30.12.07 Badiquer Schmerikon

Mein Rennen!

Als ich am Morgen um 6uhr aufstand, hatte ich erst mal einen Schock. Das Wetter machte genau das was es nicht sollt: es hat geschneit!!! Für mich und all die vielen freiwilligen Helfer hoffte ich, dass sich das irgendwie einpendelt zwischen Wind und Wolken. Einfach kein Niederschlag… Die viele Arbeit musste sich doch mit vielen Zuschauern auszahlen.
Zum Hauptrennen waren dann richtig viele Leute vor Ort. Wir schätzten die Zuschauerzahl auf etwa 3000.
Das Rennen lief von Beginn an super für mich. Ich hatte hinter Ralph Näf einen super Start. Er machte die ganze erste Runde viel Druck und wir fuhren gleich einen schönen Vorsprung heraus. Dann hatte Ralph mit seinem Velo Probleme und ich musste zu einem Solo ansetzten, das fast über die gesamte Renndauer führt hat. Im Ziel war ich dementsprechend kaputt. Das kalte Nass kam noch dazu und ich war froh, in meiner Privat-Garderobe im Strandhotel eine richtig warme Dusche nehmen zu können. Der zweite Sieg am zweiten Badiquer stimmte mich aber total zufrieden.

28.12.07 Loenhout (B)
Die Strecke gefällt mir eigentlich sehr gut und sollte mir auch liegen. Irgendwie klappt es aber einfach nie mit einem sehr guten Resultat. Auch in diesem Jahr konnte ich nicht vorne mitfahren und war in einer Gruppe um den 15.Platz beschäftigt. Den 15. Konnte ich dann aber wenigstens herein fahren.

26.12.07 WC Hofstade (B)
Die Strecke ist sehr flach, die vielen Sandpassagen machen das Rennen aber trotzdem sehr schwer. Ich hatte einen hundsmiserablen Start und gleich zu Beginn Probleme mit meinem Velo. Ich musste schon am ersten Wechselposten ein anderes Velo nehmen und war zu dieser Zeit irgendwo um 40.Platz. Die Spitze konnte ich weit vorne sehen, aber der Vorsprung war trotzdem fast 30 Sekunden. Ich kämpfte mich durchs Rennen und kam auf dem schlechten 19. Platz ins Ziel.

23.12.07 Meilen
Endlich.
Nach einem gelungenen Start waren wir schnell eine 6er Spitze. In der 4.Runde attackierte ich erstmals und versuchte meine Konkurrenz in Schwierigkeiten zu bringen. Dies gelang mir nicht schlecht, aber die anderen waren noch zu stark und holten mich wieder ein. In der Folge hatte ich einige Runden mit Problemen zu kämpfen. Nach einem Sturz wechselte ich das Velo mit anderen Reifen. Bei diesem funktionierte aber die Schaltung nicht richtig und ich musste 3 Runden später wieder zurückwechseln. 4 Runden vor Schluss entschied ich mich dann alles auf die letzte Runde zu setzten und konnte endlich wieder mal ein Rennen gewinnen.
 

16.12.07 Fae di Oderzo (I)
Wäre ich sehr gerne gefahren da mir die Strecke gut hätte liegen sollen und ein Sieg nicht unmöglich gewesen wäre.
Leider musste ich wegen Krankheit absagen.

9.12.07 Wetzikon
Der dritte Rang wäre eigentlich gar nicht so schlecht, wenn man schaut welche zwei Fahrer vor mir liegen. Meine Beine waren aber nicht super und es lief einfach nicht wie geschmiert. Trotz 2 grossen Problemen des späteren Siegers Mouray konnte ich nie in die Offensive gehen und das Rennen in meine Richtung lenken. Ich bin jetzt schon über einen Monat ohne Sieg. Ich muss das schnellstens ändern

6.12.07 Asteasu
Nach dem Rennen in Igorre hätte ich wohl besser mehr trainiert als so viel rumgelegen. Am Rennen lief es gar nicht. Mein Start war mehr schlecht als recht. Power hat ich kaum und technisch fuhr ich auch schlecht. Das Resultat war ein miserabler 6.Rang. Mit einer einigermassen guten Leistung wäre mindestens das Podium drin gewesen.

2.12.2007 Weltcup Igorre (E)
Wie jedes Jahr, seit ich hier fahre, wartete auf uns Fahrer eine Schlammschlacht wie zu schlimmsten Zeiten des Radquer.
Die neue Strecke war zwar sehr schön anzuschauen, aber schon die ersten Meter auf der extrem tiefen Wiese zeigten uns, dass Wohl oder Übel wieder Fussmarsch angesagt sein wird. Im Ganzen hatten wir wohl etwa einen Drittel der 2,5km langen Runde zu laufen. Es war nach kaum einer Kurve möglich, auf dem Velo wieder zu Beschleunigen, falls man diese nicht auch schon zu Fuss nehmen musste.
Mein Start war mittelmässig. Ich konnte mich aber in etwa dort halten wo ich losgefahren bin. Mein schlechtester Rang im Rennen war der 12. Mit einem guten Sprint gegen einen jüngeren Fahrer konnte ich mir aber den 9.Rang sichern
.

25.11.07 Bützberg
Wie immer, wenn ich ein Rennen in der Schweiz fahre, möchte ich dieses gern gewinnen. Ich war extrem müde von der Heimfahrt aus Belgien am Vorabend und hatte auch nicht gerade einen guten Start. In der Spitze konnte ich aber trotzdem mitfahren. Am Anfang des Rennens eher mit Mühe, ab Mitte lief es dann etwas besser. Drei Runden vor Schluss hatte ich - wie schon in Steinmaur - an einer saublöden Stelle gleich nach dem Wechselposten einen platten Hinterreifen. Mir blieb nichts anderes übrig als den weiten Weg bis zum nächsten Materialdepot so gut es ging zu bewältigen. Auf dem neuen Velo versuchte ich nochmal mein Bestes und konnte mit einer schnellen Runde wenigstens noch den dritten Rang belegen.

24.11.07 Weltcup Koksijde (B)
Technisch ist dieses Rennen für uns Schweizer bestimmt der schwerste Weltcup der Saison. Viele für uns ungewohnte Sandpassagen machen das Rennen für uns sehr schwer. Da ich mittlerweile doch schon einige Male da oben gefahren bin, komme ich einigermassen damit klar. Wenn ich gegen Ende des Rennens richtig am Limit bin, mache ich aber leider immer noch zu viele Fahrfehler.
Mein Start war nicht gerade berauschend, ich konnte aber trotzdem in der 2. Gruppe mitfahren. An die 8-Mann Spitze bin ich aber nie ganz ran gekommen. Einige Male hat nicht viel gefehlt... Ich kämpfte mit meiner Gruppe bis zwei Runden vor Ziel um den 9. Rang. Leider hatte ich dann zwei sehr schlechte Runden mit massenhaft Fahrfehleren. Der 13.Rang ist darum nicht zufriedenstellend.

18.+19.11.07 Das andere Weekend
Obwohl wir mitten in der Quersaison stehen hatte ich dieses Weekend rennfrei. Rennfrei heisst natürlich nicht trainingsfrei. Zur Abwechslung sah das Training einmal etwas anders aus als sonst. Am Morgen fuhr ich jeweils 2h mit dem Strassenvelo, am Nami war ich mit Freunden auf Skitour und habe so einige Höhenmeter mehr zurückgelegt als üblich. Zum Velofahren ist es temperaturmässig am unteren Limit für mich. Auf den Skitouren war es dafür umso schöner: tolles Wetter und perfekte Schneeverhältnisse.
Nächsten Samstag gilts dann wieder ernst, es steht der schwere Weltcup in Koksijde auf dem Programm.

11.11.07 Weltcup Pijnacker (NL)
Schon am Samstag bei der Streckenbesichtigung war vorher zu sehen, dass das 3.Weltcuprennen zur grossen Schlammschlacht werden wird. Mir passte die Strecke aber trotzdem nicht schlecht und ich freute mich auf den nächsten Tag.
Mein Start war ganz akzeptabel. Ich konnte die erste ganz kurze Offroad-Passage gut hinter mich bringen und bog etwa an 5. Stelle in das erste wirklich schwere Schlammstück ein. Gleich bei der Einfahrt merkte, ich wie schwer das Gelände eigentlich zu fahren ist und entschloss mich, dieses Stück zu Fuss hinter mich zu bringen. Dieser Entscheid war gut, denn auf diese Weise konnte ich mich ohne Hektik auf den 2. Platz vorarbeiten. Dann verlor ich wieder ein paar Positionen, konnte mich aber lange ganz knapp hinter der Spitze halten und immer wieder dazu aufschliessen. Für mich lag zu der Zeit ein Rang zwischen 5 und 15 drin. Leider erwischte ich 4 Runden vor Schluss eine ganz üble Spurrille die mich förmlich in eine Balustrade hinein katapultierte. Dabei räumte ich etwa drei weitere Absperrungen ab und lag auf irgendwie verkeilt zwischen Velo und Balustrade. Alleine konnte ich mich nicht aus dieser blöden Lage befreien! Erst mit Hilfe von zwei Zuschauern und einer Menge Zeitverlust... Ich schulterte also mein Velo und wollte los Rennen – aber das rechte Knie hat fast blokckiert! Der Schmerz auf der Skala von 1 -10 war bei etwa 9. Die restlichen Runden kämpfte ich mich noch irgendwie durch und schaffte gerade mal noch den 20.Rang.

4.11.07 Superprestige Hamme-Zogge
Hamme-Zogge ist eines der wenigen Rennen in Belgien, das ich noch nie gefahren bin. Vor Jahren wollte ich dieses Rennen schon mal versuchen, die Lufthansa hat aber die Räder in Zürich vergessen und ich musste meine Teilnahme absagen.
Die Strecke war typisch belgisch: Sandbunker, Treppen, Brücken und andere Hindernisse, die den Rhythmus brechen aber für viel Spektakel sorgen.
Ich hatte einen mittelmässigen Start, konnte auf der Zielgeraden gerade noch so den Anschluss an die sehr grosse Spitzengruppe schaffen. Dort arbeitete ich mich langsam vor bis ich in der 4. und 5. Runde die Spitze übernahm. Damit hatte ich mich aber etwas überdreht und ich verlor durch einen dummen technischen Fehler viele Positionen. Im Finale lief es wieder einigermassen und ich konnte mir den halbwegs anständigen 11. Platz sichern.

3.11.07 Hittnau
Mir gefiel die EM Strecke super gut. Sie war schwer aber trotzdem flüssig zu fahren und für die Zuschauer sehr übersichtlich angelegt. Unser Rennen wurde als Handicaprenen ausgetragen. Wir Elitefahrer starteten mit zweieinhalb Minuten Rückstand auf die Fahrer der Kat. B. Wie häufig an den Schweizer Rennen übernahmen Simi Zahner und ich gleich das Zepter und kämpften uns durch die mit Vorgabe gestarteten Fahrer. Nach etwa der Hälfte des Rennens hatten wir alle Flüchtenden gestellt und das Rennen konnte richtig beginnen. Trotz immer wieder Attacken von Simi und mir bogen wir gemeinsam in die Zielgeraden ein. Im diesem Sprint konnte mir Simi das Leben ausnahmsweise nicht so schwer machen. Er rutschte etwa 200m vor dem Ziel aus dem Pedal und ich konnte meinen 4.Saisonsieg verbuchen.

1.11.07 Magstadt
Mein Start war nicht schlecht und wenn ich auf Biegen und Brechen gefahren wäre, hätte ich mir sicher auch die erste Position schnappen können. Mir war die dritte Position aber weit genug. Eingangs zweiter Runde übernahm ich kurz die Spitze und drückte erst mal aufs Tempo, wodurch sich die grosse Spitzengruppe sehr in die Länge zog. In der Folge musste ich erst mal schauen wie ich an Simi dran bleiben kann. Ich hielt mich eher zurück und forcierte nur gelegentlich. In der vorletzten Runde hätte mich Simi beinahe auf dem falschen Bein erwischt. Ende der Zielgeraden fuhr er die ersten paar Kurven sehr aggressiv und gab mir gleich mal 20 Meter Rückstand, an denen ich fast ein Drittel der Runde zu knabbern hatte, bis ich endlich wieder an ihm dran war. Die letzte Runde bin ich dann komplett von vorne gefahren, konnte ihn aber nicht distanzieren. Meinen dritten Saisonsieg konnte ich mir also erst auf der Zielgeraden sichern.

28.10.07 Steinmaur
Een dag om snel te vergeten…
So hiess es vor ca. 2 Wochen bei einem Kollegen aus Holland auf seiner Homepage. Mir ging es in Steinmaur genau so: Ein Tag, den man ganz schnell vergessen muss.
Nach einem schlechten Start bin ich zwei Mal gestürzt und nach einem Platten am Vorderrad in der 8. Runde habe ich das Rennen chancenlos und weit weg vom Materialposten aufgegeben. Ins Rennen konnte ich nie eingreifen. In der 7. Runde bin ich aber wenigstens Rundenbestzeit gefahren was zeigt, dass meine Beine gar nicht so schlecht waren wie es für Aussenstehende ausgesehen haben muss.

27.10.07 Weltcup Tabor (CZ)
Die Strecke war noch schwerer als im den letzten Jahren. Die Veranstalter hatten eine beligsche Variante zum erschweren übernommen und dafür einen etwa 30m langen Sandkasten gebaut. Er war vermutlich um die 30cm tief und mit sehr viel Kraftaufwand gerade noch so befahren werden konnte.
Ich hatte einen guten Start und bin an dritter Position ins Gelände eingefahren. Die erste Runde lief eigentlich ganz gut. In der 2. und 3. hatte ich aber einen grausamen Durchhänger und fiel bis auf Platz 17 zurück. Irgendwie konnte ich mich dort endlich fangen und etwas verschnaufen um mich fast 2 Runden später langsam wieder auf Aufholjagd aufmachen. Der 8.Platz ist sicher nicht schlecht aber angesichts der 2 katastrophalen Runden sicher noch nicht das Optimum.

23.10.07 Nacht van Woerden (NL)
Mein 6.Saisonrennen und schon das Dritte in der Nacht. Der Start war auf 20.30Uhr angesagt. Die Besetzung war gut - wie immer an den Rennen in Belgien und Holland. Da wir auf der Autobahn extrem viel Stau hatten, war meine Vorbereitung aufs Rennen leider nicht optimal. Ich konnte die Strecke nur zweimal abfahren und darum auch nicht austesten, welche Kurven ich wie schnell fahren kann. Da ich mich aber noch etwas angeschlagen vom Sonntag fühlte, war ich dafür länger als üblich auf der Rolle zum warmfahren. Mein Start war ordentlich und ich konnte mich in die ersten Positionen einreihen. Das Rennen war unglaublich schnell aber auch sehr gefährlich. Die Strecke ist sehr schmal und fast an jeder Kurve mit Gittern abgesperrt. Das Tempo an der Spitze konnte ich die meiste Zeit gut mitfahren. Ich konzentrierte mich auf das zu erwartende Finale des Weltmeisters, der in der letzten Runde nur schwer zu bezwingen ist. Erwin übernahm dann auch die Spitze eingangs letzter Runde, ich war erst an 3. Stelle. Dann kam ich auf die 2.Position am Hinterradad von Vervecken. Dummerweise konnte ich mich nicht entscheiden, ob es besser ist zu Sprinten oder schon vorher die Initiative zu ergreifen. Das zweite wäre besser gewesen. Den Sprint habe ich nämlich um etwa 30cm verloren und meinen dritten 2.Platz der Saison belegt.

21.10.07 Weltcup Kalmthout (B)
Der erste Weltcup der Saison ist immer etwas Besonderes. Neben der WM vermutlich für viele Fahrer das Rennen, an dem die meiste Nervosität im Spiel ist. Das ist aber auch einfach zu erklären: es geht bei diesem Rennen zum 1. Mal um richtig viele UCI Punkte und damit um die Startaufstellung für die nächsten Rennen.
Schon bei der Streckenbesichtigung am Samstag fühlte ich mich sehr gut. Auch technisch kam ich bedeuten besser zurecht als in den Jahren zuvor. Vor allem eine eklig zu fahrende Partie gleich vor dem Ziel hatte mir in den letzten Jahren immer wieder grosse Schwierigkeiten bereitet. In diesem Jahr lief es aber sehr gut. Das Rennen vom Sonntag konnte also kommen.
Mein Start war nur mittelmäßig, ich musste mich etwa um Position 10-12 einreihen, was nicht gerade der Hit ist wenn man anschließend nur noch schwer überholen kann. Ich konnte aber gut mitfahren und mich Ende erster Runde in der Spitze halten. Das Rennen verlief in der Folge wie immer in den letzten Jahren: ein riesen Gedrängel auf der Zielgerade, dann etwas Tempo raus sobald man im Gelände ist und kurz vor der Zielgeraden wieder richtig drauf drücken, damit die hinteren Fahrer möglichst grosse Löcher zufahren müssen. Ab etwa Mitte Rennen versuchte ich mich möglichst weit vorne zu platzieren und habe aus diesem Grund immer wieder die Führung gehabt. Aus meiner Sicht war es einfacher, das Rennen von der Spitze aus zu fahren als ständig um jede Position wie ein Krieger kämpfen zu müssen. In die vorletzte Runde ging ich in super Position. Ich versuchte aber ein paar Körner zu sparen, da ich endlich mit der Attacke vom meistens übermächtigen Sven Njs erwartete. Leider hat sich meine Kette genau im Augenblick dieser Attacke vom Kettenblatt verabschiedet. Ich versuchte so schnell wie möglich zu reparieren, verlor dadurch aber einige Plätze, von denen ich nur einen wieder schnappen konnte. Das Rennen beendete ich trotzdem auf dem guten 7.Rang.

14.10.07 Quer Fehraltorf
Mein Plan: das Rennen gewinnen. Meine Beine wollten aber einfach nicht wie ich. Schon in der vierten Runde hatte ich kein gutes Gefühl mehr. Etwas verschenken ist aber nicht mein Stil und so versuchte ich, Simi in der letzten Runde doch noch in den Griff zu bekommen. Dies gelang mir aber nicht und ich verlor den Sprint um den Sieg auf den letzten paar Metern. Ja nu, zweiter ist ja eigentlich auch nicht schlecht. Und es kommen ja noch so viele Rennen, bei denen ich es wieder versuchen kann.

26.9.07 Cross Las Vegas
Mein drittes Saisonrennen fand bei Vollmond in einem schönen Park in Las Vegas statt. Die Strecke selber war technisch sehr einfach, aber extrem schwer zu fahren. Bis auf etwa 150m pro Runde war alles auf einem sehr schlecht rollenden Rasen zu fahren war.
Ich hatte mich schon vor dem Start auf ein schweres Rennen eingestellt, da die gesamte American Top League am Start war. Es bildete sich schon bald eine 9-Mann Spitze mit allen Hauptverdächtigen. Ich versuchte mich so gut es ging zu verstecken und zurück zu halten, ohne dabei das Rennen aus den Augen zu verlieren. Wirklich gefährliche Attacken kamen auch bei diesem Rennen wieder nur von Trebon. Ich hatte aber mehrfach grosse Mühe diese zu parieren. In die letzte Runde fuhren wir dann - wie die letzten zwei Rennen - angeführt von Wiggs. Da ich eine Vorahnung hatte wo die finale Attacke von Trebon kommen würde, versuchte ich mich nochmal möglichst zu schonen und überliess das Rennen den anderen. Auf die Zielgeraden bogen wir wieder nur noch zu zweit ein. Dummerweise hatte ich während des ganzen Rennens nicht gemerkt, dass die Strecke ca. 80m vor dem Ziel einen leichten Knick macht. Im Sprint war ich schon fast neben meinem Gegner als mir auf der rechten Seite ganz einfach der Platz ausging und ich Gas rausnehmen musste um nicht zu stürzen. 2. Rang ist eigentlich nicht schlecht. Geärgert habe ich mich aber trotzdem weil ich mich für den Sprint noch sehr gut gefühlt hatte.
Jetzt geht’s endlich wieder ab nach Hause! Ich freue mich Mega auf Vroni und Tim.

24.9.07 Ankunft Las Vegas
Schon unglaublich diese Stadt. Man steigt aus dem Flieger und das erste was man sieht sind einarmige Banditen oder wie auch immer die Dinger heissen. Als nächstes ist mir der Teppich aufgefallen. Las Vegas ist der einzige Flughafen den ich kenne mit Teppich auf dem ganzen Boden. Die ersten paar Minuten waren einfach nur beeindruckend. Alles ist noch grösser und übertriebener.
Die Stadt selbst ist genau gleich. Die ganzen Casinos, Leuchtwerbungen und alles sind fast schon krank. Irgendwie kommt man aber gar nicht aus dem Staunen raus wenn man es zum ersten Mal sieht.

23.9.07 Rad Racing GP Lakewood USA
Wieder schönes Wetter und das erste Quer in meinem Leben bei dem es eine neutrale Verpflegung während dem Rennen gab. Die befand sich gleich im Anschluss an eine der längsten Laufpartien die an einem Quer zurückzulegen hatte. Sie war gute 80m lang und richtig steil.
Ich hatte einen sehr guten Start und machte die ersten 2 Runden richtig druck damit die Taktiererei nicht schon am Anfang losgeht. Anfangs dritter Runde waren wir dann 4 Fahrer an der Spitze. Ich beobachtete die anderen Fahrer möglichst gut und merkte schnell, dass das Rennen wohl wieder zwischen Trebon und mir entschieden werden wird. Meine drei Hauptgegner wechselten sich gut mit ihren Attacken ab. Wirklich in Probleme kam ich aber erst als mein Hinterrad kurz vor der Wechselzone Luft verlor und ich mein Velo wechseln musste. Trebon verschärfte genau zu der Zeit das Tempo und ich musste knapp eine Runde hart kämpfen bis ich wieder richtig an seinem Hinterrad war. Ins Finale kamen wir wieder wie Tags zuvor. Wiggs machte das Tempo bis Mitte letzter Runde. In der langen Laufpartie attackierte aber nicht Trebon sondern ich. Kurz vor dem Ziel konnte ich mich einige Meter von den anderen lösen aber da ich in den vielen Kurven auf Kiesstrassen zu wenig riskierte kam er wieder ran und wir mussten den Sieg wieder im Sprint ausfahren. Diesmal konnte ich ihn aber mit mehr als einer Velolänge Vorsprung bezwingen. Mein zweiter Saisonsieg im zweiten Rennen war perfekt.

22.9.07 Star Crossed Redmond USA
Es war mein erstes Rennen in USA. Da ich als Favorit ins Rennen ging wollte ich natürlich auch versuchen den Sieg und die 1000$ einfahren.
Am Start kam ich einigermaßen gut weg und konnte sofort mit den Schnellsten mitfahren. Dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde merkte ich aber schon bald. Ich war in einer 3er Spitze zusammen mit den zwei Teamkollegen Trebon (US Meister) und Wiggs. Die legten los wie die Feuerwehr und schenkten mir nichts. Ich musste abwechselnd die Attacken vom einen oder anderen kontern und gelang gelegentlich stark in die Defensive. Wiggs stürzte 2mal was mir jedes Mal etwas Luft, und ihn viel Kraft kostete. Es kam dann wie es kommen musste und zum Glück so wie ich es gehofft hatte. Wiggs lancierte das Finale schon 1 ½ Runden vor Schluss. Ich nahm, wie fast das ganze Rennen, die zweite Position und wollte auf meine Chance warten. Kaum in der letzten Runde griff Trebon wehement an und brachte mich in mächtige Schwierigkeiten. Mir gelang es bis kurz vor dem Ziel nicht das 5-10m Loch zu schliessen. In der zweitletzten Kurve gelang mir aber ein gutes Manöver das mir die Spitze einbrachte. Auf der Ziellinie wurde es nochmal richtig eng. Ich konnte gerade mal ca. 30cm retten. Trotzdem, 1.Saisonsieg und Pflicht erfüllt. Ich bin zufrieden.

19.9.-29.9.07 Saisoneröffnung in Amerika
Am Mittwoch fliege ich für drei Internationale Quer nach Amerika. Die ersten zwei werden in der Nähe von Seattle ausgetragen. Von da fliege ich nach Las Vegas und werde dort mein drittes Saisonrennen bestreiten. Ich bin gespannt wie’s mir läuft und bin neugierig wie Quer in Amerika funktioniert.

7.-9.9.07 Oberösterreich Rdf.
Die Oberösterreich-Rundfahrt war mein letztes Strassenrennen für diese Saison. Mein Ziel für Linz: ich möchte versuchen, eine Etappe zu gewinnen. Nach der ersten Etappe, in der ich die entscheidende Gruppe verpasste, änderte sich meine Situation grundlegend. Wir hatten mit Sigi einen sehr guten Bergfahrer dabei und wollten ihn in dieser super Position in die letzte Etappe zu bringen, die mit einer Bergankunft endete. In Etappe 2 versuchte ich Sigi bestmöglich zu unterstützen. In der 3. und letzten Etappe nochmal das gleiche. Obwohl wir die Strecke nicht genau kannten, waren wir genau im richtigen Moment am richtigen Ort um in den letzten Berg rein zu fahren. Sigi metzgerte sich super und erreichte wie in der ersten Etappe den 3. Rang. Da er die gefährlichen Leute im Gesamtklassement alle abhängte war er Sieger des Gesamtklassements. Ich war als 6. im Ziel und belegte den 15. Rang in der Gesamtwertung

26.8.07 MTB Eschenbach
Der ZO-Bikecup Eschenbach 2007 war wohl das Rennen mit der besten Besetzung aller ZO-Cup Rennen. Ich versuchte, mich mit einem aktiven Rennen nicht zu schonen, und nahm die gut einstündige Belastung als gutes Training für die ersten Quer. Als Frischi in der letzten Runde seine finale Attacke fuhr, konnte ich nicht ganz mithalten und musste auch Gion Manetsch passieren lassen. Mit dem dritten Rang war ich aber trotzdem zufrieden. Meine Beine waren gut und die hohe Belastung über eine Stunde verkraftete ich auch.

18.8.07 Handycaprennen Bern West
Ich startete als Vorjahressieger zu diesem meist taktisch nicht ganz einfachen Rennen. Die Strecke wurde zum Vorjahr leicht abgeändert und war jetzt nochmal um einiges leichter zu fahren. Im Ziel hatten wir Elitefahrer dann auch einen Schnitt von weit über 44km/h. Das Bürgis Cycling Team war wieder komplett mit 8 Fahrern am Start. Das Ziel war klar: wir sollten versuchen das Rennen wie in den letzten zwei Jahren auch wieder zu gewinnen. Ich startete mit richtig schlechten Beinen ins Rennen. Nach 1 ½ Runden gings dann langsam besser, in der dritten von sieben Runden hatte ich aber schon wieder ein schlechtes Gefühl. So entschied ich mich, nicht aufs Finale zu warten sondern lancierte immer wieder offensive Attacken oder fuhr in solchen mit. Als wir uns in der drittletzten Runde tatsächlich entscheidend vom Feld lösen konnten, war ich selber überrascht. Die Situation passte mir aber gut. Bei einer Ankunft mit dem Feld, mit meinen schlechten Beinen, rechnete ich mir keine grossen Chancen aus. Unser Vorsprung vergrößerte sich schnell. Und da mit Martin Kohler noch ein zweiter Fahrer vom Team dabei war, schien mir ein Sieg des Teams mehr als realistisch. In der letzten Runde versuchte ich es erst selber mit einer Attacke. Als diese aber nicht richtig fruchtete, fuhr ich eher für Martin, der das Rennen im Sprint ganz knapp vor mir gewann.

15.8.07 Strassenrennen Remiremont (F)
Zu acht waren wir im Bürgis Cycling Team noch nie am Start. Die Zusammenarbeit hat aber gut funktioniert und wir waren in allen wichtigen Gruppen gut vertreten. Mir lief es ganz gut. Auf der Startrunde habe ich zwar alle Gruppen verpasst, nach gut 50 km war ich aber wieder voll im Rennen. 30 km vor Schluss habe ich von einem Meter auf den anderen grosse Probleme mit der Hitze bekommen. Meine Gruppe war aber auch nicht mehr sehr stark und ich konnte trotzdem mithalten. Am Ende schaute der 10. Platz für mich heraus. Nicht gerade überragend aber da sich das Halsweh zum Schnupfen entwickelt hat, ist dieser Rang trotzdem nicht schlecht.

12.8.07 Eiger Bike Grindelwald
Wegen zunehmender Halsschmerzen die seit mehreren Tagen nicht verschwinden, habe ich auf einen Start verzichtet und werde versuchen bis Mittwoch wieder richtig fit zu sein. Dafür hab ich den Chariot als Jogger mit Tim drin quer durch Grindelwald geschoben. Auch eine Art Training…

31.7. bis 5.8.Tour AlsaceProlog: Mannschaftszeitfahren
Obwohl der Prolog nicht für’s Gesamtklassement zählte, ist es trotzdem eine Prestige-Sache sich mit dem Team Positiv zu Präsentieren. Mit dem Bürgis Cycling Team standen wir zu sechst am Start. Die zwei Runden à 2.1km waren technisch nicht ganz einfach, wir meisterten die Sache aber besser als erwartet und belegten hinter dem Rabobank-Conti-Team den 2.Rang.
 

1.Etappe: Altkirch-Huninque 147km
Die Strecke war eher flach und optimal für mich, den Rennrhythmus wieder zu finden. Wie immer in Frankreich gestaltete sich das Rennen ab dem Startschuss sehr nervös und auf jede Attacke folgte die nächste. Ab Mitte Etappe hatte ich gegen aufkommende Bauchschmerzen und die Hitze zu kämpfen. Beides wurde bis ins Ziel nicht mehr besser. Ich kam aber trotzdem mit dem Feld ins Ziel.

2.Etappe: Strassbourg-Bischoffsheim 152km
Eine mittelschwere Etappe erwartete uns am 2. Tag. Die Hügel auf der Zielrunde waren nicht sonderlich schwer, hängten aber gegen Ende doch richtig an. Ich hielt mich den ganzen Tag eher zurück. Auch im Sprint des Feldes mischte ich nicht mit.


3.Etappe: Guebwiller-Cernay 141km
Auf der Zielrunde hatten wir einen Berg von etwa 250 Höhenmetern 3mal zu fahren. Mir lief es den ganzen Tag gut, in der letzten Runde pokerte ich am Berg aber zu hoch und ließ drei Fahrer wegfahren. Ich ging ganz einfach davon aus, dass wir diese in der Abfahrt problemlos wieder einholen würden. Das war aber falsch. Den Sprint vom Feld um die Hausecken von Cernay gewann ich, belegte aber trotzdem nur den 4.Platz.


4.Etappe: Habsheim-Rixheim 143km
Nach den Angaben des Höhenprofils hätte es fast eine Flachetappe sein können. Die Hügel rollten aber so schlecht dass es mir manchmal vorkam, als wären die Hügel Berge! Im sehr gefährlichen Massensprint mit 4 rechtwinkligen Kurven auf dem letzten Kilometer belegte ich den 6.Rang
 

5.Etappe: Ribeauville-Ballon d’Alsace 158km
Ich hatte schon die ganze Woche das Gefühl am Berg mit den Stärksten mithalten zu können. Berge von 5 bis 10km an Rennen sind aber eigentlich nicht wirklich meine Stärke. Da ich im Gesamtklassement aber immer noch gut im Rennen lag, wollte ich nichts verschenken und meine Haut so teuer als möglich verkaufen. Ich war überrascht wie viel Fahrer vor der Schlusssteigung noch zusammen waren. Ich hatte aber eine gute Position und konnte gleich vom Beginn der Steigung mit den Schnellsten mitfahren. Durch das hohe Tempo und wiederholte Attacken schmolz unsere Gruppe schnell auf knapp 10 Fahrer zusammen. Es kam kaum Ruhe in die Gruppe. Jeder versucht natürlich möglichst viele aus der verblieben Spitzengruppe einzuholen. Ich belegte im Ziel den 7.Etappenrang und rutschte dadurch auf den 9.Gesamtrang vor.
 

15.7. bis 30.7. Engadin 2
Einfach nur traumhaft. Ich konnte auch dieses Trainingslager im Engadin wieder bei super Wetter abhalten. Die Strecken führten mich über alle Pässe die ab Pontresina in einem Tag machbar sind. Wer mal einen Tipp für eine tolle Tour braucht, kann sich bei mir melden. Strassentrainings – kenne ich wie meine eigene Hosentasche!

8. bis 14.7. Gigathlon
Wir vom Team NMS Bern mit Raiffeisen 1 wollten versuchen in die Top Ten der Gesamtwertung zu kommen. In der ersten Etappe bin ich mit dem Quervelo die MTB Etappe gefahren. An den restlichen 6 Etappen bin ich die Rennvelostrecke gefahren. Ich fuhr auf meiner Strecke 6-mal Tagesbestzeit und einmal die zweitbeste Zeit. Mit dem Team belegten wir den tollen 4. Schlussrang.
Falls es irgendwann einen weiteren 7 Tage Gigathlon gibt, werde ich diesen mit Vroni im „Couple“ in Angriff nehmen.

16.6. bis 2.7. Trainingslager Engadin
Nach einer Trainingspause gleich ins Engadin ist bestimmt nicht gerade einfach aber nach ein paar Tagen gewöhnt sich der Körper an die Höhe und ans Bergfahren. Einige der Pässefahrten brachten mich richtig an Limit. Dies hat mir aber noch nie geschadet und wird mir im kommenden Winter nur helfen. Total habe ich in den zwei Wochen knapp 60Stunden trainiert und dabei wieder viele Höhenmeter zurückgelegt.

Ferien vom Velofahren
Meine Ferien habe ich natürlich gut überstanden und das Velo nie vermisst. Jetzt geht aber das Arbeiten wieder los.

24.-27.5.07 Giro Festina Salzburg
Prolog:             Bergrennen über 6,5km, 400Höhenmeter mit Massenstart. Ich rechnete eigentlich mit einem Zeitfahren, der Massenstart kam mir aber ganz gelegen. Die Stracke war recht knackig mit zwei recht steilen Stücken. Ich kam gut ins Rennen und belegte am Schluss knapp den 4.Rang
1.Etappe:          Ich hatte wieder gute Beine und versuchte im Finale mehrfach mein Glück in Attacken. Diese hätte ich aber besser gelassen. Das Rennen wurde in der letzten Runde an einem 1km langen Berg entschieden. Ich konnte nicht ganz mithalten und wurde 11.
2.Etappe           Ich wollte von Beginn an sehr aktiv fahren und versuchte mehrfach mit Gruppen dem Feld zu entwischen. Dies gelang aber immer nur über wenige Kilometer. Auf den Schlussrunden fehlte mir etwas die Kraft um ganz vorne mithalten zu können. In der 2.letzten Runde streckte ich aber die Flügel.
3.Etappe:          Irgendwie war mir das Glück an diesen Rennen nicht hold - oder ich hatte die verkehrte Strategie. Ich wollte mich am Anfang zurückhalten um im Finale nochmal richtig draufdrücken zu können. Diese Taktik ging aber kräftig in die Hosen, da die entscheidende Gruppe bereits in der ersten Runde wegfuhr.

20.5.07 MTB SM Gränichen
Die Strecke war anspruchsvoll aber gar nicht schlecht für mich. Ich erwischte nicht den besten Start und versuchte, mich möglichst schnell nach vorn zu arbeiten. Als ich nach einer 3/4Runde mühsam den Anschluss an die Spitze schaffte, fuhr ich mir gleich einen platten Vorderreifen ein. Ich konnte aber sofort das Rad wechseln, die Gruppe war aber endgültig weg. Ich versuchte noch das Beste daraus zu machen, mehr als den 11.Rang schaffte ich aber nicht mehr.

13.5.07 Swisspowercup Hasliberg
Ich hätte lieber mal auf die erfahrenen MTB-Fahrer hören sollen. So hätte ich mir diese Reise nämlich erspart.
Ich musste hinter der 80. Startposition ins Rennen gehen. Da die gesamte Strecke fast nur aus Singletrails bestand, hätte ich eigentlich gar nicht starten müssen. Das Rennen wurde aufgrund meiner schlechten Beine zur mittleren Katastrophe. Aufgeben wollte ich dann doch nicht. Im Rennen war ich mit schlechter Moral und wenig Biss unterwegs und musste mich vom MTB-Überflieger Julien Absalon überrunden lassen.

6.5.07 Strassenrennen Frauenfeld
Ich wollte unbedingt mal wieder versuchen, ein Strassenrennen zu gewinnen. In der ersten Runde entwischte dem Feld aber gleiche eine grosse Gruppe die sofort an Vorsprung gewann. Kurzzeitig dachte ich dass das Rennen schon gelaufen sei. Ich machte mir trotzdem noch ein bisschen Hoffnung und fuhr sehr aktiv vorne im Feld mit. Etwa Mitte Rennen konnte ich mich dann doch mit einigen Fahrern vom Feld lösen und wir nahmen die Verfolgung auf. 35km vor dem Ziel schafften wir dann auch den Anschluss. Kurz darauf verabschiedete sich Pirmin mit einem Tessiner Fahrer von uns und das Rennen schien erneut gelaufen zu sein. 800m vor dem Ziel kam es aber zum erneuten Zusammenschluss der 18 Fahrer. Simi hat versucht mir den Sprint anzufahren. Ab 500m vor dem Ziel war ich aber allein. Raus nehmen ging nicht mehr. Ich entschloss mich kurzfristig für den kürzesten Weg in Richtung Ziel. Dieser führte über eine Verkehrsinsel, wie es nicht allen Sportlichen Leitern gefiel. Diese versuchten mich sofort mit einem Protest zurück versetzten zu lassen. Nach längerer Diskussion hat mich die Jury dann aber endgültig zum Sieger erklärt. Einige Sportliche Leiter sollte man vielleicht mal animieren, sich einige Quer’s anzuschauen. Dann sehen sie welche Kunststücke man mit einem Rennvelo so vollbringen kann… Die Rangliste war auf jeden fall 1.Heule, 2. Pirmin Lang 3. Lukas Flückiger - alle drei bestens bewährte Querfahrer.
 

1.5.07 Kriterium Mauren
Wieder mit dem Bürgi’s Cycling Team am Start, wollten wir versuchen das Rennen zu gewinnen und möglichst viel Geld in Teamkasse zu bekommen. Ich bin vom Start weg für die anderen Jungs gefahren. Simi hat das Rennen dann auch klar gewonnen. Pirmin ist auch gut gefahren, hat aber die Gruppe verpasst, ist aber trotzdem noch 5. geworden. Ich war irgendwo im Feld.

29.4.07 Rund um Rigi, Gersau
Rund um die Rigi bin ich schon Jahre nicht mehr gefahren. Das Haupthindernis ist die Schwyzerhöchi, vermutlich der schwerste Berg an einem Schweizer Rundstreckenrennen. Gute 3km lang ist er mit einer durchschnittlichen Steigung um die 10%. Das Feld wurde schon beim ersten von drei Durchgängen etwa halbiert. In der zweiten Runde wurde nochmal richtig gesiebt. So waren wir für die letzten gut 60km nur noch 14 Mann, die den Sieg ausfahren konnten. Im letzten Anstieg hatte ich aber keine guten Beine mehr und kam gerade mal auf den 13.Platz.

28.4.07 Swisspowercup Perrefitte
Aufgabe noch ca. 30min Renndauer. Ich lag eigentlich ganz gut im Rennen. War ich doch kurz vor meinem Missgeschick an die Gruppe um den dritten Platz aufgefahren. Ich hatte etwas Probleme in einer Abfahrt und rutschte hinter dem Sattel runter. Meinem Familienglück ging es darauf kurzzeitig so schlecht, dass ich mich auf eine Wiese legen musste. Vor Schmerzen konnte ich nicht mehr stehen! Nach 5min packte ich dann meine MTB und ging den Berg zu Fuss hinunter. Ausser Spesen mal wieder nix gewesen.

22.4.07 Handicaprennen Oberwangen
Ich bin mit guten Beinen ins Rennen gestartet, habe mich aber zurückgehalten bis alle vor uns gestarteten Felder eingeholt waren. Als wir zu den Junioren aufgefahren waren, startete ich sofort eine Attacke und konnte mich mit zwei weiteren Fahrern absetzten. Der Vorsprung war aber immer sehr gering. 25km später schlossen 10 weitere Fahrer auf, was die Vorentscheidung für dieses Rennen bedeutete. In der letzten Runde wurden meine Kräfte massiv weniger und ich konnte nicht mehr um den Sieg mitreden. Wieder mal Spitzengruppe ist trotzdem nicht schlecht.

14.4.07 Swisspowercup Winterthur
Bei meinem Swisspower Début musste ich aus Startposition 67 ins Rennen gehen. Mir war schon vor dem Rennen klar, dass ich sehr weit hinten stehen würde. Aber mit fast letzter Position habe ich doch nicht gerechnet. Das Rennen ging ich dann auch eher defensiv an, konnte aber Ende der 2.Runde mit viel Aufwand zur Gruppe um den 4.Platz aufschliessen. Da die ersten drei an diesem Tag mindestens eine Nummer zu gross für mich waren, war mein Ziel der 4. Rang. Den ereichte ich zwar nicht ganz, mit dem 5.Rang bin ich aber trotzdem zufrieden.
Ein bisschen Sorgen macht mir mein linkes Knie. Ich habe es bei einem Sturz, etwa Mitte Rennen ziemlich übel aufgerissen. Mal schauen wie es am Montag aussieht, eventuell werde ich es dem Arzt zeigen.

9.4.2007 Geburt von Tim
Am 9.4.2007 um 23.06 Uhr konnten wir Tim endlich zum ersten Mal in die Arme nehmen. Vroni hatte einen mega „Chrampf“. Nach fast 1.5h mit Presswehen wurde Tim mit der Saugglocke buchstäblich auf die Welt gezogen. Beiden geht’s gut, sie werde aber noch ein paar Tage im Spital bleiben und sich erholen. Ich freue mich schon wenn ich die zwei nach Hause holen darf.

8.4.07 GP Osterhas Affoltern am Albis
Ich hatte gute Beine und bin bald gut zurecht gekommen. Im Rennen habe ich versucht das Bürgi’s Cycling Team so gut wie möglich zu unterstützen, was nicht schlecht funktioniert hat. Die Jungs wurden erster, zweiter und vierter (Punktgleich mit dem dritten). Selber bin ich zufrieden mit meinem Rennen. Meine Form steigt von Woche zu Woche und das ist im Moment das wichtigste.

1.4.07 Annemasse-Bellegard-Annemasse
Am französischen Frühjahrsklassiker betrat ich wieder mal Neuland, an diesem Rennen nahm ich noch nie teil. Oberstes Ziel war ganz klar Fortschritte an meiner Form feststellen zu können. Es lief dann auch recht gut und ich musste erstmals nicht an jedem Hügel an mein Limit gehen und konnte relativ gut mitfahren. Nachdem mir ein anderer Fahrer ins Hinterrad gefahren war, hatte es eine Speiche mitsamt Nippel aus der Felge gerissen. Leider konnte ich trotz grossem Schlag im Rad und kaputter Felge erst etwa 20km später wechseln und verlor dabei auch gleich den Anschluss ans Spitzenfeld. Nach weiteren 20km im Grupetto habe ich das Rennen aufgegeben.

25.3.07 Handicaprennen Jura
Die 120km bei 4Grad Lufttemperatur waren nicht ganz ohne. Ich habe es das ganze Rennen nicht geschafft gute Beine zu bekommen und musste am Berg einige Male kämpfen, um im vorderen Feld bleiben zu können. Ich war von Start bis ins Ziel schlecht.

17.3.07 Strassburg
Es war relativ kalt, und ich alles andere als in Form, trotzdem lief es mir bedeutend besser als erwartet. Richtig ins Rennen eingreifen konnte ich nie, aber wenigstens habe ich das Team einigermassen unterstützen können. Mit einem Doppelsieg von Martin vor Simon ist das Bürgis Cycling Team toll in die Saison gestartet

Sommersaison
„Nach der Quersaison, ist vor der Quersaison“ - eine uralte Weisheit in meiner Sportart. Die Basis für jede Quersaison holt man sich im Sommer an Strassen- oder MTB- Rennen. Ich werde wieder beides machen. Zum einen möglichst vielen Strassenrennen, zum anderen werde ich zum ersten Mal an einigen Swisspower MTB Rennen teilnehmen. Was beim Sommerhöhepunkt, an der MTB Cross Country SM in Gränichen heraus schaut werden wir sehen.

29.1.07 UCI Weltrangliste und Rennen im Februar
Dank SM, den 2 guten Weltcuprennen und der WM konnte ich mich in den letzten Wochen vom 8. auf den 6.Rang der Weltrangliste verbessern. Leider scheinen diese Resultate die belgischen Veranstalter nicht zu Interessieren. Diese wollen mich für die nächsten Rennen nicht verpflichten.
So kommt es, dass ich nicht wie alle anderen Spitzenfahrer an noch drei Wochenenden hoch dotierte Rennen in Belgien fahren kann. So bleibt mir nichts übrig als zu hoffen, dass die Fahrer hinter mir auf der Weltrangliste keine guten Resultate mehr fahren. Ich müsste damit meinen Platz im Ranking nicht kampflos abgeben.

28.1.07 WM Hooglede-Gits
Nach einem mittelmässigen Start konnte ich mich mit einer riskanten Fahrlinie innerhalb von 50Metern um etwa 10 Positionen verbessern und lag gleich sehr gut im Rennen. In der 2. Runde konnte ich zusammen mit Bart Wellens zu den zwei Spitzenfahrern Sven Njs und dem späteren Weltmeister Erwin Verwecken aufschliessen. Mit den drei grossen Favoriten konnte ich einigermassen gut mithalten. In der vierten Runde gab es einen grossen Zusammenschluss in der Spitze. Wir waren plötzlich nicht mehr vier, sondern mehr als 10Fahrer, die das Rennen anführten. Durch diverse Stürze wechselten die Positionen in den ersten Rängen immer wieder. Ich kam relativ gut durch und belegte den 9.Rang. Das ist mein bisher bestes Resultat, das ich an einer WM herausgefahren habe und ich bin damit nicht super happy, aber auch nicht unglücklich.

21.1.07 Weltcup Hoogerheide
Ich bin noch selten zu einem Rennen gestartet unter so extremen Wetterbedingungen. Etwa 45min vor unserem Start hat es begonnen wie aus Kübeln zu Regnen und die Temperatur ist in kürzester Zeit etwa 5 Grad gesunken. Im Rennen wurde es brutal kalt und die meisten Fahrer hatten mehr mit den äusseren Bedingungen als mit der Strecke oder Gegnern zu kämpfen. Ich habe es auf den guten 5.Rang geschafft und war damit trotz Unterkühlung sehr zufrieden.
Eine Minute vom Rennen unter diesem Link: http://www.youtube.com/watch?v=PXQMw4n29qU

14.1.07 Weltcup Nommay
Nach einem guten start konnte ich mich 2 Runden gut in der Spitze behaupten. In der dritten Runde konnte ich das Tempo nicht mehr halten und musste etwas zurück nehmen. Leider dauerte das zurück nehmen etwas zu lange und ich viel bis auf den 14. Rang zurück. Irgendwann ging es aber doch wieder besser und ich konnte mich mit viel kämpfen auf den 8.Rang verbessern.

7.12.07 SM Steinmaur
Schon am Samstag bei der Streckenbesichtigung bin ich sehr gut zurecht gekommen und habe mich super gefühlt. Dank dem Regen über Nacht hat es mir fast noch besser gefallen. Trotz all den guten Vorzeichen war ich sehr nervös vor dem Rennen. Der nicht sehr hektische Start und die guten Beine ließen mich aber bald optimistisch werden. In der 4. Runde drückte ich zum ersten Mal aufs Gas und konnte mich gleich von Flo und Simi absetzten. Der Vorsprung pendelte sich zwischen 20 und 30 Sekunden ein was mir nicht erlaubte, komplett auf Sicherheit zu fahren. Ich musste weiter Gas geben da sich die anderen zwei hinter mir nichts schenkten. Als ich dann zum letzten Mal auf die Zielgerade bog, war es ein mega Gefühl. Ich konnte meinen Sieg richtig geniessen, mich feiern lassen und musste nicht wie bei meinen letzten zwei Titeln bis auf den Zielstrich Stress machen.

2.12.07 Dübendorf
Nicht mein Tag und nicht meine Strecke. Ich versuchte trotzdem mein Bestes, Simi war aber ganz klar stärker als ich. Ich machte einen Fehler nach dem anderen und er zog mir davon. Mit dem 2. Platz war ich natürlich nicht zufrieden, wollte aber meine Lehren ziehen für die anstehende SM.

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