.Etappenrang und rutschte
dadurch auf den 9.Gesamtrang vor.
15.7. bis
30.7. Engadin 2
Einfach nur
traumhaft. Ich konnte auch dieses Trainingslager im Engadin
wieder bei super Wetter abhalten. Die Strecken führten mich über
alle Pässe die ab Pontresina in einem Tag machbar sind. Wer mal
einen Tipp für eine tolle Tour braucht, kann sich bei mir
melden. Strassentrainings – kenne ich wie meine eigene
Hosentasche!
8.
bis 14.7. Gigathlon
Wir vom Team
NMS Bern mit Raiffeisen 1 wollten versuchen in die Top Ten der
Gesamtwertung zu kommen. In der ersten Etappe bin ich mit dem
Quervelo die MTB Etappe gefahren. An den restlichen 6 Etappen
bin ich die Rennvelostrecke gefahren. Ich fuhr auf meiner
Strecke 6-mal Tagesbestzeit und einmal die zweitbeste Zeit. Mit
dem Team belegten wir den tollen 4. Schlussrang.
Falls es irgendwann einen weiteren 7 Tage Gigathlon gibt, werde
ich diesen mit Vroni im „Couple“ in Angriff nehmen.
16.6. bis 2.7. Trainingslager Engadin
Nach einer
Trainingspause gleich ins Engadin ist bestimmt nicht gerade
einfach aber nach ein paar Tagen gewöhnt sich der Körper an die
Höhe und ans Bergfahren. Einige der Pässefahrten brachten mich
richtig an Limit. Dies hat mir aber noch nie geschadet und wird
mir im kommenden Winter nur helfen. Total habe ich in den zwei
Wochen knapp 60Stunden trainiert und dabei wieder viele
Höhenmeter zurückgelegt.
Ferien vom Velofahren
Meine Ferien
habe ich natürlich gut überstanden und das Velo nie vermisst.
Jetzt geht aber das Arbeiten wieder los.
24.-27.5.07 Giro Festina Salzburg
Prolog:
Bergrennen über 6,5km, 400Höhenmeter mit Massenstart. Ich
rechnete eigentlich mit einem Zeitfahren, der Massenstart kam
mir aber ganz gelegen. Die Stracke war recht knackig mit zwei
recht steilen Stücken. Ich kam gut ins Rennen und belegte am
Schluss knapp den 4.Rang
1.Etappe:
Ich hatte wieder gute Beine und versuchte im Finale
mehrfach mein Glück in Attacken. Diese hätte ich aber besser
gelassen. Das Rennen wurde in der letzten Runde an einem 1km
langen Berg entschieden. Ich konnte nicht ganz mithalten und
wurde 11.
2.Etappe
Ich wollte von Beginn an sehr aktiv fahren und versuchte
mehrfach mit Gruppen dem Feld zu entwischen. Dies gelang aber
immer nur über wenige Kilometer. Auf den Schlussrunden fehlte
mir etwas die Kraft um ganz vorne mithalten zu können. In der
2.letzten Runde streckte ich aber die Flügel.
3.Etappe:
Irgendwie war mir das Glück an diesen Rennen nicht hold -
oder ich hatte die verkehrte Strategie. Ich wollte mich am
Anfang zurückhalten um im Finale nochmal richtig draufdrücken zu
können. Diese Taktik ging aber kräftig in die Hosen, da die
entscheidende Gruppe bereits in der ersten Runde wegfuhr.
20.5.07 MTB SM Gränichen
Die Strecke
war anspruchsvoll aber gar nicht schlecht für mich. Ich
erwischte nicht den besten Start und versuchte, mich möglichst
schnell nach vorn zu arbeiten. Als ich nach einer 3/4Runde
mühsam den Anschluss an die Spitze schaffte, fuhr ich mir gleich
einen platten Vorderreifen ein. Ich konnte aber sofort das Rad
wechseln, die Gruppe war aber endgültig weg. Ich versuchte noch
das Beste daraus zu machen, mehr als den 11.Rang schaffte ich
aber nicht mehr.
13.5.07 Swisspowercup Hasliberg
Ich hätte
lieber mal auf die erfahrenen MTB-Fahrer hören sollen. So hätte
ich mir diese Reise nämlich erspart.
Ich musste hinter der 80. Startposition ins Rennen gehen. Da die
gesamte Strecke fast nur aus Singletrails bestand, hätte ich
eigentlich gar nicht starten müssen. Das Rennen wurde aufgrund
meiner schlechten Beine zur mittleren Katastrophe. Aufgeben
wollte ich dann doch nicht. Im Rennen war ich mit schlechter
Moral und wenig Biss unterwegs und musste mich vom
MTB-Überflieger Julien Absalon überrunden lassen.
6.5.07
Strassenrennen Frauenfeld
Ich wollte unbedingt mal wieder versuchen, ein Strassenrennen zu
gewinnen. In der ersten Runde entwischte dem Feld aber gleiche
eine grosse Gruppe die sofort an Vorsprung gewann. Kurzzeitig
dachte ich dass das Rennen schon gelaufen sei. Ich machte mir
trotzdem noch ein bisschen Hoffnung und fuhr sehr aktiv vorne im
Feld mit. Etwa Mitte Rennen konnte ich mich dann doch mit
einigen Fahrern vom Feld lösen und wir nahmen die Verfolgung
auf. 35km vor dem Ziel schafften wir dann auch den Anschluss.
Kurz darauf verabschiedete sich Pirmin mit einem Tessiner Fahrer
von uns und das Rennen schien erneut gelaufen zu sein. 800m vor
dem Ziel kam es aber zum erneuten Zusammenschluss der 18 Fahrer.
Simi hat versucht mir den Sprint anzufahren. Ab 500m vor dem
Ziel war ich aber allein. Raus nehmen ging nicht mehr. Ich
entschloss mich kurzfristig für den kürzesten Weg in Richtung
Ziel. Dieser führte über eine Verkehrsinsel, wie es nicht allen
Sportlichen Leitern gefiel. Diese versuchten mich sofort mit
einem Protest zurück versetzten zu lassen. Nach längerer
Diskussion hat mich die Jury dann aber endgültig zum Sieger
erklärt. Einige Sportliche Leiter sollte man vielleicht mal
animieren, sich einige Quer’s anzuschauen. Dann sehen sie welche
Kunststücke man mit einem Rennvelo so vollbringen kann… Die
Rangliste war auf jeden fall 1.Heule, 2. Pirmin Lang 3. Lukas
Flückiger - alle drei bestens bewährte Querfahrer.
1.5.07
Kriterium Mauren
Wieder mit
dem Bürgi’s Cycling Team am Start, wollten wir versuchen das
Rennen zu gewinnen und möglichst viel Geld in Teamkasse zu
bekommen. Ich bin vom Start weg für die anderen Jungs gefahren.
Simi hat das Rennen dann auch klar gewonnen. Pirmin ist auch gut
gefahren, hat aber die Gruppe verpasst, ist aber trotzdem noch
5. geworden. Ich war irgendwo im Feld.
29.4.07 Rund um Rigi, Gersau
Rund um die
Rigi bin ich schon Jahre nicht mehr gefahren. Das Haupthindernis
ist die Schwyzerhöchi, vermutlich der schwerste Berg an einem
Schweizer Rundstreckenrennen. Gute 3km lang ist er mit einer
durchschnittlichen Steigung um die 10%. Das Feld wurde schon
beim ersten von drei Durchgängen etwa halbiert. In der zweiten
Runde wurde nochmal richtig gesiebt. So waren wir für die
letzten gut 60km nur noch 14 Mann, die den Sieg ausfahren
konnten. Im letzten Anstieg hatte ich aber keine guten Beine
mehr und kam gerade mal auf den 13.Platz.
28.4.07 Swisspowercup Perrefitte
Aufgabe noch
ca. 30min Renndauer. Ich lag eigentlich ganz gut im Rennen. War
ich doch kurz vor meinem Missgeschick an die Gruppe um den
dritten Platz aufgefahren. Ich hatte etwas Probleme in einer
Abfahrt und rutschte hinter dem Sattel runter. Meinem
Familienglück ging es darauf kurzzeitig so schlecht, dass ich
mich auf eine Wiese legen musste. Vor Schmerzen konnte ich nicht
mehr stehen! Nach 5min packte ich dann meine MTB und ging den
Berg zu Fuss hinunter. Ausser Spesen mal wieder nix gewesen.
22.4.07 Handicaprennen Oberwangen
Ich bin mit
guten Beinen ins Rennen gestartet, habe mich aber zurückgehalten
bis alle vor uns gestarteten Felder eingeholt waren. Als wir zu
den Junioren aufgefahren waren, startete ich sofort eine Attacke
und konnte mich mit zwei weiteren Fahrern absetzten. Der
Vorsprung war aber immer sehr gering. 25km später schlossen 10
weitere Fahrer auf, was die Vorentscheidung für dieses Rennen
bedeutete. In der letzten Runde wurden meine Kräfte massiv
weniger und ich konnte nicht mehr um den Sieg mitreden. Wieder
mal Spitzengruppe ist trotzdem nicht schlecht.
14.4.07
Swisspowercup Winterthur
Bei meinem
Swisspower Début musste ich aus Startposition 67 ins Rennen
gehen. Mir war schon vor dem Rennen klar, dass ich sehr weit
hinten stehen würde. Aber mit fast letzter Position habe ich
doch nicht gerechnet. Das Rennen ging ich dann auch eher
defensiv an, konnte aber Ende der 2.Runde mit viel Aufwand zur
Gruppe um den 4.Platz aufschliessen. Da die ersten drei an
diesem Tag mindestens eine Nummer zu gross für mich waren, war
mein Ziel der 4. Rang. Den ereichte ich zwar nicht ganz, mit dem
5.Rang bin ich aber trotzdem zufrieden.
Ein bisschen Sorgen macht mir mein linkes Knie. Ich habe es bei
einem Sturz, etwa Mitte Rennen ziemlich übel aufgerissen. Mal
schauen wie es am Montag aussieht, eventuell werde ich es dem
Arzt zeigen.
9.4.2007
Geburt von Tim
Am 9.4.2007
um 23.06 Uhr konnten wir Tim endlich zum ersten Mal in die Arme
nehmen. Vroni hatte einen mega „Chrampf“. Nach fast 1.5h mit
Presswehen wurde Tim mit der Saugglocke buchstäblich auf die
Welt gezogen. Beiden geht’s gut, sie werde aber noch ein paar
Tage im Spital bleiben und sich erholen. Ich freue mich schon
wenn ich die zwei nach Hause holen darf.
8.4.07 GP
Osterhas Affoltern am Albis
Ich hatte
gute Beine und bin bald gut zurecht gekommen. Im Rennen habe ich
versucht das Bürgi’s Cycling Team so gut wie möglich zu
unterstützen, was nicht schlecht funktioniert hat. Die Jungs
wurden erster, zweiter und vierter (Punktgleich mit dem
dritten). Selber bin ich zufrieden mit meinem Rennen. Meine Form
steigt von Woche zu Woche und das ist im Moment das wichtigste.
1.4.07
Annemasse-Bellegard-Annemasse
Am
französischen Frühjahrsklassiker betrat ich wieder mal Neuland,
an diesem Rennen nahm ich noch nie teil. Oberstes Ziel war ganz
klar Fortschritte an meiner Form feststellen zu können. Es lief
dann auch recht gut und ich musste erstmals nicht an jedem Hügel
an mein Limit gehen und konnte relativ gut mitfahren. Nachdem
mir ein anderer Fahrer ins Hinterrad gefahren war, hatte es eine
Speiche mitsamt Nippel aus der Felge gerissen. Leider konnte ich
trotz grossem Schlag im Rad und kaputter Felge erst etwa 20km
später wechseln und verlor dabei auch gleich den Anschluss ans
Spitzenfeld. Nach weiteren 20km im Grupetto habe ich das Rennen
aufgegeben.
25.3.07
Handicaprennen Jura
Die 120km bei
4Grad Lufttemperatur waren nicht ganz ohne. Ich habe es das
ganze Rennen nicht geschafft gute Beine zu bekommen und musste
am Berg einige Male kämpfen, um im vorderen Feld bleiben zu
können. Ich war von Start bis ins Ziel schlecht.
17.3.07
Strassburg
Es war
relativ kalt, und ich alles andere als in Form, trotzdem lief es
mir bedeutend besser als erwartet. Richtig ins Rennen eingreifen
konnte ich nie, aber wenigstens habe ich das Team einigermassen
unterstützen können. Mit einem Doppelsieg von Martin vor Simon
ist das Bürgis Cycling Team toll in die Saison gestartet
Sommersaison
„Nach der
Quersaison, ist vor der Quersaison“ - eine uralte Weisheit in
meiner Sportart. Die Basis für jede Quersaison holt man sich im
Sommer an Strassen- oder MTB- Rennen. Ich werde wieder beides
machen. Zum einen möglichst vielen Strassenrennen, zum anderen
werde ich zum ersten Mal an einigen Swisspower MTB Rennen
teilnehmen. Was beim Sommerhöhepunkt, an der MTB Cross Country
SM in Gränichen heraus schaut werden wir sehen.
29.1.07 UCI
Weltrangliste und Rennen im Februar
Dank SM, den
2 guten Weltcuprennen und der WM konnte ich mich in den letzten
Wochen vom 8. auf den 6.Rang der Weltrangliste verbessern.
Leider scheinen diese Resultate die belgischen Veranstalter
nicht zu Interessieren. Diese wollen mich für die nächsten
Rennen nicht verpflichten.
So kommt es, dass ich nicht wie alle anderen Spitzenfahrer an
noch drei Wochenenden hoch dotierte Rennen in Belgien fahren
kann. So bleibt mir nichts übrig als zu hoffen, dass die Fahrer
hinter mir auf der Weltrangliste keine guten Resultate mehr
fahren. Ich müsste damit meinen Platz im Ranking nicht kampflos
abgeben.
28.1.07 WM
Hooglede-Gits
Nach einem
mittelmässigen Start konnte ich mich mit einer riskanten
Fahrlinie innerhalb von 50Metern um etwa 10 Positionen
verbessern und lag gleich sehr gut im Rennen. In der 2. Runde
konnte ich zusammen mit Bart Wellens zu den zwei Spitzenfahrern
Sven Njs und dem späteren Weltmeister Erwin Verwecken
aufschliessen. Mit den drei grossen Favoriten konnte ich
einigermassen gut mithalten. In der vierten Runde gab es einen
grossen Zusammenschluss in der Spitze. Wir waren plötzlich nicht
mehr vier, sondern mehr als 10Fahrer, die das Rennen anführten.
Durch diverse Stürze wechselten die Positionen in den ersten
Rängen immer wieder. Ich kam relativ gut durch und belegte den
9.Rang. Das ist mein bisher bestes Resultat, das ich an einer WM
herausgefahren habe und ich bin damit nicht super happy, aber
auch nicht unglücklich.
21.1.07 Weltcup Hoogerheide
Ich bin noch
selten zu einem Rennen gestartet unter so extremen
Wetterbedingungen. Etwa 45min vor unserem Start hat es begonnen
wie aus Kübeln zu Regnen und die Temperatur ist in kürzester
Zeit etwa 5 Grad gesunken. Im Rennen wurde es brutal kalt und
die meisten Fahrer hatten mehr mit den äusseren Bedingungen als
mit der Strecke oder Gegnern zu kämpfen. Ich habe es auf den
guten 5.Rang geschafft und war damit trotz Unterkühlung sehr
zufrieden.
Eine Minute vom Rennen unter diesem Link:
http://www.youtube.com/watch?v=PXQMw4n29qU
14.1.07
Weltcup Nommay
Nach einem
guten start konnte ich mich 2 Runden gut in der Spitze
behaupten. In der dritten Runde konnte ich das Tempo nicht mehr
halten und musste etwas zurück nehmen. Leider dauerte das zurück
nehmen etwas zu lange und ich viel bis auf den 14. Rang zurück.
Irgendwann ging es aber doch wieder besser und ich konnte mich
mit viel kämpfen auf den 8.Rang verbessern.
7.12.07 SM
Steinmaur
Schon am
Samstag bei der Streckenbesichtigung bin ich sehr gut zurecht
gekommen und habe mich super gefühlt. Dank dem Regen über Nacht
hat es mir fast noch besser gefallen. Trotz all den guten
Vorzeichen war ich sehr nervös vor dem Rennen. Der nicht sehr
hektische Start und die guten Beine ließen mich aber bald
optimistisch werden. In der 4. Runde drückte ich zum ersten Mal
aufs Gas und konnte mich gleich von Flo und Simi absetzten. Der
Vorsprung pendelte sich zwischen 20 und 30 Sekunden ein was mir
nicht erlaubte, komplett auf Sicherheit zu fahren. Ich musste
weiter Gas geben da sich die anderen zwei hinter mir nichts
schenkten. Als ich dann zum letzten Mal auf die Zielgerade bog,
war es ein mega Gefühl. Ich konnte meinen Sieg richtig
geniessen, mich feiern lassen und musste nicht wie bei meinen
letzten zwei Titeln bis auf den Zielstrich Stress machen.
2.12.07 Dübendorf
Nicht mein
Tag und nicht meine Strecke. Ich versuchte trotzdem mein Bestes,
Simi war aber ganz klar stärker als ich. Ich machte einen Fehler
nach dem anderen und er zog mir davon. Mit dem 2. Platz war ich
natürlich nicht zufrieden, wollte aber meine Lehren ziehen für
die anstehende SM.
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