28.12.06 Loenhout (B)
In Loenhout bin ich im letzten Jahr auf einer tollen Strecke in guter Ausgangslage gestürzt und musste das Rennen vorzeitig beenden. Auch in diesem Jahr lief es zu Beginn sehr gut. Ich konnte mich in der Gruppe um Platz sieben behaupten und gut mitfahren. 2 Runden vor Schluss riss mir aber die Kette und das Rennen war auch dieses Jahr wieder gelaufen. Der Wechselposten war zu weit weg und ich gab das Rennen genervt auf.

26.12.06 Weltcup Hofstade (B)
Die Strecke in Hofstade gefällt mir sehr gut und ich fahre jede Saison sehr gerne darauf. Die Strecke ist aber auch sehr schwer für mich und die zwei Wochen Engadin waren sicher nicht die optimale Vorbereitung auf ein so schnelles Rennen. Ich startete schon sehr schlecht und stürzte auch noch in der ersten richtigen Kurve. Auf Position 40 ging wieder ins Rennen und ich versuchte mein Bestes. Der 23. Rang ist aber trotzdem sehr enttäuschend.

10.12.06 Wetzikon
Wetzikon gehört zu meinen Lieblingsrennen. Ich wollte unbedingt versuchen mein erstes Rennen der Kategorie C1 zu Gewinnen. Trotz tiefem Boden hatte ich aber alle Mühe, Simi und Alex zu distanzieren – und es gelang mir erst eine halbe Runde vor Schluss. Für die Zuschauer war es sicher ein super spannendes Rennen. Mit dem Sieg war ich sehr zufrieden.

8.12.06 Weltcup Milano
Ich bin sehr gut gestartet und konnte mich lange in den Top 6 halten. In den letzten zwei Runden ging mir aber grausam die Kraft aus und ich fiel nach 2 Stürzen auf den 11.Rang zurück.

6.12.06 Asteasu (E)
Ich allein gegen 5 der besten Fahrer aus Tschechien hiess es vor dem Start. Ich hatte mich aber klar am besten nach dem Weltcup regeneriert und nahm das Rennen schon in der 2. Runde in die Hand. Die Strecke war trotz viel Dreck und teils tiefem Boden gut zu fahren und technisch sehr anspruchsvoll. Ich konnte das Rennen gewinnen und schon meinen 8.Saisonsieg feiern.

3.12.06 Weltcup Igorre (E)
Igorre ist die wohl schwerste Strecke der ganzen Saison. Viel Dreck, viel Höhenmeter und viel zu laufen. Ich schlug mich aber sehr gut und belegte den 8. Platz.

26.11.06 Superprestige Gieten (NL)
Zu meinem ersten Superprestige Rennen der Saison startete ich recht verhalten. In der Folge konnte ich mich aber gut vorarbeiten und mich in der Gruppe von Platz 5 - 13 halten. Die letzte Runde nahm ich an 5ter Stelle in Angriff. Durch eine katastrophale letzte Runde bin ich noch auf den 10.Rang zurückgefallen. Eigentlich ein gutes Wochenende, die letzten Runden sind aber stark verbesserungsfähig.

25.11.06 Weltcup Koksijde (B)
Koksijde ist wohl für alle Nicht-Belgier ein sehr spezielles und schwieriges Rennen. Die vielen Sandpassagen machen für uns Ausländer das Rennen zu grossen Herausforderung. Ich hatte einen super Start, die erste halbe Runde an 3. Position, ab dann eine halbe Runde an der Spitze. Gebracht hat es mir aber nicht viel. Ich viel schnell bis auf den 14.Platz zurück, konnte mich aber wieder fangen und kämpfte mich in die Gruppe vor, die um Platz 8 kämpfte. Die letzte Runde begann sehr gut, leider verlor ich aber noch zwei Positionen und belegte im Ziel den 10. Rang. Eigentlich ist das nicht schlecht, aber das Verlieren von zwei Rängen in der letzten Runde ist schon ärgerlich.

19.11.06 Hittnau
Vor dem Start war ich mir meiner Taktik nicht sicher, hoffte aber auf den gewohnten schnellen Start von Alex Moos. Dieser kam aber nicht und so übernahm ich schon kurz nach dem Start die Führung. Simi Zahner setzte bald einen drauf. So sind wir schon ab der zweiten Runde dem restlichen Feld entwischt. Simi drückte immer wieder mächtig aufs Tempo. Wenn ich die Führung übernahm, konnte ich das Tempo meist kaum halten. Es war aber für uns beide gut. Es gab kein grosses taktieren, der Vorsprung vergrößerte sich konstant. In der drittletzten Runde versuchte ich es mit einer Attacke. Simi war aber zu stark und wir fuhren weiter zusammen an der Spitze. In der letzten Runde kam er mir mit seinem Angriff zuvor. Ich musste alles geben um an ihm dran bleiben zu können. Im Sprint hatte ich aber klar die besseren Beine und konnte meinen 7. Saisonsieg feiern.

12.11.06 Weltcup Pijnacker (NL)
Schon der Samstag stand unter einem schlechten Stern. Bei der Streckenbesichtigung hatte ich starke Bauchschmerzen und konnte mein Training nicht wie gewünscht durchziehen.
Der Sonntag begann eigentlich relativ gut. Beim morgendlichen Rollentraining fühlte ich mich gut, auch bei der späteren Streckenbesichtigung lief es nicht schlecht. Am Rennen fehlte mir aber schlicht die Kraft um mich durch den tiefen Morast zu quälen. Ich beendete das Rennen auf dem enttäuschenden 17.Rang

5.11.06 Badiquer Schmerikon
Wir sind erst um Mitternacht von Treviso heim gekommen. Ich habe dann noch meine Wäsche gewaschen, damit ich für mein Badiquer einigermassen sauber aussehe und nicht schon vor dem Start dreckig bin.
Um 6.30Uhr ging dann schon wieder der Wecker, da es vor Ort die letzten Vorbereitungen und Instruktionen zu tätigen gab.

Das Rennen selber war emotional super für mich. Es herrschte eine tolle Stimmung und die Strecke war zu fahren als ob wir in Belgien wären. Genau so wie ich es mir gewünscht hatte!!! In einem spannenden Rennen konnte ich knapp den Sieg heraus fahren, was natürlich das Tüpfelechen auf dem i bedeutete. Für mich schon der 6. Saisonsieg.

4.11.06 Weltcup Treviso (I)
Eine ultraschnelle aber doch schwere Strecke erwartete uns. Falls es nächstes Jahr im Januar nicht genau so trocken ist, werden wir an der WM 08 eine riesige Schlammschlacht erleben.
Das Rennen selber verlief recht hektisch mit vielen Stürzen. Nach 3 gefahrenen Runden waren immer noch 30 Mann an der Spitze. Diese hat sich aber dann doch noch aufgesplittert und ich bin in einer 8er Gruppe um den 4. Platz gefahren. Diesen sicherte sich mein Trainingskollege Simi Zahner. Ich belegte den ebenfalls sehr guten 6.Rang.

1.11.06 Magstadt (D)
Die absolute Hammerstrecke! Fast nur rauf oder sehr gefährlich herunter. Angesichts der 5 Rennen in 8 Tagen, die ich zu bewältigen hatte, versuchte ich mich bestmöglich zurückzuhalten und setzte alles auf die letzte Runde. Dies gelang und ich hatte meinen 5.Sieg in der Tasche.

29.10.06 Rüti
Nachdem das Rennen in Tabor so schlecht gelaufen ist, wollte ich das Wochenende unbedingt mit einem Sieg in der Schweiz aufwerten. Gestartet bin ich sehr schlecht. Konnte mich aber gut vorarbeiten und lag schon in der zweiten Runde alleine voraus. Irgendwie gelang es mir aber nicht, den Vorsprung richtig auszubauen. Dieser blieb stetig bei etwa 20sek stehen. In der zweitletzten Runde wurde es aber nochmal eng, da meine zwei Verfolger begannen sich zu bekämpfen. In der letzten Runde habe ich aber nochmal etwas zugelegt und das Rennen mit einer weiteren Rundenbestzeit als Sieger beendet.

28.10.06 Weltcup Tabor
Obwohl ich wie schon am Freitag gar keine guten Beine hatte, bin ich nicht schlecht ins Rennen gekommen. Die zwei Spitzenfahrer konnten sich schon bald absetzten. Bei uns in der zweiten Gruppe war das Rennen sehr taktisch und fast wie ein Intervalltraining zu fahren. Mitte Rennen hatte ich dann innerhalb einer halben Runde 2 Mal Pech. Erst stürzte ein Fahrer vor mir und kurz danach hat sich auch noch meine Kette zwischen Tretlager und Kurbel verklemmt. Ich bin damit weit zurück gefallen und beendete das Rennen auf dem miserablen 20.Rang
 

16.10.06 Auflösung des UCI Continentalteams „Stevens Racing Team“
In verschiedenen Medien, sowie auf der Stevens-Homepage wurde die Auflösung vom „Stevens Racing Team“ bekannt gegeben.
Von Stevens wurde mir mitgeteilt, dass Sie meinen bis 28.2.2008 gültigen Vertrag wie vereinbart erfüllen werden. Ich werde aber nicht mehr im Continental-Team fahren, das wird ja aufgelöst, sondern als Einzelfahrer Rennen bestreiten.

23.10.06 UCI Weltrangliste
Da ich seit Aigle nicht so viele Rennen gefahren bin wie die meisten der anderen Spitzenfahrer, vor allem aber weil ich in der Zwischenzeit nichts gewonnen habe, bin ich vom 4. auf den 7.Rang abgerutscht.

22.10.06 Weltcup Kalmthout (B)
Ich war etwas nervöser als sonst. Der Start ist ja an allen Quers sehr wichtig. Es gibt aber nicht viele Rennen während der Saison, bei denen man am Start gleich verloren hat wenn er nicht klappt. Ich bin nicht super gut weggekommen, konnte mich aber von Beginn weg in der ersten Gruppe halten. Etwa Mitte Rennen ist aber ein Fahrer einige Positionen vor mir gestürzt und ich habe kurz den Anschluss verpasst. Ab da habe ich immer etwas hinterher gehinkt und war ständig am Löcher stopfen. Da Kalmthout aber eh eine sehr schwere Strecke für mich ist, kann ich mit dem 9.Rang trotzdem zufrieden sein.

15.10.06 Fehraltdorf
Ich wollte meinen 4. Saisonsieg landen. Die Rennbesetzung war aber gut und ich rechnete nicht mit einem einfachen Rennen. In der 3ten Runde konnte ich mich für einige Zeit von meinen Mitstreitern absetzen, geschlossen kamen aber alle 4 wieder zurück. In der Folge entwickelte sich ein äußerst taktisches Rennen - gelegentlich artete es auf der Zielgerade fast mit Stehversuchen aus. In der letzten Runde wurde natürlich „alles oder nichts“ gefahren. Ich zog leider den Kürzeren gegen Francis Mouray. Der 2.Platz ist aber auch ok.

7.10.06 Zonnhoven (B)
Nach einem eher schlechten Start konnte ich mich gut nach vorne arbeiten. Nach gut 20min Renndauer hatte ich aber einen brutalen Sturz und war kurze Zeit ausser Gefecht gesetzt. Nach gut 5min daliegen konnte ich wieder einigermassen gerade stehen und gehen, musste aber das Rennen aufgeben.

3.10.06 Cross im Park Berlin
Nach meinen zwei Siegen in Hamburg wollte ich die dortige Hilfe von meinem Teamkollegen Tim van Nuffel zurückzugeben und ihn bestmöglich zu unterstützen. Leider hatte Tim nicht die besten Beine und ich musste in den letzten zwei Runden selber die Kohlen für Stevens aus dem Feuer holen. Von Radomir Simunek und Malte Urban wurde ich stark unter Druck gesetzte. Dank meiner Spurtfähigkeit konnte ich die zwei aber doch noch bezwingen und meinen dritten Saisonsieg im sechsten Rennen feiern.

2.10.06 UCI Weltrangliste
Im letzten Jahr war das grosse Ziel endlich mal in die ersten 10 der Weltrangliste zu kommen. Dank meinem guten Start in diese Saison habe ich meine letzt jährige Top-Platzierung unterboten und belege neu den 4. Rang.

1.10.06 Weltcup Aigle
Nach einem super Start habe ich in den Runden 4-6 etwas Mühe gehabt und bin vom 3. auf zwischenzeitlich auf den 11. Rang zurückgefallen. Dank einem guten Finish und ohne Sturz konnte ich im Ziel den 8. Rang belegen. Der 8.Rang ist nicht super, geht aber in Ordnung.

24.9.06 Stevens Cross Cup Hamburg
Nach einem guten Start konnten ich mich gleich mit Tim van Nuffel absetzten und wir versuchten zusammen das Rennen von vorne zu bestimmen. Mitte Rennen konnte Richard Groenendaal aufschliessen. Ab da bin ich total passiv gefahren und habe mich voll auf die letzte Runde konzentriert. Dass ich ihn dann doch noch abhängen konnte hat mich selber überrascht. Ein Weekend mit 2 Siegen hatte ich in meinem ganzen Rennfahrerleben noch nie.

23.9.06 Stevens Cross Cup Hamburg
Als Ziel hatte ich mir ganz klar das Podium gesetzt. Die Konkurrenz war aber recht gut und an Rennen wird einem bekanntlich nichts geschenkt. Da mir die Strecke auch nicht sonderlich gut gefiel, versuchte ich einfach das Beste daraus zu machen. Mit etwas Glück und Hilfe meiner Teamkollegen Sickmüller, Presslauer und van Nuffel konnte ich das Rennen sogar gewinnen und meinen ersten Saisonsieg verbuchen.

20.9.06 Quer Aalter (B)
In der letzten Saison konnte ich an diesem Rennen meinen ersten Podiumsplatz in Belgien herausfahren. Natürlich wollte ich dies wiederholen. Mitte Rennen riss es mir aber den Hinteren Reifen von der Felge und ich verlor zuviel Zeit um nochmal auf die Spitze aufschliessen zu können. Der 8.Rang ist trotzdem nicht schlecht.

17.9.06 Quer Erpe-Mere (B)
Nach einem sehr schlechten Start brauchte ich fast die Hälfte des Rennens um zur Spitzengruppe aufzuschließen. Aufschliessen alleine reicht aber nicht wenn über 10 Fahrer zusammen sind. Da ich recht am Anschlag war, fiel es mir sehr schwer einige Positionen gut zu machen. Als sich die Gruppe teilte, war ich aber trotzdem vorne und konnte am Schluss um den 2. Platz mitsprinten. Leider fehlte mir etwas die Kraft und ich wurde nur 5.

3.9.06 Zo Bike-Cup Eschenbach MTB
Ich wollte unbedingt das Rennen gewinnen! Als es in Richtung Startzeit ging, trudelten immer mehr prominente MTB-Spezialisten ein, die sich kurzfristig nachgemeldet haben. Verschenken wollte ich aber trotzdem nichts und ganz unmöglich erschien mir ein Sieg nicht.
Schon am Start merkte ich, dass es eher schwer werden würde. Es wurde losgefahren als ob es um Leben und Tod gehen würde. Ich versuchte dran zu bleiben und hoffte, dass das Tempo irgendwann etwas zusammenfallen würde. Am Ende der 1.Waldabfahrt beruhigte sich das Rennen etwas und ich fand auch richtig ins Rennen. In der Folge wurde die Spitzengruppe immer kleiner. Nach Mitte Rennen habe ich das Tempo wieder verschärft und konnte mich leicht absetzten. Der Vorsprung blieb in der Folge aber immer bei ca. 20 Sekunden. Diese brachte ich auch als Sieger bis ins Ziel. 

 

2.9.06 Handicaprennen Genf
Die Genfer Kantonsrundfahrt ist definitiv eins meiner liebsten Strassenrennen. Ich habe da schon zwei Mal Gewonnen und war ein weiters mal 2. An diesem Tag bin ich aber irgendwie nicht wirklich gut drauf gewesen. Ich hatte von beginn weg nicht die erwünschten guten Beine. Mitte des Rennens bekam ich dann auch noch Kopfschmerzen und fühlte mich auch sonst wie wenn mir die wäre zu stark zu schaffen gemacht hätte. Ins Ziel bin ich mit der zweiten Gruppe gefahren.

27.8.06 Handicaprennen Pfaffnau
9 Runden à 14,8km und Total 1800 Höhenmeter mit sehr, sehr viel Regen erwarteten uns. Ich nahm das viele Nass recht gelassen und hoffte auf ein besseres Wetter. Trotz all dieser Umstände blieb das Feld sehr lange kompakt. Ich konnte mich mehrmals mit Gruppen absetzten. Der Hauptteil des Feldes schloss aber immer wieder auf. In der zweitletzten Runde setzten sich dann 6 Fahrer ab. Ich blieb ruhig und hoffte, an der letzten Steigung nochmals aufschliessen zu können. Dies gelang mir aber nicht, da der Vorsprung einfach schon zu gross war. Mit meinem Rennen bin ich trotzdem zufrieden. Meine Form wird von Woche zu Woche besser. Bin also sehr optimistisch für den Start der Quersaison.

 20.8.06 GP Stammertal
Das Rennen lief von Anfang an gegen mich. Ich verpasste jede wichtige Attacke und konnte mich erst drei Runden vor dem Ziel mit einer grossen Gruppe vom Feld absetzten. Zu diesem Zeitpunkt war das Rennen schon gelaufen. Wir hatten knappe 20km vor dem Ziel über 2min Rückstand. Der 7.Platz war dann aber doch noch besser als erwartet da, wir in den letzten 2 Runden einige Fahrer einholten die aus der Spitzengruppe zurückgefallen waren.

 19.8.06 Handicap Bern-West
Ich habs endlich auch wieder mal an einem Schweizer Strassenrennen geschafft! Ich habe die Intensitäten im Training beträchtlich erhöht und konnte gleich gewinnen. Das Rennen lief eigentlich gar nicht so gut für mich. In der 2.-letzten Runde war ich sogar abgehängt. Habe mich aber mit einigen anderen Fahrern wieder herangekämpft und nach kurzem durchatmen konnte ich sogar zur Vier-Mann-Spitzengruppe aufschliessen. Im Sprint rechnete ich nicht mehr mit grossen Chancen. Kurz vor dem Ziel folgten aber noch 3 heikle Kurven kurz hintereinander. An der Spitze liegend riskierte ich wohl etwas mehr als die anderen und kam mit etwas Vorsprung auf die sehr kurze Zielgerade. Den Sieg liess ich mir dann nicht mehr nehmen.

 6.8.-19.8. Höhentrainingslager MTB Woche Pontresina
Geplant waren nochmal 2 Wochen Training im Engadin. Wegen zuviel schlechtem und sehr kaltem Wetter habe ich aus zwei Wochen nur gerade eine gemacht.

6.8.06 Gansingen
Nachdem ich am Vortag 6 oder mehr Stunden in Dübendorf am Rolling Stones Konzert rumgestanden habe, rechnete ich schon mit schlechten Beinen. Effektiv hatte ich aber extrem schlechte Beine. Das Rennen war für mich eine mittlere Katastrophe. Ich konnte zu keinem Zeitpunkt mitfahren oder Akzente setzen. Nach 90km bin ich ausgestiegen

30.6.06 Kriterium Schaffhausench wollte ein möglichst gutes Rennen fahren, hatte vor dem Rennen aber keine Ahnung was ich nach drei Wochen viel Training, ohne irgendwelche Intensitäten, erwarten kann. Die ersten 10 Runden waren dann, wie erwartet, nicht ganz einfach. Ich hatte etwas Mühe, die Position im Feld zu halten und wurde immer wieder durchgereicht. Als dann die ersten wichtigen Attacken gefahren wurden, versuchte ich mitzufahren. Das war nicht ganz einfach gegen die vielen Kriteriumsspezialisten. In den Zwischensprints konnte ich immer mal wieder einen oder zwei Punkte ergattern und überrundete mit 11 anderen Fahrern das Feld. Für ganz vorne auf der Rangliste reichte es aber doch nicht. Bin etwa 7. oder 8. geworden.

9.7.-29.7.06 Höhentrainingslager Pontresina
Im Hotel Palü hatte ich eine super Unterkunft und fast schon Familienanschluss. Ich habe aber nicht nur rumgesessen sondern gut und trainiert. In den, nicht ganz, drei Wochen habe ich gute 70h trainiert und bin dabei fast 33000 Höhenmeter gefahren. Ich kann mich nicht daran erinnern, im Engadin jemals so lange so gutes und so warmes Wetter gehabt zu haben.
Zwei Turen haben mir besonders gefallen: Die eine führte Frischi und mich von Pontresina via Zernez, Ofenpass, Santa Maria, Umbrailpass, Bormio, Livigno und Berninapass zurück nach Pontresina. Mitte Umbrailpass kreuzte uns plötzlich die Spitzengruppe der „Transalp-MTB-Challenge“. Auf dem Pass wurde uns dann sogar Essen und Trinken der offiziellen Verpflegung angeboten. Das war recht spassig.

Die andere Extrem-Tour führte von Pontresina via Berninapass, Livigno, Bormio, Santa Caterina, Gavia, Edolo, Aprica, Tirrano, und Berninapass zurück nach Pontresina. Für mich war es die Jungfernfahrt über den Gaviapass, der vor allem in der Abfahrt sehr imponierend war.
Im Hinblick auf die anstehende Quersaison waren das die letzten Wochen mit reinem Ausdauertraining. Jetzt schalte ich eine ruhige Woche ein und werde dann mit speziellen Intervallen fürs Quer beginnen.

 8.7.06 Gigathlon
Der wohl grösste Breitensportanlass der Schweiz. Ich bin im „Team of five“ von NMS Bern gefahren und es war das absolute Hammer-Erlebnis. Wir (900 Athleten) machten uns Nachts um 2 Uhr auf den Weg von Genf nach La Chaux de Fonds. 165km und gute 2000 schwere Höhenmeter. Meine lang ersehnte 3-wöchige Velopause habe ich gerade davor beendet. Deswegen machte ich mir Sorgen, die Strecke in einigermassen anständigem Tempo hinter mich zu bringen. Mit Ach und Krach konnte ich bis etwa km 135 den Anschluss zur Spitze halten. Danach bin ich aber ziemlich eingebrochen und zu allem Elend auch noch falsch abgebogen. So habe ich meinem Team schon nach der ersten Disziplin einen Rucksack von fast 30 Min auf den Weg mitgegeben. Dumm gelaufen! War aber ein super Erlebnis und hat mega spass gemacht. Wir haben mit dem Team den guten 12ten Rang belegt.

7.6.–11.6.06 GP Ringerike (NOR)
Schönes Wetter in einem sehr schönen Land. Im Kopf war ich aber einfach nicht mehr fit genug, um so gut zu fahren wie meine Beine es hätten hergeben können. Jetzt habe ich aber endlich Ferien um meinen Kopf zu befreien und am „Badi-Quer Schmerikon“ zu arbeiten. Danach geht’s mit neuer Frische und neuem Elan in die nächste Saison.

5. Etappe: es warteten 100 relativ einfache Kilometer auf uns, die dann von einem schweren Finale mit rund 1600Höhenmeter auf 60km gefolgt wurden. Eigentlich wollte ich das Rennen ja beenden. Meine Beine wollten aber nicht mehr richtig - der Kopf war eh schon in den Ferien. So bin ich nur noch eine Zusatzrunde gefahren und habe das Rennen vorzeitig beendet.

4. Etappe: die ganze Etappe war recht mühsam zu fahren. Immer leicht wellig und eine Kurve nach der andern. Auf der 15km Zusatzrunde wartete ein Monsteraufstieg mit maximal 24% Steigung und einer Länge von etwa 5km auf uns. Ich hatte keine Chance mit der Spitze mitzufahren und beendete die Etappe in einem kleinen Grupetto mit einigen Minuten Rückstand.

3. Etappe: Diesmal eine richtige Bergankunft mit etwa 5km Länge und rund 400 Höhenmeter. Das steilste Stück wurde uns mit über 20% angekündigt. Davor hatten wir auch schon 2 Berge zu bewältigen, in der das Feld richtig auseinander gefahren wurde. Ich war immer in den ersten 15-20 Plätzen. Kurz vor der Schlusssteigung gab es aber wieder einen grossen Zusammenschluss von etwa 60 Fahrern. Im Ziel belegte ich den 19. Rang mit einer guten Minute Rückstand.

2. Etappe: Eine relativ einfache Etappe aber mit viel Wind. Gleich von Beginn an folgte Attacke auf Attacke. Ich hielt mich lange zurück, wollte aber irgendwann auch mein Glück mit einer Fluchtgruppe versuchen. Als ich dann bei Kilometer 100 antrat, folgte mir erst niemand. Dann wurde ich vom gesamten Feld fast eingeholt, kam aber nochmal alleine weg. Für eine Soloflucht hatte es aber einfach zuviel Gegenwind und das Feld liess mich nie weiter als 1.30min entwischen. Nach 30km brach ich die Aktion ab und verschwand wieder in der Anonymität des Feldes.

1. Etappe: Sehr schönes, aber nicht wirklich warmes Wetter hatten wir über die ganzen 160km. An diesem Tag war das Rennen erst mal 40km immer leicht fallend. Danach folgten 2 schöne Steigungen  à etwa 5km. Am Schluss mussten wir die ersten 40km wieder zurück fahren und hatten eine 2km Bergankunft. Bis kurz vor den letzten Anstieg lief es mir recht gut. Richtung Ziel fehlte mir aber schlicht die Power um vorne mitdrücken zu können.

3.6.06 Handicaprennen Gippingen
Wieder einmal habe ich es nicht geschafft eins meiner Lieblingsrennen zu Gewinnen. Ein Vorsprung von 9min auf 120km ist aber auch klar zuviel. Entweder müsste das Rennen 1h länger sein oder der Vorsprung geringer. Das Elitefeld hatte im Ziel noch 3min Rückstand. Nach 2.37min Fahrzeit hatte ich aber 45,5km/h Durchschnitt auf meinem Velocomputer.
Nach dieser total verkorksten Woche mit Dauerregen und schlechtem Wettkampfergebnis hoffe ich auf bessere Tage in Norwegen.

20.5.06 Strassenrennen Cham
Die Trainings in dieser Woche verliefen mal wieder recht gut für mich. So hatte ich allen Grund, das Rennen in Cham optimistisch anzugehen. Das Rennen führte über 17 Runden. Ein Total von 156km.
Das Rennen begann gleich sehr animiert. In der dritten Runde setzte ich alleine einer kleinen Spitzengruppe hinterher und fuhr ab da immer zuvorderst mit. 30km vor dem Ziel wurden wir vom Feld eingeholt, ich konnte mich aber gleich wieder absetzten. Trotz vielen Attacken im Finale kam es zu einem Sprint von 16 Fahrern. Ich belegte den 5.Platz. Mit meinem Rennen bin ich sehr zufrieden, der Rang hätte aber schon ein bisschen besser sein dürfen.


14.5.06 Tell Stafette Bürglen
Die Innerschweizer polysportive Olympiade findet nur alle 3 Jahre statt. Dementsprechend wichtig ist der Event für die Top-Teams. Ich wurde schon früh in diesem Jahr vom Team Roleto angefragt ob ich den Rennvelo-Part übernehmen würde. 1x10,5km Berghoch und 1x 9km Bergab. Beide Strecken gingen einigermassen gut. Drittschnellste Zeit den Berg hoch und zweitschnellste Zeit beim Downhill. Mit meinem Team habe ich mit 3min Vorsprung gewonnen. Extrem haben mich die vielen Zuschauer und die super Atmosphäre beeindruckt. In der Schweiz bin ich seit meiner letzten Tour de Suisse 2001 nie mehr ein Rennen gefahren mit so vielen Zuschauern.
Unser „Sportlicher Leiter“ ist nun 3 Jahre lang der stolze Besitzer des Tell-Monuments. Unser Team war zusammengewürfelt aus folgenden Sportlern:

                                                                                    Start- / Ziellauf   Philip Rist
                                                                                    Rennvelo           ich

                                                                                    Bike                 Joel Lussi
                                                                                    Berglauf            Karl Jöhl
                                                                                    Langlauf            Arne Lienert
                                                                                    Ski                   Fredy Marty

                                                                                    Crosslauf          Pius Stuckli

7.5.06 Frauenfeld
Ich hatte bis Donnerstag mit Bauchschmerzen und Durchfall zu kämpfen. Etwas im Ungewissen über meinen Formstand bin ich aber trotzdem zum Rennen gefahren. In den ersten 2 ½ Runden musste ich aber gleich zweimal mein Hinterrad wechseln. Erst durch Defekt und dann weil das Ersatzrad nicht richtig gepasst hat. Ende der 3. Runde habe ich mir aber ein 20er Goldvreneli ersprintet. Das war aber etwas zuviel. Da ich grosse Mühe hatte mit dem Essen wurde ich von Runde zu Runde schwächer. In der letzten Runde konnte ich das Tempo am Berg nicht mehr mithalten und wurde abgehängt.

 

Ja nu, es kommen bestimmt auch wieder bessere Zeiten.

 22.4.-29.4. Cape Epic
8. Etappe, Boschendal – Spier, 68km, 1600Hm:
Unser Ziel war ganz klar: den 2.Gesamtrang zu sichern. Sauser-Bundi machten bald richtig Druck und nur Platt-Bresser (Gesamt 3.) und wir konnten mithalten. Mitte Rennen wurden wir von Sauser-Bundi distanziert, konnten uns aber gleichzeitig von Platt-Bresser absetzten und uns den 2. Gesamtrang mit dem 2. Etappenrang sichern.

 7. Etappe, Hermanus - Boschendal, 148km, 3300Hm:
Die Hammer-Etappe. Ewig lang, 3 lange Aufstiege und ab Mitte Rennen auch noch Hitze. Mir lief es gar nicht. Irgendwie konnte ich aber in den entscheidenden Momenten immer ausreichend auf die Pedalen drücken um nicht den Anschluss zu verlieren. Im Sprint um den 2. Platz wurden wir aber klar geschlagen und erreichten den nur den 4. Etappenrang.

 6. Etappe, Greyton – Hermanus, 116km, 2005Hm:
Bis auf den letzten Anstieg war das keine besonders aufregende Etappe. Dieser hatte es aber richtig in sich. Unsere Strategie war klar. Ich würde schon vor dem letzten Anstieg einen kleinen Vorsprung erarbeiten da ich unten in den Steigungen immer am meisten Mühe hatte. Johannes hingegen konnte es zum Beginn eines Anstiegs nicht schnell genug sein. Dies klappte dann auch und obwohl Sauser-Bundi uns auch diesmal wieder etwas abhängten konnten, wir zurückkommen. Im Sprint konnten wir uns dann endlich den ersehnten Etappensieg sichern.

 5. Etappe, Swellendam – Greyton, 114km, 1535Hm:
Schon kurz nach dem Start setzte sich ein Team aus Südafrika vom Feld ab. Da sich niemand verantwortlich oder gefährdet fühlte, kamen die zwei bis zum Ziel durch. Hinten passierte nie wirklich etwas. Es war eher eine ruhige Etappe. Im Sprint versagten wir aber wieder.

 4. Etappe, Riversdale – Swellendam, 132km, 2175Hm:
Wir hörten vor dem Start von einem sehr schweren Singletrail etwa nach Hälfte der Distanz. Wir zwei gaben bei der Attacke von Sauser-Bundi alles und waren die Einzigen, die mithalten konnten. Leider folgte im Anschluss an die Abfahrt ein längeres Flachstück und die anderen favorisierten Teams konnten wieder aufschliessen. Trotz viel Dummheit und Ungeschick von mir kurz vor Ziel konnten wir uns im Sprint mit viel Einsatz und Kampf doch noch den 2. Etappenplatz sichern.

 3. Etappe, Mossel Bay – Riversdale, 122km, 1800Hm:
Von allen Seiten hiess es, dass dies eine Erholungsetappe sei... Ich hatte aber keine guten Beine und konnte mich auch nie von den Strapazen der ersten zwei Etappen erholen. In einem steilen, technischen Aufstieg etwa 25km vor dem Ziel fuhren uns Sauser-Bundi einfach davon. So als ob wir nie trainieren würden. Wir drei Verfolgerteams merkten bald, dass nach vorne nichts mehr ging. Johannes und ich konzentrierten uns deshalb aufs Finale und sicherten uns erneut den 2.Platz.

 2. Etappe, Saasveld – Mossel Bay, 116km, 2040Hm:
Gleich nach dem Start ging es eine kurze aber knackige Steigung hoch. Nach 3km waren wir bereits nur nach etwa 10 Teams an der Spitze. Mir lief es die ganze Eetappe recht gut, erholen konnte ich mich aber nie. Den Sprint verpatzten wir total. Zum Glück haben wir aber keine Zeit mehr eingebüsst.

 1. Etappe, Knysna – Saasveld 128km, 2940Hm:
Pünktlich zum Start hat es wieder zu regnen begonnen. Wir zwei Stevens-Piloten hatten uns aber darauf eingestellt und danach angezogen. Schon nach wenigen Metern hatten wir bereits den ersten Berg zu erklimmen. Ich war etwas überrascht wie sportlich es schon am ersten Hügel zur Sache ging, hatte aber keine Probleme zu folgen. Nach etwa 20km kam aber bereits die erste Attacke von Sauser und Bundi. Zu meinem Erstaunen waren wir das einzige Team, das mithalten konnte. Kurz darauf lagen wir allein an der Spitze, weil die anderen zwei einen Platten zu reparieren hatten. Johannes hat gleich ein riesiges Hoch bekommen und ich hatte alle Mühe ihm zu folgen. Als wir dann von den Teams Sauser-Bundi und Platt-Bresser eingeholt wurden, hatte plötzlich er seine Mühe und wir fielen mit Platt-Bresser zurück. 2km vor dem Ziel konnten wir Platt-Bresser nochmal distanzieren und landeten auf dem überraschenden 2. Etappenplatz.

 1x 1.Etappenrang, 4x 2.Etappenrang und gesamt 2. mit meinem Stevens Racing Teamkollegen Johannes Sickmüller. Das war viel besser als wir erwartet hatten.
Rein physisch kann man dieses Rennen mit einem schwereren Etappenrennen vergleichen. Psychisch war es für mich aber um ein vielfaches schwerer. Trotz meinem super Fully von Stevens, dem F10 hat es vom Start bis ins Ziel fast ständig gerüttelt. Die gravel road’s sind viel schlimmer zum fahren als die schlechteste Kiesstrasse, die ich bei uns in der Gegend kenne. Zeitweise habe ich mehrmals pro Kilometer auf meinen Tacho geschaut wie weit es denn noch bis zum Ziel sei... Erbarmen hatte niemand mit mir! Fertiggefahren sind wir trotzdem und meiner Ansicht sogar sehr gut.       

 15.4.-31.4 Südafrika
Wenn lange Flüge doch nur angenehmer wären! Ich weiss einfach nicht wohin mit meinen Beinen. Vielleicht gewöhne ich mich aber mal noch dran. Die erste Woche hatten wir fast optimal Zeit um uns aufs www.cape-epic.com vorzubereiten. Im B&B von Anke in Sommerset West war es eigentlich zu schön um wieder weg zu gehen.

 9.4. Strassenrennen Lancy
Müde vom Training und müde von der Reise bin ich zum Rennen in Lancy angetreten. Meine Beine waren anfangs gar nicht schlecht. Ab etwa 50km hatte ich dann ein Loch bis etwa 120km. Ab da ging’s dann eher wieder besser. Im Sprint des Feldes habe ich mich dann aber zurück gehalten.

 18.3.-8.4. Trainingslager Mallorca
Wie immer in den letzten Jahren habe ich das Frühjahrs-Trainingslager bei www.huerzeler.com gemacht. So Geniales Wetter wie in diesem Jahr hatte ich aber noch nie. Während fast 2700km bin ich gerade mal 1h10min im Regen gefahren. Das Training auf der Insel wir auch jedes Jahr besser da es nur noch wenige schlechte Strassen gibt und das Hauptverkehrsnetz viel verkehr von den Velostrecken nimmt.

by www.huci.ch & www.christian-heule.com 2009