5.2.06 Hoogstraten (B)

Eine sehr schöne Strecke mit zwei mittelschweren Sandpassagen und einigen heiklen Kurven. Obwohl ich mich etwas besser fühlte,  war ich nach dem Dämpfer vom Vortag nicht wirklich bereit. Ich metzgerte mich aber einigermassen anständig durch und landete auf dem 16.Rang.

 

4.2.06 Lille (B)

Leichte Halsschmerzen, etwas Kopfweh und absolut keine Kraft. Wenn das Rennen Anfangs Saison gewesen wäre, hätte ich wohl auf einen Start verzichtet. Da ich aber schon in Belgien war, wollte ich wenigstens versuchen ein halbwegs anständiges Rennen zu fahren. Auf dem recht verwinkelten und sandigen Parcours konnte ich auch meine Technik etwas schulen. Zu mehr hat’s dann auch nicht gereicht. Der 22. Platz ist so schlecht wie er sich anhört.


30.1.06 Analyse der Rangliste

Mein Rückstand auf den Sieger im Ziel betrug 1min10sek. Davon habe ich in der ersten Runde 23sek. und in der 2. Runde 17 sek. verloren. Ende der ersten Runde war ich an 33. Stelle. In der 7. von 9 Runden war ich sogar der schnellste Fahrer des gesamten Feldes.

 

29.1.06 WM Zeddam (NL)

Ein Spitzenresultat konnte ich mir nach den ersten 10 Metern vom Rennen gleich abschminken. Enrico Franzoi rutschte vor mir vom Pedal und machte einen riesigen Schwenker. Aus diem Grund musste ich voll auf die Bremse und stand nach 10m quasi wieder da. Infolge dessen scheuchte ich fast das ganze Feld vor mir her. Da sah ich plötzlich Fahrer aus Japan, Simbabwe und Spanien, die ich sonst nur beim überrunden überhole. Weil die Strecke sehr verwinkelt und für einen WM-Kurs eher eng war, wurde jedes Überholmanöver zu einer Zitterpartie. Nach 3 Runden kam ich aber doch noch recht gut ins Rennen und arbeitete mich jede Runde ein paar Plätze vor.

Ich bin sicher ein sehr gutes, kämpferisches Rennen gefahren. Der 13.Rang war aber ganz klar nicht mein Ziel. Mit einem anständigen Start wäre bestimmt viel mehr drin gewesen.

 


28.1.06 letztes Training vor dem Showdown

Die WM kann kommen. Mein Material, meine Beine und auch mein Kopf sind bereit für die WM.

Ich bin nochmal 8 Runden auf der Strecke gefahren und habe dabei verschiedene Reifen und Laufräder getestet. Ich glaube, ich habe die best möglich Abstimmung gefunden.

Jetzt freue ich mich sehr auf das morgige Rennen.

 

25.1.06 2.Training in Zeddam

Nach Schneefall am Morgen hat es während meinem Training auf der Strecke begonnen zu regnen. Der gefrorene, leicht nasse Boden war aber trotzdem viel besser zu fahren als in der Schweiz bei gleichen Verhältnissen. Einige Kurven wurden natürlich etwas rutschig. Alles in allem hat sich aber nicht viel verändert. Nach nunmehr 17 Runden auf der Strecke könnte ich schon fast blind darauf fahren. Das Kurventraining hilft mir aber bestimmt viel am Sonntag. 

 

24.1.06 1.Training in Zeddam

Nach meiner Ankunft im Hotel habe ich mich sofort umgezogen um einen ersten Eindruck von der WM-Strecke zu bekommen.

Ich bin sofort sehr gut zurecht gekommen. Natürlich ist nicht alles optimal für mich, zwei, drei Kurven sind doch sehr eng. Im Grossen und Ganzen bin ich mir aber sicher, ein tolles Rennen und Resultat fahren zu können.

Ich werde versuchen in den nächsten Tagen regelmässig vom Training auf der Strecke zu Berichten.

 

23.1.06 UCI Ranking

Nach dem WC-Rennen von Lievin bin ich wieder auf den 11ten Rang der Weltrangliste gefallen. In Hoogerheide bin ich mit 4 Punkten Rückstand auf den 10. in Rennen gegangen. Jetzt bin ich wieder 10. mit 26 Punkte Vorsprung auf meinen grossen Mitstreiter Wilant van Gils.

 

22.1.06 Weltcup Hoogerheide (NL)

Mein Ziel war es ein gutes Rennen zu fahren und viel Moral für die WM in Zeddam holen.

Beides hat hervorragend funktioniert. Ich konnte endlich mal wieder an einem grossen Rennen von Beginn an in der Spitze mitfahren. Diese war allerdings sehr gross. Wir waren nach den ersten Runden noch über 25 Fahrer, die mehr oder weniger aufgereiht fuhren. Bei Hälfte des Rennens konnten sich Bart Wellens und Radomir Simunek Jr. leicht absetzten. Hinten belauerten alle den grossen Favoriten Sven Njs. Irgendwann drückte er dann wirklich aufs Gas und wir waren innert kürzester Zeit nur noch 9 Mann auf der Verfolgung. Anfangs konnte ich recht gut mithalten. Drei Runden vor Schluss verspürte ich aber plötzlich leichte Krämpfe in den Oberschenkeln. In der zweitletzten Runde musste ich dann leicht abreissen lassen, fuhr das Rennen aber auf dem guten 9.Rang zu Ende.

 

15.1.06 Weltcup Lievin (F)

Nicht mein Tag: Aufgewacht mit Rückenschmerzen, Schlechter Start, Rückenschmerzen am Rennen. 17.Rang. Für den nächsten Weltcup und die WM heisst es nur noch besser werden. Muss.

Ich will am Ende der Saison unter den ersten 10 der Weltrangliste sein. Bin jetzt aber wieder auf 11 mit 4 Punkten Rückstand auf den 10.Platz.

 

11.1.06 Online Interview
Auf
http://www.linth24.ch/Sport.31+M5f364bf6e7f.0.html
hat es ein aktuelles Interwie zum lesen.

 


9.1.06 UCI Ranking

Zurück in den Top Ten der Weltrangliste: 10.Rang

 

9.1.06 Glückwünsche

Vielen herzlichen Dank allen, von denen ich seit dem Titelgewinn Glückwünsche erhalten habe.

 

8.1.06 SM Dagmersellen

Zur SM nach Dagmersellen bin ich nur mit einem Ziel gefahren: SM-Gold und damit SM-Trikot.

Das Rennen selber ist äußerst taktisch und spannend verlaufen. Am Start war ich recht nervös, dies legte sich aber Ende der ersten Runde. Ich habe versucht, das Rennen einigermassen zu kontrollieren und möglichst wenig Kraft für die entscheidenden Augenblicke zu schonen. Alex Moos und Florian Vogel haben mehrmals attackiert. Ich habe sehr lange auf den perfekten Moment gewartet und ihn in der letzten Runde auch gefunden. Nach einer Attacke von Frischi hat Moos verlängert. Ich habe den Schwung mitgenommen und bin so schnell wie möglich dem Ziel entgegen gefahren. Die Zielgeraden konnte ich dann richtig geniessen und meinen 2.SM-Titel feiern.
 

 


6.1.06 Vorschau SM Dagmersellen

Kurz gesagt bin ich sehr motiviert und Optimistisch.

Ich habe mir eigentlich eher tiefen als gefrorenen Boden gewünscht. Aber was soll’s! Ich werde wach und in Form am Start sein und gebe mein Bestes. Mein Ziel ist ganz klar zum zweiten Mal Schweizermeister zu werden.

Für meine Fans habe ich vergünstigte Tickets aus dem Vorverkauf. Diese sind für 8.—Fr. anstelle 12.—Fr. bei mir erhältlich.

 

01.01.06 Baal (B)

Als ich aufgestanden bin, war mein erster Gedanke: Heute geht’s endlich wieder Heim. Die Strecke habe ich gar nicht grossartig besichtigt. Ich bin vor dem Rennen fast 1h auf der Strasse gefahren und habe mich auf der Rolle gut warm gemacht. Am Rennen selber bin ich eher schlecht gestartet. Nach 2 Runden war ich an 25Stelle. Der 12.Rang im Ziel ist aber dann doch nicht so schlecht.

 

31.12.05 Weltcup Hooglede (B)

Viel Wasser, viel Dreck und viel Fusslauf. Das erwartete uns am letzten Weltcuprennen im alten Jahr. Als ob es nicht schon genug kalt wäre, wurde das Rennen nach einem Frühstart abgebrochen und neu gestartet. Ganz unglücklich war ich darüber aber nicht. Beim zweiten Versuch bin ich nämlich viel besser weg gekommen. Das Rennen selber wurde zu einer regelrechten Schlammschlacht. Zum ersten mal in dieser Saison musste das Velo zweimal pro Runde gewechselt werden. Der 11. Rang ist nicht schlecht aber wieder nicht in den ersten 10.

 

28.12.05 Loenhout (B)

Nach zwei Runden bin ich sehr heftig über den Weltmeister gestürzt der sich gerade vor mir hingelegt hatte. Mein Hinterrad ist dabei gebrochen. Da es ein sehr schnelles Rennen war kamen 700m Fusslauf nicht in Frage. Ich hätte damit fast eine ganze Runde auf die spitze verloren. Aufgabe!

 

26.12.05 Weltcup Hofstade (B)

Hofstade gehört zu meinen Lieblingsrennen. Leider war ich nicht konzentriert genug. Ich weiss auch nicht, was los war. Der 14. Platz war nicht schlecht aber irgendwie ist die Rennstunde einfach so vergangen. Ich konnte mich nicht quälen und an keinem anderen Fahrer festbeissen. Was los war weiss ich jetzt noch nicht.
 

 


18.12.05 Nommay (F)

Mein Wochenendhöhepunkt.

Ich versuchte,bei diesem C2 Rennen unbedingt zu gewinnen. Am Start bin ich recht erschrocken: die französischen Fahrer sind gestartet wie aus einer Kanone geschossen. Nach der ersten Runde lag ich etwa an 4ter Stelle und bereits 20 Sekunden hinter dem Top-Favoriten Francis Mourey. Nach der 2. Runde lag ich dann an 2. Stelle, aber immer noch mit großem Rückstand. Mir war sogleich klar, dass es höchste Zeit wird, um aufs Gas zu drücken, damit das Rennen nicht schon jetzt gelaufen ist. Mitte 3. Runde war ich aber plötzlich an Fancis dran und attackierte ihn gleich. Meinen Vorsprung konnte ich schnell vergrössern und lag eine Runde später schon mit 20 Sekunden voraus. Leider habe ich kurz darauf einen Platten am Hinterrad eingefangen und musste fast eine halbe Runde mit Platten und meist zu Fuss zurücklegen. In Folge dessen entwickelte sich ein spannendes Rennen zwischen uns zwei. Francis behielt im Finale aber die Oberhand und ich wurde 2. Ich bin gut gefahren, habe gut gekämpft aber leider schon wieder Defekt gehabt.

 

17.12.05 Essen (B)

Wir Crosser mussten unsere zweirädrigen Hightechgefährte bei misslichsten Wetterbedingungen durch Dreck und Schlamm bewegen.

Ich bin nicht sonderlich ambitioniert aber sehr gut ins Rennen gestartet. In meinem Kopf war das Rennen von Nommay einfach zu sehr als Fixpunkt markiert. Ich konnte mich dann auch nicht richtig quälen und kämpfen ging schon gar nicht. Der 14. Rang ist angesichts dessen weder eine gute noch schlechte Platzierung.
 

 


11.12.05 Weltcup Igorre

Die pure Katastrophe!

Mein Start war zur Abwechslung mal ganz gut. Die Pechhexe holte mich dann aber bald ein und lies mich das ganze Rennen nicht mehr los. In der dritten Runde begann alles mit einem platten Vorderreifen. Einige Runden später war ich in der nicht ganz einfachen Abfahrt etwas zu schnell und mein Stevens warf mich so richtig vom Sattel. In der letzten Runde, etwa 400m vor dem Ziel, hat es mir dann auch noch den Wechsel abgerissen. Der 19. Rang, 1 kaputtes Velo und 1 kaputtes Vorderrad waren das Ergebnis meines Abenteuers.

 

08.12.05 Weltcup Milano

12.Rang

Gleich in der ersten Runde zweimal zu stürzen ist schlecht. In der Folge musste ich mich natürlich von weit hinten wieder vorkämpfen. Dies gelang mir recht gut obwohl es auf einer so rutschigen Strecke nicht immer einfach ist, andere Fahrer zu überholen. Die deutliche Leistungssteigerung gegenüber Wetzikon stimmt mich aber optimistisch, das ich an den nächsten Weltcuprennen bald wieder vorne dabei bin.
 

 


04.12.05 Weltcup Wetzikon

Ich habe mich gar nicht so schlecht gefühlt. Schon am Samstag bei der Streckenbesichtigung lief es recht gut. Im Rennen habe ich dann aber schnell gemerkt, dass man fast zwei Wochen ohne regelmäßige, gute Trainings nicht einfach wegzaubern kann. Dazu habe ich ja auch noch drei Tage im Bett gelegen und mein Husten geht auch einfach nicht weg.

Nach einem katastrophalen Start habe ich sofort versucht, schnell wieder einige Plätze zurück zu gewinnen. Mir fehlte aber schon von Beginn an die nötige Kraft. Im Verlauf des Rennen versuchte ich einfach den Schaden in Grenzen zu halten und mich einigermassen über die Distanz zu retten.

Ich hätte mich an meinem Heim- und Lieblings-Weltcuprennen natürlich gerne ganz vorne gezeigt. Dies war aber aus den bekannten Gründen einfach nicht möglich.

Ja nu, die nächsten Rennen kommen bestimmt und die guten Weltcupresultate damit hoffentlich auch endlich.

 

 

25.11.05 Absage Radquer Bützberg

Die Woche hat gleich mit leichten Halsschmerzen begonnen. Da es aber Dienstag und Mittwoch nicht schlechter geworden ist, habe ich trotzdem trainiert. Am Donnerstag habe ich mich richtig krank gefühlt. Den ganzen Tag habe ich nicht viel gemacht ausser Tee trinken und rum liegen. Heute Vormittag habe ich mich zwar wieder besser gefühlt, dieses Gefühl ist aber weit entfernt von gesund. Da ich nächste Woche unbedingt wieder fit sein will, werde ich dieses Wochenende kein Rennen fahren.
 

 


20.11.05 Radquer Hittnau

Ich wollte unbedingt versuchen, meinen dritten Saisonsieg einzufahren.

Die Bodenverhältnisse gestalteten sich aber bedeutend schwieriger als noch am Samstag. Aus einfach nur voll Gas fahren wurde nichts. Durch die Kälte in der Nacht fror der Boden an einigen Orten, taute dann aber langsam wieder auf. Zwei, drei Passagen waren fast zu fahren wie auf Eis. Ich bin gut ins Rennen gestartet, versuchte mich die erste Runde aber eher etwas zurück zu halten. Nach mehreren Attacken von mir, die die Konkurrenten aber mehr oder weniger gut pariert hatten, war ich mir eine Zeitlang nicht mehr sicher, wie ich das Rennen gewinnen könnte. Da ich mir aber recht sicher war, im Sprint siegen zu können, nahm ich die letzten 3 Runden etwas Gas raus und beschränkte mich darauf, die anderen zu kontrollieren. Michi Baumgartners letzter Angriff eine halbe Runde vor Schluss brachte mich aber doch noch arg in Bedrängnis. Ich musst alle Kraft mobilisieren um nochmal an ihn ran zu kommen. Im Sprint war er dann aber chancenlos.

Mit meinem dritten Saisonsieg bin ich natürlich sehr zufrieden. In 2 Wochen steht der erste absolute Höhepunkt der Saison an: Das Radquer Wetzikon.

 

19.11.05 Streckenbesichtigung Hittnau

Da ich vor knapp 4 Jahren das letzte Mal in Hittnau gefahren bin, wollte ich mir unbedingt ein Bild von der Strecke machen. Sehr viel wurde aber seitdem nicht verändert. Die ganze Strecke ist flüssig ausgesteckt und dank den trockenen Bodenverhältnissen sehr schnell zu befahren. Technisch scheint mir die Strecke auch eher leicht zu sein. Allerdings muss man ständig auf der Hut vor Kuhscheisse sein. Diese Haufen liegen rum wie Sand am Meer. Falls man in einer Kurve über so einen Stinkhaufen drüber fährt, kann das sehr schnell zum Sturz führen. Frischi meinte auch dass die größte technische Schwierigkeit darin besteht, all diesen Haufen auszuweichen. Unrecht hat er mit dem Spruch nicht. Mal sehen wie es morgen aussieht.

 


13.11.05 Weltcup Pijnacker (NL)

Das Ziel war lange vor dem Rennen klar. Ein Top-Ten Resultat musste sein, um den 9.Rang der UCI Weltrangliste sicher Verteidigen zu können.

Am Samstag bei der Streckenbesichtigung lief es ganz gut. Meine Beine waren nicht super toll, aber nach 880km Autofahrt mussten sie das auch nicht sein. Und das Rennen war ja erst am Sonntag.

Der Sonntag hat für mich gut angefangen. Ich hatte gut geschlafen und das Strassentraining am Vormittag lief gut. Ins Rennen selber bin ich dann aber sehr schlecht gestartet. Beim ersten Abbiegen ins Gelände lag ich vielleicht an 30ter Stelle. Diese Position konnte ich zwar schnell verbessern, aber meinen Motor habe ich dabei dermassen ans Limit gedreht, dass ich bis zur 6.Runde nur am Anschlag fuhr. Ich hatte alle Mühe, an der Gruppe von Platz 14- 24 dran zu bleiben. Ich konnte es kaum fassen, wie schlecht es lief, wollte aber unbedingt um jeden Platz kämpfen. In der 7.von 11 Runden überstürzten sich dann aber die Ereignisse in meiner Gruppe im wahrsten Sinne des Wortes. In einer Sandpassage legte sich fast die ganze Gruppe auf einen Haufen. Ich war so weit hinten, dass ich absteigen und um die Gruppe herumlaufen konnte. Dies verschaffte mir ein bisschen Luft nach hinten und meine Beine waren plötzlich gut, bis die meisten Fahrer wieder aufgeschlossen hatten. Die Gruppe war mir dann auch nicht mehr zu schnell. In der zweitletzten Runde übernahm ich dann die Initiative, um möglichst noch den ersten Platz der Gruppe zu belegen. Mir lief es komischerweise plötzlich so gut, dass ich sogar noch den an 14. Stelle liegenden Fahrer überholen konnte. Im Ziel wurde ich somit 14. Eigentlich gar nicht so schlecht, aber ich muss jetzt wirklich schauen, dass ich an den Weltcuprennen endlich in die ersten 10 komme.
 

 


11.11.05 Niel (B)

Da mir mein Rücken seit meinem Sturz in Rüti immer wieder Probleme macht, werde ich im Hinblick auf den Weltcup vom Sonntag auf das Rennen in Niel verzichten.

 

 

 

 

6.11.05 Steinmaur

Meine Beine waren schon bei der Streckenbesichtigung nicht sehr toll. Beim Einfahren fürs Rennen wurden aie noch schlechter und ich hatte kein gutes Gefühl vor dem Start.

Trotzdem versuchte ich, mein Bestes zu geben. Da die Sache mit den Beinen nichts Gutes erahnen ließ, wollte ich eher passiv ins Rennen gehen. Ich startete aber sehr gut und setzte mich gleich ans Hinterrad meines Stevens-Teamkollegen Peter Presslauer. Ich kann es jedes Mal fast nicht glauben, wie der am Start immer abdrückt! Nach 300m hatte er schon etwa 5m Vorsprung auf mich. Nach den ersten paar Kurven war ich ihm aber richtig am Rad und wir legten los wie die Feuerwehr. Das Feld zog sich aber leider mächtig in die Länge. In der Folge entwickelte sich ein sehr animiertes, und für die Zuschauer extrem spannendes Rennen mit immer wieder wechselnder Spitze. Die Entscheidung fiel erst in der letzten Runde. Ich konnte der finalen Attacke von Francis Mourey und Frischi nicht mehr parieren und belegte den dritten Rang.

 

 

31.10.05 UCI Ranking

Zum ersten Mal in meiner Karriere habe ich es unter die Top Ten der UCI- Weltrangliste geschafft! Mit dem 9. Rang bin ich super glücklich!

Jetzt gilt es aber, die Top-Ten-Platzierung bis Saisonende zu verteidigen, damit ich  eines meiner Saisonziele erreichen kann.

 

30.10.05 Radquer Rüti

Mein Ziel war ganz klar. Sieg. Die Strategie dazu hatte ich mir auch schon fast eine Woche davor bereitgelegt. Nach dem gestrigen Weltcup-Rennen in Tabor rechnete ich damit, dass Simon Zahner und Michi Baumgartner die Strapazen etwas mehr verspürten als ich. Ich versuchte die Konkurrenz mit Hilfe meines Teamkollegen Peter Presslauer mit einem Blitzstart zu schocken. Das gelang aber nicht wirklich, da sich Simi und Michi auch sehr gut regeneriert hatten und dieses Tempo sofort mitgegangen sind. In der dritten Runde bin ich wieder blödsinnig über die erste Hürde gestolpert und habe mich – wie letztes Jahr – auf die Nase gelegt. Die Folge war ein Velowechsel und 1.5 Runden Kampf bis ich den Rückstand wieder wettgemacht hatte. In der Folge war das Rennen sehr spannend: Es gab immer wieder Führungswechsel. Als ich 4 Runden vor Schluss kurz attackierte, stürzte Simon hinter mir und Michi musste anscheinend auch anhalten. Ich bemerkte dies aber vorerst gar nicht, und fuhr einfach mein Tempo weiter. Als ich dann zurück schaute, sah ich den grossen Rückstand und drückte nochmal richtig aufs Gas. Im Anschluss war mir dann mein 2. Saisonsieg nicht mehr streitig zu machen.

 

29.10.05 Weltcup Tabor (CZ)

Ich konnte aus meiner Lieblingsposition in der 2. Startreihe ins Rennen gehen. Leider verschlief ich den Startschuss etwas und war nach der 1. Runde nur an 23ter Stelle. Ich konnte mich aber relativ gut und schnell vorarbeiten und war in der 4. Runde schon an siebter Position. Dann ist mir aber die Kette raus gefallen und ich musste vom Rad. Während dem Reparieren ist die ganze Gruppe wieder an mir vorbeigefahren. Ich musste anschliessend wirklich voll fahren, um doch noch ein gutes Resultat zu erreichen. Die letzte Runde nahm ich wieder in siebter Position in Angriff. Leider musste ich noch 4 Fahrer vorbeiziehen lassen. Der elfte Rang ist aber trotzdem gut und ich bin zufrieden damit.
 

 


23.10.05 Weltcup Kalmthout (B)

Das war das erste wirklich wichtige Rennen der Saison. Alles was bisherige war nur Vorgeschmack.

Ich bin fast optimal ins Rennen gestartet. In der ersten schweren Schikane ist dann direkt vor mir ein Fahrer gestürzt. Da ich nicht bremsen konnte, bin ich in sein Velo gefahren und habe mir damit das vordere Bremskabel abgerissen. Für mich bedeutete das, eine halbe Runde nur mit Hinterbremse zu fahren und beim ersten Materialdepot sofort das Velo wechseln. Dabei habe ich nur einen Platz verloren, aber bestimmt 15 Sekunden und den Anschluss an die Spitze. In direkter Folge war ich einfach nicht gut genug, um das Loch wieder schliessen zu können. In der zweiten Gruppe konnte ich mich aber gut behaupten und habe im Ziel den 15.Platz belegt. Das ist zwar kein berauschendes Ergebnis, aber nicht weit von meinen Erwartungen entfernt.

 

22.10.05 Lebbecke

Eigentlich wollte ich dieses Rennen gar nicht fahren. Der Veranstalter hat mich aber mit einem relativ hohen Startgeld gelockt und so bin ich halt dem Ruf des Geldes gefolgt. Sonderlich motiviert war ich aber nicht. Trotzdem bin ich konzentriert an den Start gegangen, um eine allfällige Gelegenheit für ein Spitzenresultat nicht zu verschenken. Die ersten 2-3 Runden liefen ganz gut, aber kurz danach habe ich den Anschluss zur Spitze verloren. Im Hinblick auf das bevorstehende Weltcuprennen habe ich auch gleich Gas raus genommen. 15. Rang ist sicher nicht gut, aber den Umständen entsprechend ok.

 

 

16.10.05 Ruddervoorde (B)

Kein guter Superprestige Auftakt - irgendwie ist bei mir in Rudderforde der Wurm drin. Beim Start bin ich ganz gut weg gekommen. Etwa Mitte erster Runde wurde ich aber von einem Konkurrenten gerempelt und konnte einen Sturz noch knapp  abwenden. Da ich aber einen Schwenker machte, um alles auszusteuern, bekam ich gleich noch einen Schupf von jemanden  und lag schließlich am Boden. Ich wurde etwa von 10 Fahren passiert, ehe ich wieder auf dem Velo war. Mitte Rennen habe ich dann zu allem noch meinen hinteren Reifen platt gefahren. Das Rennen war dann für mich endgültig gelaufen. Der 18. Rang ist zwar eine kleine Katastrophe, aber glücklicherweise war das ja nicht das wichtigste Rennen der Saison.

 

9.10.05 Hamburg (D)

Das Rennen wurde auf und um die Pferderennbahn in Hamburg Horn ausgetragen. Für die Organisation war unser Stevens Chef Werner von Hacht verantwortlich. Marschrute war klar: Sieg für Stevens. Doch unser Glück mussten wir hart erkämpfen und Attacken von Simon Zahner und Wilant van Gils abwehren. Diese zwei Fahrer machten Camiel und mir mehr Sorgen als erwartet. Jeder von uns versuchte sein Heil mal in einer Soloflucht. Weggekommen ist aber nie Einer richtig. So kam es, dass wir die letzte Runde viert in Angriff nahmen. Camiel meisterte die schwere Sandpassage am besten und konnte sich ein paar Meter von mir lösen. Ich schaffte den Anschluss leider nicht mehr ganz. Der zweite Platz hinter einem Teamkollegen ist aber für mich ok und es folgen ja noch viele Rennen an denen ich mich austoben kann.

 

 

3.10.05 Berlin (D)

1.Saisonsieg!

Ich wurde vom Stevens-Racing-Team kurzfristig nach Berlin aufgeboten. Als ich die Strecke das erste Mal abgefahren hatte, war meine gesamte Motivation wie im Flug verschwunden. Die Strecke war teilweise total Kamikaze und mit etwa 5m in der Wiese absolut nicht Querwürdig. Ja nu, ich war da und musste das Beste daraus machen. Ich startete mittelmässig. Mit dieser Grundlage konnte ich mich aber schnell vorarbeiten und war ab Mitte dritter Runde in der Spitzengruppe. Diese umfasste erst 5, dann noch 4 Fahrer. Die zweite Hälfte des Rennens nahmen wir dann noch zu dritt in Angriff. Für meinen Teamkollegen Camiel und mich war klar, dass an diesem Tag eine Stevens-Sieg Pflicht war. Michi Baumgarter machte uns das Leben aber richtig schwer. Ich konnte mich dann kurz vor dem Ziel ein paar Meter absetzten und gewann vor Michi und Camiel.
 

 


30.9.05 Harderwijk (NL)

Ich bin eigentlich nie richtig in dieses Rennen gekommen. Nach einem schlechten Start konnte ich mich zwar relativ gut nach vorne arbeiten. Öfter hatte ich auch mehr oder weniger direkten Kontakt zur Spitze. Selber agieren konnte ich nicht, sondern hinkte ständig den Aktionen der Anderen hinterher. Der 6. Rang ist eigentlich nicht so schlecht für mich auf einer Strecke mit so vielen nicht ganz einfachen Kurven. Zufrieden bin ich aber nicht wirklich, da ein Podiumsplatz mit einer ähnlichen Leistung wie in den ersten zwei Rennen dieser Saison durchaus möglich gewesen wäre.

 

 

 

25.9.05 Radquer Erpe-Mere (B)

Wie am Mittwoch, schönes Wetter. Diesmal aber auf einer Strecke, die mir nicht so gefällt, dafür aber mit recht vielen Zuschauern.

Ich bin sehr gut gestartet und konnte mich gleich von Beginn an in der Spitze festsetzten. Zwei- bis dreimal habe ich versucht zu attackieren, weggekommen bin ich aber nicht. Vier Runden vor Schluss haben dann Superstar Bart Wellens und Weltmeister Njs attackiert. Ich hatte keine Chance mitzufahren und entschied mich gleich dafür, wieder um den noch möglichen dritten Platz zu kämpfen. Eingangs drittletzter Runde habe ich die Spitze in meiner Gruppe übernommen um kontrolliert in die zwei letzten Runden zu gehen und dann Vollgas zu geben. Leider hat es mir zwischen den zwei Wechselposten mein Schaltwerk verbogen und nach hinten hochgezogen. Ausser aufgeben ist mir nichts übrig geblieben. Wieso das aber bei einem so trockenen und schnellen Rennen passieren kann, weiss ich nicht.

Als ich dann an meinem Rad nach dem genauen Fehler gesucht habe, ist mir noch ein anderer Fahrer ins Hinterrad gefahren. Dieses war dann zu guter Letzt auch noch geschrottet. Ausser Spesen nicht viel gewesen! Aber die Erkenntnis, dass ich mich gegenüber der letzten Saison nochmal etwas steigern konnte.

 

21.9.05 Radquer Aalter (B)

Super schönes Wetter und ein schönes Rennen zum Saisonanfang. Da man während dem ganzen Rennen nie vom Rad musste, habe ich gepokert und bin mit Strassenschuhen gestartet. Der Stand auf dem Pedal und die Kraftübertragung sind einfach Welten besser. Mein Start war aber hundsmiserabel – ich bin nicht ins Pedal gekommen. Ich brauchte erst mal 3 Runden, um endlich den Anschluss an die Spitze zu schaffen. Einmal dort, habe ich mich aber schnell gut ins Szene setzten können und musste den Weltmeister Sven Njs und das Supertalent Nils Albert erst in der vorletzten Runde ziehen lassen. Der 3. Platz ist ein toller Erfolg und mein erster Podestplatz an einem Radquer in Belgien.

 

 

5.9. bis 17.9.05 Quertrainingslager Stevens Racing Team

Für mich war das nicht einfach nur Quertrainingslager, sondern endlich mal die Chance, alle meine Teamkollegen kennen zu lernen. Das kennenlernen war natürlich nicht weiter anstrengend, sondern eher amüsant und ohne Aufwand zu bewerkstelligen. Da es aber ein Trainingslager war, hatten wir natürlich einiges an Arbeit geplant. Es standen fast jeden Tag 2 Trainings auf dem Plan: Morgens ein Quertraining, dies abwechselnd mit Schwerpunkt Technik oder Physik. Am Nachmittag stand dann jeweils ein Strassentraining auf dem Plan. Je nach dem was wir am Morgen gemacht haben, war dies etwas härter oder locker um die Beine für den nächsten Tag wieder gut auszufahren.

Alles in allem hat mich das Trainingslager sicher weiter gebracht. Ich muss allerdings gestehen, dass die Trainings gegen Ende der 2. Woche schon angehängt haben und ich die letzten Trainings nicht mehr mit guten Beinen in Angriff nehmen konnte.

by www.huci.ch & www.christian-heule.com 2009